29. / 30. Juli 2018 > Surlej - Fuorcla Surlej - Chamanna Coaz - Hotel Roseg - Pontresina..

Im kleinen See auf Fuorcla Surlej spiegeln sich die Bergspitzen der Berninagruppe.. Was für ein Panorama! Die Bergwanderung über Fuorcla Surlej zur SAC Hütte Coaz und dann hinunter ins wildromantische Val Roseg gehört aus meiner Sicht zu den schönsten Bergwanderungen der Schweiz. Der Abstecher zur Hütte Coaz ist ein Muss; der Blick auf den Roseg Gletscher ein eindrückliches Erlebnis! Dann ein Blick zurück ins Tal. Aus dem Gletschersee Lej da Vadret sucht sich der Fluss Ova da Roseg, Adern gleich, im breiten Kiesbett seinen mäandrierenden Weg. Beim Abstieg trifft man auf verschiedenste Lebensräume, mal steinig felsig, abwechselnd mit Trockenrasen, feuchten Senken mit grossen Beständen des grauen Dosts, bis man am Fusse des Stelihangs die Hochmoorflächen am Rande des Gletschersees erreicht.

Meine fotografische Aufmerksamkeit galt beim Abstieg den zahlreichen Schmetterlingen. Insbesondere hielt ich Ausschau nach einem grösseren weissen Schmetterling, dem als gefährdet eingestuften Apollofalter. Ein paar Mal hatte ich das Gefühl, das könnte jetzt einer gewesen sein. Aber kaum entdeckt, entschwanden sie hangaufwärts oder hangabwärts. Der teilweise steile Abstieg war zwar gut begehbar, aber trotzdem nicht eben geeignet, Schmetterlingen hinterher zu rennen. Wie so oft braucht es neben Ausdauer und Schweiss auch eine Portion Glück des Tüchtigen. Da krabbelte doch tatsächlich direkt am Wegrand auf einer Blütendolde des grauen Dosts ein Exemplar des gesuchten Schönlings. Die roten Punkte liessen keine Zweifel aufkommen, das war ein Apollo! Was für ein herrlicher Sommervogel! Schön, dass er sich durch meine Nähe nicht bedrängt fühlte und das ausgiebige Fotoshooting, „ohne mit den Fühlern zu zucken“, über sich ergehen liess. Wow! Erhofft, gesucht, gefunden!

> Link Alpenapollo Wikipedia

6. Juli 2018 > Libellenbestimmung.. Learning by doing..

Libellenfotografie > spannend und herausfordernd. Libellenbestimmung > herausfordernd und spannend. Beides zusammen generiert Freude, macht Spass und motiviert für weitere Exkursionen.

6. Juli 2018 > Der Neuntöter; auch er interessiert sich für Libellen..

Libellen waren das primäre Ziel meines Besuches im Limpachtal. Ich musste nicht lange suchen. Die beiden Prachtlibellenarten und eine geeignete Fotostelle waren schnell gefunden. 

Als sich in den Büschen entlang des Kanals ein heftig warnendes Pärchen Neuntöter bemerkbar machte, lag es auf der Hand, dass ich die Kamera auch mal auf den versteckten Beobachter richtete. Offenbar befand ich mich mitten in ihrem Revier, was die beiden mit lautem Warnen quittierten. Kein Problem. Ich wollte die beiden nicht weiter stören und verschob mich 100m Kanal aufwärts.

 

> Link Neuntöter

> Link Neuntöter Vogelwarte

 

4. Juli 2018 > Von Sümpfen und Mösern..

Wenn ich mich immer im gleichen Habitat bewege, werde ich vermutlich auch immer die gleichen Libellenarten finden. Also nahm ich mir vor, gezielt unterschiedliche Lebensräume aufzusuchen; z.B. mal Bäche und Wiesengräben. Gerhard Bieri, ein ausgewiesener Libellenkenner gab mir den Tipp, versuchs doch mal am Walebach im Gebiet Thierachern - Uetendorf.

Beim Recherchieren im Web bin ich dann auf den Artikel "Von Sümpfen und Mösern" im Internet-Auftritt der Gemeinde Uetendorf gestossen. Es ist eine Schilderung der Geschichte des Limpachtales, eines ehemals idyllischen Naturparadieses in der Region Uetendorf - Uttigen - Kirchdorf - Seftigen. Es ist eine Geschichte die sich in der Schweiz an unzähligen Orten abgespielt hat. Mittels Melioration und Entwässerung im grossen Stil wurde die letzte nasse Senke trocken gelegt. Mehrertrag für die Landwirtschaft war das Ziel, eine Tragödie für die Natur  war die absehbare Konsequenz. Auch das Limpachtal wurde entwässert und ein eingedolter Kanal erstellt. Heute ist man sich der Versäumnisse zwar bewusst und es wird versucht, der Natur wieder etwas zurückzugeben. Dass sich auch kleine Schritte lohnen, zeigen meine Bilder, aber im Vergleich zum ursprünglichen Paradies, ist das nicht mehr als ein Tröpfchen auf einen heissen Stein. Das nahe Gürbetal ist ein besonders krasses Beispiel eines entwässerten, ausgeräumten und damit naturarmen Lebensraumes. Bodenbrüter haben hier keine Chancen auf einen Bruterfolg. Die Feldlerche, als Beispiel, ist verschwunden.

> Link "Von Sümpfen und Mösern"

> Link Libellenschutz.ch > Lebensräume

Limpachkanal mit Blick Richtung Alpen.
Limpachkanal mit Blick Richtung Alpen.

Gebänderte Prachtlibelle Caloptreryx splendens

Blauflügel-Prachtlibelle Calopteryx virgo