30. Dezember 2017 > Schwarz.. Rabenschwarz..

Sie tragen schwarz, rabenschwarz. Sie bilden Kolonien und sind bei vielen Menschen mehr als ungeliebte Nachbarn. Lärm und Kot in den Brutkolonien sorgen dafür, dass immer wieder mit verschiedensten Methoden und mit mehr oder weniger Erfolg versucht wird, die Vögel zu vergrämen und zu vertreiben. Auch in Thun sollen die Vögel im 2018 daran gehindert werden, ihre Brutstandorte wieder zu beziehen. 

Bin gespannt, wie die schlauen Vögel den Vertreibungen begegnen werden. Anwesend sind sie. Am Abend des 30. Dezembers konnte ich mindestens 200 Saatkrähen auf den Dachfirsten der Häuserreihen im Bälliz zählen. Ich gehe aber davon aus, dass es wesentlich mehr waren. 

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18. Dezember 2017 > Die Schellenten sind da..

Sie sind eingetroffen! Bis gestern war jeder Beobachtungsgang negativ und ich habe mich schon gefragt, ob der traditionelle Winterplatz vor dem Schloss Schadau, im Ausflussgebiet der Aare aus dem Thunersee, diesen Winter verwaist bleiben wird. Da die nordischen Gewässer durch die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend eisfrei bleiben, müssen die nordischen Enten nicht zwingend weit südwärts ziehen.

Die kleine Gruppe Schellenten, drei M und 3 W vor der Schadau war gestern eifrig am Balzen. Trotz dem schlechten Licht und der nicht idealen Aufnahmedistanz versuchte ich, einige Balzszenen bildlich festzuhalten. Bei besserem Licht werde ich mich sicher nochmals diesen wunderschönen Enten widmen.

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9. Dezember 2017 > Ein spärlicher Wintergast..

Die Heckenbraunelle ist während den Zugszeiten regelmässig auch in unserem Garten zu beobachten. Meistens wird man wegen ihren typischen Ruflauten auf sie aufmerksam. Als Wintergast ist sie mir in unserer Siedlung bisher nur sporadisch begegnet. Den abgebildeten Vogel habe ich ebenfalls durch die Glasscheibe fotografiert. Die gequetschten Sonnenblumenkernen hatten es ihm offenbar angetan. Bin gespannt, ob er sich in den nächsten Tagen wieder einfinden wird.

Nachtrag: 14. Dezember wieder anwesend.

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7. Dezember 2017 > Gemeinschaftsbalz der Gänsesäger..

Glutz von Blotzheim beschreibt im Handbuch 3 Anseriformes 2. Teil der Vögel Mitteleuropas u.a. auch das Sexualverhalten der Gänsesäger. Dazu gehört die Gesellschaftsbalz die bereits im November / Dezember beginnt und ihren Höhepunkt im März erreicht. Die Gruppenbalz der Männchen beschreibt Glutz von Blotzheim als äusserst aktives und kraftvolles, von brüsken Wendungen und kurzen Sprints unterbrochenes Hin- und Herschwimmen. Weiter beschreibt er die einzelnen Balzelmente, die ich schon oft beobachtet, mich aber noch nie näher damit befasst habe. 

 

 

Im März spielt sich die beschriebene Gesellschaftsbalz meistens nicht direkt im Uferbereich ab. In den Wintermonaten ist das oft anders. Dann finden sich Gänsesäger auch an Entenfütterungsplätzen im Uferbereich ein, um sich mit Möwen und Enten um Brotresten zu balgen. Dies wollte ich mir am vergangenen Dienstag zu Nutze machen. Im Bereich der Holzbrücken zwischen Campingplatz und Seeallmend bieten sich jeweils die besten Fotomöglichkeiten. Die anwesende Gruppe Gänsesäger führte mir genau das vor, was Glutz als Gesellschaftsbalz beschrieben hat.

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4. Dezember 2017 > Heute am Futterbrett..

Heute habe ich das Futterhäuschen für die Winterfütterung montiert. Schon erstaunlich, wie schnell die Vögel darauf reagieren. Kohl- und Blaumeise waren die ersten Besucher, dann die dominanten Haussperlinge, die sofort das Futterhaus als ihr Eigentum verteidigten. Zu all dem sind sie noch wählerisch; ein Teil des Futters landet jeweils am Boden. Aber das gibt den Buchfinken und dem Rotkehlchen die Möglichkeit, sich das Futter dort zu holen.

Als zwei Sumpfmeisen in der Naturhecke herumturnen und sich der eine Vogel später ausgiebig der Gefiederpflege widmet, ist die Kamera schnell zur Hand. Die Sumpfmeise sieht man fast immer zu zweit. Die Aufnahmen zeigen zwar immer den gleichen Vogel, aber der Partner oder die Partnerin blieb stets in der Nähe. Sumpfmeisen sind ausgesprochen Reviertreu. Die ganzjährige Anwesenheit eines Paares lässt darauf schliessen, dass ihnen die naturnahe Umgebung der Siedlung zusagt.

3. Dezember 2017 > Nachbars Esche..

Die grosse Esche auf Nachbars Parzelle hat er ungefragt geschenkt bekommen. Einfach so, denn sie stand nämlich schon an ihrem Platz, bevor unsere Siedlung vor zwanzig Jahren erstellt wurde. Der stattliche Baum hatte das Glück, dass er genau auf der Parzellengrenze seine Wurzeln schlagen konnte; sozusagen im baulichen Niemandsland. Vielleicht war es  ein Vogel, der diesen einen Eschensamen genau dort fallen liess. Wer weiss, vielleicht war es ein Gimpel!?  Wie auch immer; ohne die alte Esche wären genau diese Gimpelfotos nicht entstanden.

Gimpelmännchen Thun, 3. Dezember 2017

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2. Dezember 2017 > Heute im Garten..

Nun streifen sie im Winter wieder in Trupps durch Gärten und Hecken, ständig in Rufkontakt mit den andern Artgenossen.

Die zierlichen Schwanzmeisen sind immer wieder eine Bereicherung in unserem Garten. Und gleichzeitig eine Bestätigung, dass nur naturnahe Gärten diversen Vogelarten etwas zu bieten haben.

1. Dezember 2017 > Die Wasseramsel; ein spezieller Singvogel..

Die Wassseramsel ist der einzige Singvogel der sowohl gut schwimmen, wie auch gut tauchen kann. Der hübsche Vogel mit seinem weissen Brustlatz brütet mitten in der Stadt Thun. Von der Mühlebrücke lässt sich der Vogel während der Brutzeit schwimmend und tauchend bei der Nahrungssuche beobachten. Der feine Gesang ist bereits im Winter zu hören, beginnt er doch als Frühbrüter bereits im Februar mit der ersten Brut. Viel Erfolg bei der Suche; vielleicht sitzt er irgendwo in einer Mauernische und lässt seinen feinen Gesang hören, oder widmet sich, wie mein Fotomodell von gestern, auf einem Stein der Gefiederpflege.

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