24. August 2020 > Er zippt im hohen C..

Ein Spaziergang, ohne Fernglas und Fotoausrüstung, dafür mit Hund der sich schwanzwedelnd auf den Trail freut, am frühen Sonntagmorgen vor anderthalb Wochen. Wir durchlaufen die schlafende Stadt, vorbei am Schloss Schadau, erster Blick auf den See mit Eiger, Mönch und Jungfrau, umgehen den Lachenkanal, biegen in den Strandweg, durchqueren den Bonstettenpark, unser Ziel ist der Gwatt Deltapark. Der See funkelt unter den ersten Sonnenstrahlen, Fischer auf ihren Booten teilen mit uns die jungfräulichen Morgenstunden. Susanne und ich sind uns einig, wir wohnen an einem wunderbaren Ort! 

Auf dem Rückweg bleibe ich zweimal stehen, ich meine aus dem Gwattlischenmoos ein Zip.. zip.. zip.. eines Zistensängers zu vernehmen. Dem wollte ich unbedingt in der folgenden Woche nachgehen. Martin Wettsteins Meldung am nächsten Tag, wandelte meine Wahrnehmung zur Gewissheit. Die ausgesprochene Rarität wurde dann von Marco Hammel noch gedoppelt. Gestern machte ich mich nun selber auf die Suche und die Bilder lassen drauf schliessen, dass ich den Winzling gefunden habe. :-)

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Nachlese Juli - August 2020 > Neuntöter..

Am 6. Juli war ich nochmals bei den Neuntötern und hoffte, leider ohne Erfolg, junge Neuntöter fotografieren zu können. Also hiess das, nochmals hin, neuer Versuch. Und tatsächlich zeigten sich zwei Jungvögel, schon ziemlich mobil, meistens im Innern von Buschgruppen versteckt und deshalb umso schwieriger zu fotografieren. Ein Geduldsspiel mit mehr oder weniger befriedigendem Resultat. 

10. August 2020 > Sie warten auf die Nachtschicht..

Frische Gewöllballen am Boden verraten ihre Anwesenheit. Ich suche das Dachgebälk der Scheune nach den Verursachern ab, dabei müssen sich meine Augen aber zuerst an die Dunkelheit gewöhnen. In der dunkelsten Ecke des Gebäudes, im Winkel zweier Dachbalken, direkt unter den roten Ziegeln leuchtet etwas Helles. Ein Blick durch das Fernglas bestätigt meine Vermutung. Nicht eine, sondern erfreulicherweise zwei Schleiereulen beobachten den unerwünschten Eindringling. Die Augen sind nur in einem schmalen Spalt sichtbar. Hier verbringen die beiden den Tag, bis mit der Abenddämmerung wieder die Nachtjagd beginnt.

Ich habe das Stativ Zuhause gelassen, versuche deshalb freihändig ein paar Aufnahmen zu machen. Blitzen kommt nicht in Frage. Mit Offenblende 2.8 und einer Verschlussgeschwindigkeit von 1/60 Sekunde bringe ich die ISO auf 800 - 1250 runter. Wackelig abgestützt auf einem Heuwender drücke ich auf Serie, in der Hoffnung, dass mindestens eine Aufnahme brauchbar sein wird. Die Quali ist nicht berauschend, aber ganz passabel.. :-)

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