30. April 2017 > Gut zu hören.. schwierig zu sehen..

Der auffällige, schwirrende Gesang sir'r'r'r'r'r'r'r'r'r'r des Feldschwirls lässt den Laien eher auf ein Insekt als auf einen Vogel schliessen. Der Sänger lässt sich kaum blicken, geschweige denn fotografieren. Und wenn, hat der Fotograf Glück, wenn nicht Ästchen, Blätter oder Halme den Vogel verdecken. In diesem Sinne sind die beiden Belegaufnahmen die einzigen brauchbaren Fotos aus einer ganzen Serie. Aber die Bestimmungsmerkmale sind gut sichtbar.

Die Aufnahmen entstanden auf einer Exkursion in den Feldern von Witzwil.

> Link Feldschwirl

30. April 2017 > Artenförderung Braunkehlchen..

Das einst in vielen Gebieten der Schweiz  heimische Braunkehlchen ist bei uns bis auf kleine Restgebiete verschwunden. Vor fast fünf Jahrzehnten, als ich nach Thun kam, war das Braunkehlchen mit kleinem Bestand noch Brutvogel im Gebiet des Uebischisees. Zusammen mit andern Bodenbrütern wie dem Kiebitz, ist die Art nun schon lange als Brutvogel in unserer Region ausgeblieben. Der Rückgang hat sich aber offenbar leider auch in traditionellen Brutgebieten fortgesetzt. Nun versuchen Vogelwarte und BirdLife Schweiz mit einem Artenförderprogramm den Rückgang bei verschiedenen Arten zu stoppen. Dazu gehört auch das Braunkehlchen.

> Link http://www.artenfoerderung-voegel.ch/priorittsarten.html

Das Bild des Braunkehlchens auf den Blüten einer Rapspflanze in einem grossen Feld in den Feldern des Grossen Mooses ist in seiner Aussage so gegensätzlich; gegensätzlicher ist fast nicht möglich. Der spezialisierte Bodenbrüter, angewiesen auf extensiv genutzte Wiesen sucht Nahrung in der farblich auffälligsten Monokultur die wir bei uns finden.

> Link Braunkehlchen

27. April 2017 > Gelb, zierlich, fragil..

Das nasskalte Wetter dauert an. Der Schnee an den Hängen der Stockhornkette bleibt hartnäckig liegen. Für Insektenfresser ist bei solchen Wetterlagen der See und dessen Uferzone oft die einzige Nahrungsquelle. Insbesondere sind dann Schwalben - oft in grosser Zahl - bei ihren Suchflügen über der Wasseroberfläche zu beobachten. 

Diesen Moment wollte ich nicht verpassen. Am äussersten Punkt, am Ende des offiziellen Weges entlang des Baggerlochs im Kanderdelta, wollte ich Flugaufnahmen von nahrungssuchenden Schwalben machen.

Meine Ausdauer wurde relativ schnell auf die Probe gestellt; innert kurzer Zeit hatte ich so klamme Finger, dass ich die Kamera mit dem schweren Objektiv kaum mehr halten konnte. Die Handschuhe hatte ich Zuhause zwar bereit gelegt, aber sie waren liegen geblieben.. 

Ohne Aufnahmen wollte ich den Heimweg aber nicht antreten. Auf der gegenüberliegen Kiesfläche des Deltas suchten einige Dutzend Schafstelzen nach Fressbarem. Wenn nicht Schwalben im Flug, dann eben attraktive Schafstelzenportraits. Die Kamera auf dem Stativ und die Hände abwechselnd in der warmen Daunenjacke. Resultate siehe Link.

> Link zu Schafstelzen

> Link zu Rauchschwalben

19. April 2017 > Der Winter ist zurück

Der Winter ist zurück.. und wie! Eine Woche zuvor schönstes Frühlingswetter.  Hätte nicht erwartet, dass wir nochmals die Schneeschuhe anschnallen müssten!

Unsere Nachsuche nach dem Raufusskauz, den Paul eine Woche zuvor dort fotografieren konnte, blieb leider erfolglos. Trotzdem ein besonderes Erlebnis nochmals mit voller Winterausrüstung unterwegs zu sein.

> link zu Raufusskauz

16. April 2017 > Afrika - Feeling am Neuenburgersee..

Die Berge rund um Thun sind am Ostersonntag mit grauen Wolken verhangen. Die Wetter - App prognostiziert Regen.. Also wohin? 

Warum nicht wieder mal nach La Sauge!? Die Kormorankolonie auf den abgestorbenen Bäumen auf der Süd-Seite der Lagune lässt fast ein bisschen Afrika-Feeling aufkommen. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Einmal mit Fisch im ausgebeulten Kropf für den Partner, einmal mit Nistmaterial für den Ausbau des Nestes. Ich versuche ein paar Szenen fotografisch einzufangen.

12. April 2017 > Cartoon des Tages..

9. April 2017 > Spurensuche im Bergwald

Wer den Tagesanbruch im Bergwald erleben will, muss früh aufstehen. Am letzten Sonntag waren wir wieder unterwegs. Zu zweit, Paul Hürlimann und ich. Die Nacht war klar, der Mond erhellte mit fahlem Licht die offene Landschaft, aber in den Waldpartien wurde es stockfinster. Wir waren bewusst ohne Lichtquelle unterwegs und deshalb froh, eine Forststrasse unter den Füssen zu haben. Solche Trips sind für mich jedesmal ein spezielles Erlebnis! Wenn im Bergwald die Nacht dem Tag weicht, die ersten Vogelstimmen die Stille durchdringen, während man von einem Ansitz aus - meistens noch leicht fröstelnd - die Umgebung beobachtet, hat man das Gefühl, Teil der Natur zu sein. Da draussen, irgendwo versteckt hat es Hühner, Eulen, Spechte.. Vielleicht haben wir Glück?! 

6. April 2017 > Gastbeitrag Paul Hürlimann; Vorfrühling auf Kreta

Ich freue mich sehr, den ersten Gastbeitrag auf dieser Website vorstellen zu dürfen!

Paul Hürlimann ist nicht nur ein versierter Ornithologe, sondern auch ein ausgezeichneter Botaniker mit einem beeindruckenden Wissen! Seine Auswahl an Orchideen und weiteren Bildern der Pflanzenwelt Kretas begeistern sicher jeden Pflanzenfreund! 

 

 

 

Link > Paul Hürlimann

Wespenragwurz / Ophrys tenthredinifera
Wespenragwurz / Ophrys tenthredinifera

4. April 2017 > Heute am Wegrand..

1. April 2017 > Birder-Treff an der Ergolzmündung..

Waren Sie schon mal an der Ergolzmündung? Dort wo die Ergolz in den Rhein fliesst? Ich jedenfalls noch nie. Die diversen Meldungen, ein Männchen des Kleinen Sumpfhuhnes lasse sich an eben diesem Ort beobachten, löste bei mir erste Recherchen auf Google Earth, auf dem Wetter-App und im SBB-Fahrplan aus. Gute Bedingungen, um ein Kleines Sumpfhuhn in der Schweiz zu fotografieren, sind doch eher rar. Das Gebiet der Ergolzmündung ist kleinräumig und begrenzt, so dass ich mir Hoffnung machen konnte, das Hühnchen zu sehen und vielleicht auch zu fotografieren. 

Geplant, getan; SBB-GA sei Dank; dieses muss ja amortisiert werden! :-)

Ich hatte mich auf eine lange Geduldsprobe eingestellt. Es dauerte aber letztlich fast 5 Stunden, bis sich die seltene Ralle doch noch bequemte, sich in kurzen Sequenzen zu zeigen. Die Fotos entstanden in der halben Stunde bevor ich wieder auf den Bus eilen musste.

> Kleines Sumpfhuhn