27. April 2019 > Weissbürzel-Singhabicht..

Southern Pale Chanting Goshawk ist der englische Namen dieses feingliedrigen Greifvogels. Warum der Name Singhabicht ist mir nicht klar, unterscheiden sich doch die Rufe dieses Greifvogels nicht gross von den Rufen unseres Habichts und dem würden wir kaum Gesangstalent zugestehen. Wie auch immer, die überraschende Begegnung auf Nahdistanz mit diesem Prachtsvogel war ein besonderes Erlebnis. Der Greif war intensiv damit beschäftigt, ein nicht sichtbares Beutetier aus dem dichten Pflanzengewirr hervorzuholen. Die ganze Szenerie dauerte sicher eine Vierstelstunde und gespannt warteten wir darauf, ob und was letztlich zum Vorschein kommen würde. Die Aussicht auf etwas Fressbares war vermutlich auch ausschlaggebend, dass er unsere Anwesenheit tolerierte und in seinen Bemühungen nicht nachliess, bis er der Beute, eine Echse wars, endlich habhaft wurde, diese umgehend verschlang und dann das Weite suchte.

27. April 2019 > Fotoshooting an der Wasserstelle..

Die kleine Wasserstelle direkt vor dem Restaurant der Kalahari Red Dunes Lodge wirkte wie ein Magnet auf die Kleinvogelwelt der näheren Umgebung. Ein stetes Kommen und Gehen, immer auf der Hut vor möglichen Feinden. Wasser aufnehmen und dann gleich wieder weg. Im Schatten des Gebäudes machte ich es mir gemütlich, wartete bis sich Vögel auch auf der näheren Seite der Pfütze niederliessen, um dann ruhig auf den Auslöser zu drücken, z.B. bei diesen Kapsperlingen. Easy und trotzdem spannend! 

27. April 2019 > Black-chested Prinia oder Brustbandprinie..

Warum dieses Vögelchen diesen Namen erhalten hat, ist anhand der Aufnahmen nicht ganz nachvollziehbar. Wo soll denn da ein schwarzes Brustband zu sehen sein? Die Erklärung ist relativ einfach. Unsere Besuchszeit in Namibia fiel in die namibischen Wintermonate Juli und August, d.h. in dieser Zeit ist kein Brustband zu sehen. Dieses ist nur in der Brutzeit November - Januar vorhanden. Auch ohne Brustband ist das zierliche Vögelchen ein attraktives Fotosujet, insbesondere mit gestelztem Schwanz.

26. April 2019 > Ground Scraper Trush oder Akaziendrossel..

Common heisst bei dieser Art nicht Schritt auf Tritt. Jedenfalls habe ich diese aparte Drossel in Namibia nur im Camp Halali in der Etosha angetrofffen. In der Parkanlage des Camps waren vor unserem Bungalow zwei Drosseln auf Insektenjagd. Schnell gesellte sich ein weiterer Jäger dazu; einer auf Drossel-Fotojagd. Dabei war von Jagen natürlich keine Rede. Nach kurzer Zeit hatten sich die beiden soweit an mich gewöhnt, dass ein paar Nahaufnahmen möglich wurden.

25. April 2019 > Seidenfein geschmückt..!

Dieser Vogel dient mir seit langem als Desktop-Hintergrund. Jedesmal wenn ich den Compi starte, bin ich mit dieser Aufnahme gedanklich in Namibia, sehe den Busch mit der sitzenden Racke vor mir, erinnere mich an den Adrenalinschub beim Fotografieren, gedanklich murmelnd "bleib, bleib, bleib noch sitzen, bitte"! Diese Farben! Unglaublich! Ich konnte mich nicht für eine Auswahl entscheiden, also habe ich die vier Serien hochgeladen. Verschiedene Aufnahmeorte, unterschiedliche Aufnahmedistanz, Tageszeit und  Sonnenstand ergeben immer etwas andere Farben. 

Meine Favoriten..

13. April 2019 > Nachlese Namibia. Würden Kori Bustards Gummibärchen fressen..?

Natürlich nicht! Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, Eidechsen, Schlangen, Jungvögel, Nagetiere, Gräser, Samen, Beeren usw. Zum "und so weiter" gehört aber offenbar "etwas", dem die Trappen kaum widerstehen können, wenn sie es finden. Und dieses "etwas" hat durchaus einen Bezug zu Gummibärchen.. :-)

Als wir im Etosha Nationalpark auf diese Dreiergruppe Kori Bustards oder Riesentrappen trafen, fiel uns sofort auf, dass die Vögel mehrmals die gleiche Buschgruppe aufsuchten, um nach einem bernsteinfarbenen Klümpchen zu picken. Die offensichtlich klebrige Masse war zwar nicht ganz so einfach zu schlucken, aber das hielt die Trappen nicht davon ab, reinen Tisch zu machen. Ich versuchte, die Szene mit Film- und Fotoaufnahmen zu dokumentieren, um dann des Rätsels Lösung Zuhause anzugehen. 

 

Das habe ich nun endlich gemacht und die Recherchen waren spannend, überraschend und lehrreich. Es war ja noch nie so einfach wie heute, im Web nach Antworten zu suchen. Vorbei die Zeiten mit Wühlarbeit in schweren Lexikas und Enzyklopädien. Die im vordigitalen Zeitalter angeschafften Bände "Grzimeks Tierleben" fristen in unserem Büchergestell ein Leben im Dauerschlaf. 

 

Nun zu den Gummibärchen. "Roberts Bird Guide", in dem fast 1'000 Vogelarten des südlichen Afrikas abgebildet und beschrieben sind, ist einer der besten Feldführer für dieses riesige Gebiet. Nebst dem englischen und dem wissenschaftlichen Namen ist bei jeder Art auch der Name in Afrikaans aufgeführt. Afrikaans ist in Südafrika eine Amtssprache und in Namibia eine anerkannte Minderheitensprache. In dem erwähnten Field Guide heissen die Riesentrappen in Afrikaans Gompou, was gemäss Google Uebersetzer offenbar Harztrappe bedeutet. Ich war auf der richtigen Spur. 

Dass es sich bei der Buschgruppe um Akazien handelte, war mir schon vor Ort klar und dass die klebrige Masse Harz sein könnte, auch. Dass Kori Bustards aber dieses Harz lieben und fressen, das wusste ich nicht. Ich googelte weiter nach Akazienharz, stiess dann auf Gummi arabicum und dessen Verwendung u.a. auch  als Lebensmittelzusatzstoff, z.B. in Gummibärchen und Coca-ColaDer Sudan gilt als Hauptlieferant von Gummi arabicum und wie wichtig dieses Akazienharz sein kann, zeigten mir die weiteren Informationen im Web. Während etlichen Jahren belegte die USA den Sudan mit einem Handelsembargo. Davon ausgenommen war ein Produkt, eben Gummi arabicum. Grund: Die Coca-Cola Produktion sollte nicht gefährdet werden...

> Gummi arabicum Wikipedia

06. April 2019 > Nachlese Namibia; Grossmutters Sonntagsbluse..

Die Evolution hat unzählige Farben und Formen hervorgebracht. Die Reaktion des Menschen auf diese Vielfalt kann am besten in einem Zoo beobachtet und mitgehört werden. Was da alles aufgeschnappt werden kann! Damit meine ich jetzt nicht das verbreitete Halb- oder Unwissen bezüglich der Tierart selber, sondern die oft zu hörende Einteilung in schön oder hässlich, herzig oder grauslich, jööhh oder wäähh.. usw. Das Verhältnis Mensch-Tier ist vermutlich so widersprüchlich wie der Mensch in sich selbst!? 

 

Die Fokussierung unserer heutigen Gesellschaft auf Schönheit wird bewusst oder unbewusst auch auf das Tier übertragen. Das arme Helmperlhuhn, in Afrika weit verbreitet, ist so ein Tier, das den Schönheitskriterien des durchschnittlichen Zoobesuchers kaum entsprechen kann. Der auffällig gefärbte Kopf wäre ja noch zu akzeptieren, etwas ausgefallen zwar, aber dieser hässliche Hornaufsatz macht nun wirklich alles kaputt. Da führt selbst das fein gesprenkelte Federkleid zu keinem andern Urteil. Ist dem so? Muss das sein?

Nein würde ich aus meiner Erfahrung sagen. Es braucht einen Zugang zur Natur, es braucht einen Erfahrungsschatz, ein Fundament. Wer selber malt, hat einen besseren Zugang zur Malerei. Wer selber Musik macht, hat einen besseren Zugang zu dieser Kunst. Wer die Natur durchstreift, innehält, beobachtet, sie physisch und emotional erfährt, wird die Tierwelt anders sehen können. Darum mein Votum für das arme Helmperlhuhn! :-)

05. April 2019 > Nachlese Namibia. Wenn sich Tauben schmücken..

"Wow"! Ein bewunderndes Raunen allfälliger Beobachter ist jedem Pfauenhahn sicher, wenn er im vollen Sonnenlicht sein Prachtkleid zur Schau trägt und als Höhepunkt der Balz, sein "Rad schlägt". Etwas bescheidener kommt da das Bronzeflecktäubchen daher. Ein paar unauffällige Federn im Flügel zeigen aber den gleichen Effekt. Wenn sich das Sonnenlicht im richtigen Winkel auf diesen Federn bricht, verwandeln sie sich in einen intensiv grün-blau schillernden Federschmuck. Selbst ein Goldschmid könnte das nicht kopieren! Verständlich, dass ich mehrfach versucht habe, genau dann abzudrücken, wenn sich ein Täubchen genau richtig im Sonnenlicht präsentierte. Die beiden Fotos zeigen den Unterschied mit und ohne direkte Sonneneinstrahlung.

04. April 2019 > Nachlese Namibia. Hoch auf den Beinen..

Rennvögel gehören zu meinen Lieblingsarten. Zierlich, fragil und mit keckem Blick, lassen sie den Beobachter nicht aus den Augen. Der Doppelband-Rennvogel ist eine verbreitete Art des südlichen Afrikas. Die Aufnahme aus dem Etosha Nationalpark zeigt ein sehr helles Exemplar. Solch helle Individuen sind typisch für nord-westliche Regionen. 

02. April 2019 > Nachlese Namibia. Ein urtümliches Tier..

Meine Schulter ist leider noch nicht so weit, um wieder mit schwerem Fotorucksack auf Pirsch zu gehen. :-(

Das macht wenigstens Zeit frei, um Dinge anzugehen, die schon lange auf der Pendenzenliste stehen, zum Beispiel "alte" Dateien aufzuarbeiten. 

 

Bald sind es zwei Jahre her, seit ich mit Tausenden von Fotos aus Namibia zurückgekehrt bin. Die obligaten Fotobücher sind längstens gemacht und liegen stets griffbereit, um sich beim Durchblättern daran zu erfreuen.

Aber was mach ich mit dem riesigen Rest an Fotos, die auf einem externen 4 TB Netzwerkspeicher auf einen Mausklick warten, um entweder im digitalen Nirwana zu landen oder allenfalls als gut genug eingestuft, doch noch ein Plätzchen in einem Ordner zu finden? Das wollte ich nun unbedingt angehen. Und zwar bevor wir in diesem Jahr nochmals nach Namibia reisen werden! 

 

Das Problem Speicherplatz hatte ich mit der Anschaffung und der Installation eines Netzwerkspeichers (NAS) an sich gut gelöst, aber eben nur halbwegs. Die Bearbeitung und Zwischenspeicherung von  Foto-Dateien im RAW und TIFF Format erfordert nicht nur genügend Speicherplatz, sondern vor allem Arbeitsgeschwindigkeit! Ein schneller Compi und ein schnelles WLAN war gefragt. Glücklich, wer seit Jahren in solchen Fällen, einen kompetenten IT- Berater zur Seite weiss!

 

Lösung Hardware: Ausbau der Festplatte im 7-jährigen Mac Book Pro und Einbau einer 2 TB SSD. Resultat: Mein altes Mac Book läuft schneller denn je und das zu einem Drittel des Preises eines neuen Labtops! 

Lösung WLAN: Neuverhandlung des Kombi-Abos mit IT / TV / Festnetz und Smartphone mit Swisscom. Resultat: Gleicher Abo-Preis für mehr Leistung bezüglich Handy und insbesondere maximaler  IT-Geschwindigkeit ab Glasfaseranschluss! 

Fazit: Toplösung! Die unumgängliche Arbeit am Compi macht wieder Spass!

 

Zurück zu Namibia. Die Sichtung, Löschung oder Weiterbearbeitung der Namibia-Dateien schreitet voran. Einige Serien werde ich in den nächsten Monaten  im Blog hochladen. Die urtümliche Agame macht den Start und im Header werde ich jeweils eine zum letzten Beitrag passende Aufnahme hochladen.

01. April 2019 > Paul Hürlimann; Vorfrühling in der Cinque Terre..

Paul Hürlimann und Annette Wyttenbach sind im März dem Frühling ein wenig entgegengereist. Die Cinque Terre, Weltkulturerbe der UNESCO war ihr Ziel. Ihre Souvenirs sind Pflanzenfotos dieser Naturlandschaft. Ich freue mich, einen weiteren Gastbeitrag von Paul hochladen zu dürfen!

 

 

 

 

 

 

 

 

> Link Gastbeitrag Cinque Terre