27. Juni 2017 > Heute am Wegrand..

Einer der möglichen Wanderwege, die von Heiligenschwendi auf die Blume führen, quert u.a. eine grössere ehemalige Kahlschlagfläche mit niederem, aufgelockertem Bewuchs mit dichter Krautschicht. Auf einer Strecke von ca. 1 km konnte ich entlang des Weges verschiedene Schmetterlingsarten beobachten und einzelne Falter mehr oder weniger gut fotografieren. Während ich bei einigen Arten erkennen konnte, auf welchen Pflanzen sie allenfalls einen Halt machen würden, war das bei einer dunkelbraunen Art überhaupt nicht erkennbar. Mir wurde nicht klar, was sie mit ihren ausgiebigen Suchflügen bezweckten. Ich habe mich deshalb in die Literatur vertieft. Laut Wikipedia sind das offenbar nicht Nahrungsflüge; Männchen suchen in der Krautschicht nach Weibchen und Weibchen legen auf ihren Flügen Eier in die Krautschicht ab.

Eines ist mir zwischenzeitlich klar geworden. Es ist nicht in jedem Fall einfach, die Art und noch schwieriger oder unmöglich die Unterart im Feld zu bestimmen. Eine Erklärung warum die Entomologen mit Keschern (Schmetterlingsnetz) auf Jagd gehen. 

> Schmetterlinge Schweiz und Europa

22. Juni 2017 > Mit offenen Augen und Ohren..

Ich muss gestehen, die Schmetterlingsfotografie hat mich in den letzten Tagen in Bann gezogen. Erstens sind diese nur in intakten Lebensräumen zu finden, zweitens sind sie eine attraktive fotografische Herausforderung und drittens ist meine Primärausrüstung aktuell in Reparatur, resp. im Service, d.h. ich bin mit der "alten" Kamera und dem Reisezoom unterwegs. Die Zeit vergeht bei dieser Beschäftigung jedenfalls im wahrsten Sinn der Worte "im Fluge"!

Zum Glück machen sich die Vögel mit ihren Stimmen  auf sich aufmerksam! Hier zwei Arten die nicht zu überhören sind.

> Link Heckenbraunelle

> Link Berglaubsänger

20. Juni 2017 > Versteckspiel im Asthaufen..

Die Trockenwiesen und Weiden oberhalb Ausserberg waren unser heutiges Exkursionsziel. Trocken waren an diesem Rekordhitzetag nicht nur die Wiesen, sondern auch sehr schnell die Kehle des Fotografen. Es lohnt sich möglichst früh aufzubrechen.

Dieses Männchen der Westlichen Smaragdeidechse hatte sich einen grösseren Asthaufen als Sonnen- und und heute wohl auch als Schattenplatz ausgesucht. Die Echse spielte mit mir Versteckspiel. Sie wollte sich nie in ihrer ganzen Pracht zeigen, verschwand jeweils plötzlich im Astgewirr, um nach einiger Zeit an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Sie hat das Spiel gewonnen; das nächste Mal wünsche ich mir die Schönheit auf einer Steinplatte.. ;-)

> Link Reptilien

> Link Karch

15. Juni 2017 > Vom Aussterben bedrohte Ackerbegleitflora..

Die Veränderungen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen werden im Bericht "Gefährdete Arten der Schweiz" des Bundesamtes für Umwelt BAFU,  als einer der Hauptgründe für den Artenverlust in den vergangenen 100 Jahren aufgeführt. Eine Publikation des BAFU aus dem 2011 bietet Interessierten einen umfassenden Überblick.

> BAFU "Gefährdete Arten der Schweiz"

Zu den stark gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten gehört auch die sogenannte Ackerbegleitflora. Am Rand eines Getredreideackers auf Leuk Brentjong suchte Paul Hürlimann mit seinem "Botanischen Auge" nach solchen Species, um mir diese zu zeigen. Kornblume, Feuerrotes Blutströpfchen, Kornrade und Rundblätteriges Hasenohr sind gemäss Paul typische Vertreter der Ackerbegleitflora. Immer spannend und lehrreich; Paul sei Dank!

14. Juni 2017 > Ohne Wildblumen keine Schmetterlinge..

Die Trockenwiesen und Trockenweiden an den Südhängen des Rhonetales sind mit ihrem Blumen- und Pflanzenreichtum einzigartige Lebensräume für Tierarten, die in Gebieten mit Intensivlandwirtschaft praktisch vollständig verschwunden sind. Dazu gehören auch verschiedenste Schmetterlingsarten, die von Frühling bis Herbst dort zu finden sind. 

> Link Pro Natura Thema Schmetterlinge 

10. Juni 2017 > Ein Prachtstier..

Die Westliche Smaragdeidechse besiedelt die warmen Täler der Alpensüdseite. Dieses prächtige Männchen sonnte sich auf einem Totholzstrunk in einem steilen Abhang. Als Fotomodel wollte sie uns aber nicht recht erfreuen und verzog sich in den Halbschatten. Ein paar Bilder gab es trotzdem. Sie hat mich aber auf den Geschmack gebracht, mich mal nur dieser Eidechse zu widmen.

> Link Reptilien

> Link Karch

Männchen der Westlichen Smaragdeidechse Lötschberg Südrampe 10. Juni 2017
Männchen der Westlichen Smaragdeidechse Lötschberg Südrampe 10. Juni 2017

10. Juni 2017 > Hoch über dem Rhonetal..

Die Weissbart-Grasmücke ist in der Schweiz ein spärlicher Gast und ein extrem seltener Brutvogel. In den letzten Jahren wurden und werden aber immer mehr Beobachtungen gemeldet. Die Art dringt offensichtlich nordwärts in neue Gebiete vor. An den Südhängen des Rhonetales finden sich Lebensräume, die dieser Art zusagen könnten. Wäre eine echte Bereicherung dieser (noch) intakten Naturlandschaft! 

> Link Weissbartgrasmücke

Weissbartgrasmücke Männchen Lötschberg Südrampe 10. Juni 2017
Weissbartgrasmücke Männchen Lötschberg Südrampe 10. Juni 2017

8. Juni 2017 > Heute am Wegrand.. "Kolibrischwärmer"..

Das Taubenschwänzchen, wie dieser Schmetterling aus der Familie der Schwärmer richtig heisst, ist natürlich kein Kolibri. Seine Flugkünste mit rasantem Flügelschlag erlauben ihm - eben wie ein Kolibri - vor den Blüten in der Luft "stehen" zu bleiben um mit seinem langen Rüssel Nektar zu tanken.

Taubenschwänzchen (Macroglossum Stellatarum)
Taubenschwänzchen (Macroglossum Stellatarum)

6. Juni 2017 > Ein seltener Gast am Thunersee..

Birder sind heute sehr gut vernetzt. Beobachtungen seltener Vogelarten werden via App. fast in Echtzeit weiter verbreitet. Als am gestrigen Spätnachmittag die Meldung von Martin Wettstein reinkam, eine Lachseeschwalbe sei im Kanderdelta anwesend, zögerte ich nicht lange.. Herzlichen Dank an Martin!

> Link Lachseeschwalbe

Lachseeschwalbe Kanderdelta Einigen 6. Juni 2017
Lachseeschwalbe Kanderdelta Einigen 6. Juni 2017

1. Juni 2017 > Gesellig, verspielt und neugierig..

Die prächtigste Platanenallee in Thun führt entlang der inneren Aare zu einem Geheimtipp von Thun, zum schönsten Flussbad der Region. Die riesigen Platanen sind an heissen Tagen nicht nur Schattenspender am kühlen Wasser, sie sind auch Brutplatz für verschiedene Vogelarten. In den grösseren Asthöhlen brüten jedes Jahr Gänsesäger und in den Baumkronen haben sich Saatkrähen zu einer Brutkolonie eingenistet. Die Brutsaison ist schon fast vorbei. Nur noch wenige Jungvögel sind in den Nestern auszumachen. Ihre Flugübungen deuten darauf, dass auch sie bald das Nest verlassen werden.

> Link Saatkrähe