28. Januar 2019 > Winter am Strandweg..

Die Winterzeit, die dichte Ufervegetation liegt braun am Boden, ist die Zeit, wo sich auch Teichhühner aus der Deckung wagen. Das Teichhuhn ist trotz dem Namen kein Huhn, sondern gehört zur Familie der Teichrallen, aus der Gattung Rallen. Dieser Altvogel, bereits im Brutkleid, zeigte sich wenig scheu auf seiner Suche nach etwas Fressbarem. Sobald es wieder wärmer wird und die Vegetation zu neuem Leben erwacht, wird sich der Vogel wieder dorthin zurückziehen. 

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10. Januar 2019 > Fotoshooting Erlenzeisig..

Eigentlich war ich am gestrigen grauen Wintertag auf der Suche nach zwei sehr seltenen Wintergästen am See. Die beiden Ohrentaucher hatte ich bereits vor ein paar Tagen, auf der Höhe des Yachtclubs gesehen, aber nur ein paar miserable Belegfotos nach Hause gebracht. Also wollte ich gestern mein Glück erneut versuchen. Gefunden habe ich die beiden Taucher wiederum sehr schnell, aber die Bedingungen waren noch schlechter als beim Yachtclub. Es lohnte sich jedenfalls nicht, die Kamera auszupacken. Na gut, schön dass sie noch da waren, vielleicht ergibt sich ja noch eine weitere Gelegenheit.

Der fotografische Höhepunkt waren dann halt nicht Ohrentaucher, sondern Erlenzeisige, die sich an den Samen zweier Erlen vor dem Campingplatz gütlich taten. Dezember / Januar ist die Zeit wo kleinere und grössere Schwärme dieser zierlichen Vogelart auch im Siedlungsgebiet anzutreffen sind. Diese Gelegenheit liess ich mir nicht entgehen. Allerdings gestaltete sich das Fotoshooting nicht ganz so einfach, wie zuerst gedacht. Erstens waren die Vögel bei der Nahrungssuche dauernd in Bewegung, zweitens flog der Schwarm, aufgeschreckt durch Passanten, immer wieder weg, um nach meist kurzer Zeit die beiden Erlen wieder überfallartig in Besitz zu nehmen. Jedesmal hiess das für mich darauf zu warten, dass sich einzelne Zeisige auch in die unteren Bereiche der Erlen vorwagten, idealerweise möglichst an einem einzelnen Zweig hängend, ohne störendes Astgewirr. Zwei Stunden Fun!

08. Januar 2019 > Der Mauerläufer an der Kirche Meiringen..

Mauerläufer sind im Winter im Tiefland nicht nur an Felswänden anzutreffen. Sie können auch markante Gebäude, z.B. Sandsteinbauten, Brücken und dergleichen nach Fressbarem absuchen. Je  mehr Löcher und Ritzen eine Gebäudefassade aufweist, desto attraktiver kann sie für den Mauerläufer sein. Dort sucht er nach kleinen Insekten wie Spinnen, Weberknechten usw. Wenn das Gebäude dann noch in der Nähe von Felswänden, dem primären Lebensraum des Mauerläufers steht, ist es naheliegend, dass er auch solche Nahrungsgründe aufsucht. Dies ist auch bei der Kirche von Meiringen der Fall, wo die Fotos entstanden sind. Nicht jede Suche nach dem quirligen Fassadenkletterer ist erfolgreich, aber wer Zeit, Geduld und ein bisschen Glück hat, ist die Kirche Meiringen zweifellos ein idealer Beobachtungsort für Interessierte, die diesem wunderschönen Vogel einmal begegnen möchten.

06. Januar 2019 > Der Eisvogel mag kein Eis..

Es beginnen jeweils harte Zeiten für den Eisvogel, wenn eisige Temperaturen die Nahrungsgründe langsam zufrieren lassen. Zum Glück ist es heute wieder etwas wärmer geworden, also noch keine Alarmstufe für das schillernde Juwel!

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1. Januar 2019 > Ein faszinierender Wintergast..

Der Raubwürger ist in der Schweiz leider seit über dreissig Jahren nur noch ein rarer Wintergast. Extensiv bewirtschaftete Flächen, wie die von der Armee genutzte Thuner Allmend, bieten dem Würger offenbar genügend Nahrung um den Winter zu überstehen. Das Gebiet um das Rubiger Hechtenloch scheint den Anforderungen eines Raubwürgers ebenfalls zu genügen. Die Meldung, dass ein Raubwürger dort offenbar sein Winterquartier gefunden habe, hat mich zu einem Ausflug nach Münsingen animiert. Oberhalb des Hechtenlochs, in der Tägermatt trifft der Wanderer auf eine hoch eingezäunte Weide mit ganz speziell imposanten Tieren, einer Herde Bisons. Die Herde gehört zur Stiftung Bächtelen. Ich hatte Glück, musste ich doch nicht lange suchen. Mit dem Fernglas suchte ich den Weidezaun ab und wurde überraschend schnell fündig. Die Westecke der Bisonweide schien mir ein guter Standplatz, dort wollte ich mich installieren. Was sich beim ersten Absuchen noch so einfach gestaltete, war dann aber doch nicht ganz so easy; der Würger hatte sich unsichtbar gemacht. Kommt Zeit, kommt Rat. Das geduldige Warten hat sich aber letztlich gelohnt.

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