26. Oktober 2020 > Zilpzalp mit Flügelbinden? Bis jetzt leider noch nicht..

Die Beerentrauben der Mehlbeerbäume und Ebereschen in unserem Garten sind von Amsel & Co schon arg erlesen und noch immer habe ich keine anständige Aufnahme zustande gebracht. Ich sitze vor dem Compi, die Kamera liegt neben mir bereit auf dem Schreibtisch, das Fernglas auch. Man weiss ja nie, ob nicht plötzlich so ein kleiner zwirbliger Unscheinbarer mit auffallend weissgelblichen Flügelbinden und Augenstreif im Apfelbaum rumturnen würde. Noch waren es immer Zilpzalpe die mich zur Kamera greifen liessen. Aufnahmen durch die Glasscheiben mit Gegenlicht der tief stehenden Sonne sind zwar nicht die besten Voraussetzungen für eine gelungene Aufnahme. Aber wenn sich der abgebildete Zilpzalp als Gelbbrauen-Laubsänger erwiesen hätte, ja dann, dann sähe das doch ein bisschen anders aus.

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25. Oktober 2020> Vogel des Tages..

Eine Begegnung mit dem faustgrossen Käuzchen ist für mich jedesmal etwas Besonderes. Der kleine putzige Kerl gehört zu den Perlen des Bergwaldes, nicht einfach zu finden, nicht einfach zu entdecken. Jedes Zusammentreffen bringt weitere Erfahrung und Wissen, die Wahl der Mittagsrast war jedenfalls gut geplant. Die Belegaufnahme dient als Memory für eine Exkursion an einem stillen Wochentag! :-)

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21. Oktober 2020 > Herbstzug im Gürbetal, Teil 6..

Die Feldlerche, in meiner Jugendzeit ein typischer Vogel der damals noch reich strukturierten  Kulturlandschaft ist heute aus Teilen des Mittellandes fast verschwunden. Keine andere Art gemahnt mich so direkt an die Verarmung von Fauna und Flora in den vergangenen Jahrzehnten. Der Lerchengesang ist auch im Gürbetal wohl schon lange verstummt. Um so mehr freue ich mich jeweils an den kleineren und grösseren Feldlerchentrupps, die im Herbst auf den Feldern eine kurze Rast einlegen. 

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20. Oktober 2020 > Herbstzug im Gürbetal, Teil 5..

Ich habe die Felder des Gürbetals nochmals genau unter die Lupe genommen, mehrjährige Buntbrachen habe ich leider keine einzige gefunden. Was auf den ersten Blick ansatzweise nach Brache aussah, waren Gründüngungsflächen, eine Zwischensaat auf einer unbebauten Ackerfläche. Diese Gründüngung dient als eine Art Mulch zur Bodenverbesserung. Wenn sich genug Blattmasse gebildet hat wird die Gründungung gefräst, angetrocknet und in den Boden eingearbeitet. Beliebte Gründüngungspflanzen sind der violettfarbig blühende Bienenfreund Phacelia  und der gelb blühende Ackersenf Sinapis arvensis. Offenbar sind diese Grünflächen für durchziehende Rohrammern attraktive Nahrungsgründe. Die geschätzt im Feld anwesenden 20 - 30 Rohrammern hielten mich photographisch auf Trab.. :-)

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Gründüngung mit Ackersenf und Bienenfreund
Gründüngung mit Ackersenf und Bienenfreund

18. Oktober 2020 > Augen auf..

Einmal im Herbst ins Lötschental ist für uns ein Muss! Mit dem Zug nach Goppenstein, mit dem Bus auf die Fafleralp, easy! Doch der Ausflug endet beinahe bereits im Bahnhof Thun. Der Zug ist mehr als bis auf den letzten Platz besetzt, teilweise stehen die Leute. Das scheint uns definitiv nicht Corona-like, so nicht! In unserem hin und her bezüglich Entscheid und unserem auf und ab vor dem Zug, rettet uns die Zugführerin den Tag, sie schickt uns in die 1. Klasse. Wow! Ein Glücksfall, wir wussten, wir hätten etwas verpasst! 

Augen auf! Eiskristalle! So faszinierend schön kann die Natur sein.. 

Augen auf! Flechten, Moose, Steine. Sieht aus, als würde man aus tausend Meter Höhe auf einen Flecken Afrika hinabschauen..

10. Oktober 2020 > Winter meets Autumn..

In den Höhenlagen oberhalb 2'000m ü. M. hat die Herbstsonne schmale Linien, kleinere und grössere Inseln, Lücken und Fenster in den Schnee gefressen. Die Schattseiten sind weiss geblieben, schmale Bergwege bleiben unberührt. Der Winter hat dem Herbst unmissverständlich auf die Schulter geklopft, bald wird er definitiv das Zepter übernehmen. 

Man ist nicht allein, auf dem Bergweg von der First auf das Faulhorn, auch wenn ein Teil der Wanderer sich mit dem Bachsee zufrieden gibt. Im Sommer herrscht da Gedränge, der Weg lässt selbst Kinderwagen zu, nicht unbedingt das was Susanne und ich in den Bergen suchen. Aber der Blick in die umgebende Bergwelt ist eindrücklich und letztlich allen zu gönnen. Also haben wir uns auch auf den Weg gemacht.

Kein Schwirren und Zirpen ist mehr zu hören, die Insektenwelt ist verstummt. Wo sind all die Käfer, Heuschrecken, Fliegen und Schmetterlinge denn hin? Ja wo und wie überwintern denn eigentlich Insekten? Spannende Frage!

> Link Ruhepause für Sechsbeiner