31. März 2018 > Ein Tarnungskünstler im Schilf..

Die Rohrdommel ist bei uns nur als regelmässiger Durchzügler und spärlicher Wintergast anzutreffen. Ihr Federkleid lässt sie im Schilfsaum stehend fast unsichtbar werden. Jedenfalls muss man den Schilfgürtel sorgfältig absuchen um diesen seltenen Gast nicht zu übersehen. Die Fotos entstanden aus dem Hide des Pro Natura Zentrums Champ-Pittet am Neuenburgersee.

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28. März 2018 > Gänsesäger auf Nistplatzsuche..

Die prächtigen Platanen der Schwäbisallee sind nicht nur für Saatkrähen interessant. Bei Platanen bilden sich aus Astlöchern mit der Zeit oft grössere Höhlen die auch von Gänsesägern als Brutplatz genutzt werden. Bei meinem täglichen Saatkrähen-Kontrollgang sah ich ein Gänsesägerweibchen in einer solchen Höhle verschwinden. Während das Weibchen die Höhle vermutlich auf Nistplatztauglichkeit inspizierte, wartete das Männchen auf dem Wasser und liess sich von der kurz durch die Wolken leuchtenden Morgensonne wärmen. 

Anmerkung zu den Saatkrähen: Jetzt sind es bereits 33 Saatkrähennester. Interessant war für mich die Beobachtung, dass die Krähen ihre Nester nicht mit vom Boden zusammengesuchten Zweigen bauen, sondern diese aus eigener Kraft mit dem Schnabel abbrechen. 

26. März 2018 > "Uhu machts möglich".. oder etwa doch nicht..?

Da haben sich die Beteiligten im Tiefbauamat der Stadt Thun zu früh gefreut.

Die Saatkrähen sind vom Ausflug zurückgekehrt..

Was vor drei Wochen mit 3 neuen Nestern begann ist in der Zwischenzeit wieder zu einer Kolonie angewachsen. Heute habe ich in der Schwäbisallee 22 halb bis ganz fertige Nester gezählt. Auf einem Baum schätzte ich die Distanz von 2 Nestern zur Uhu-Attrappe auf ca. 3m. 

Fazit: Die Vertreibungsaktion ist gescheitert.

20. März 2018 > Matera, Europas Kulturhauptstadt 2019..

In den Jahren 2013 - 15 durfte ich für Liberty Bird dreimal eine Reise in die Basilikata leiten. Drei unvergessliche Reisen in eine Region Italiens, von der auch bekennende Italienfans im Freundes- und Bekanntenkreis kaum oder noch nie etwas gehört hatten. Man kennt Apulien, man kennt Kalabrien und Sizilien; aber Basilikata he? Basilkata wo?

Unsere ornithologischen Ausflüge starteten wir immer von Matera aus; eine unglaublich faszinierende Stadt, die im Jahr 2019 Kulturhauptstadt werden wird; ein Grund um hier im Blog darauf hinzuweisen. Ein weiterer Grund ist ein Bericht von mir zu Matera und Basilikata, der im 2013 in der Zeitschrift "Ornis" veröffentlicht wurde. Illustriert mit Fotos ist dieser nun unter Trips > Italien zu finden. Liberty Bird führt die empfehlenswerte Reise auch weiterhin im Reiseprogramm. 

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Matera
Matera

14. März 2018 > Die Goldammer trägt ihren Namen zu Recht..

Erst durch den kurzen Warnruf bin ich auf die Ammer aufmerksam geworden. Ton in Ton mit den goldgelben Flechten des Gemeinen Schneeballstrauches sass sie in einer Astgabelung und beobachtete mich aufmerksam. Nach einiger Zeit schien sie zum Schluss gekommen zu sein, dass von mir keine Gefahr zu erwarten war, flog auf den noch mit Schneeflecken bedeckten Boden, um dort nach letztjährigen Sämereien zu suchen. Ein wahrlich goldenes Fotosujet, bei dem sich mein geduldiges Warten ausbezahlt hat.

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> Link Goldammer

12. März 2018 > Die schwarze Fraktion schlägt zurück..

Um es vorweg zu nehmen; eine Saatkrähenkolonie in direkter Nachbarschaft von Wohnhäusern ist sicher nicht jedermanns Sache. Entsprechende Beschwerden und Forderungen sind deshalb bezüglich dieser Vogelart nicht neu und auch in andern Städten ein wiederkehrendes Thema. Für die einen sind diese schwarzen Gesellen ein Ärgernis, andere erfreuen sich an den geselligen Vögeln.

Meine nachfolgenden Zeilen entspringen primär meiner Neugier, wie die Saatkrähen von Thun auf die laufende Vertreibungsaktion reagieren. 

 

Mit verschiedensten Mitteln, Tricks und Erfahrungs-Tipps wird aktuell von Behördenseite versucht, die Saatkrähenkolonien aus den Quartieren Thuns zu vertreiben. Das Vertreibungsprogramm beinhaltet Aktionen wie den Einsatz eines Falkners, dem Entfernen der bestehenden Nester inkl. Rückschnitt idealer Nestbau-Astgabelungen und als krönende Aktion, die Montage von Uhu-Atrappen auf jedem bekannten Nistbaum. Jede dieser Attrappen ist zudem mit einem Zugmechanismus versehen, mit dem Passanten, so auch Kinder, die Flügel der Uhus in Bewegung setzen können... 

 

Nach der Montage der Uhu-Attrappen musste ich bei meinen Kontrollgängen zu Kenntnis nehmen, dass die Vertreibung wohl gelungen ist. Wohl waren in den betroffenen Quartieren noch einzelne Saatkähen zu beobachten, aber die Bäume mit den Uhu-Attrappen wurden gemieden und Nestbauaktivitäten konnte ich auch keine feststellen. 

 

 

"Kommt Zeit kommt Rat und dann die Tat!" Ja, die Krähen scheinen sich Zeit genommen zu haben. Zeit um genau zu beobachten und zu testen, ob diese Uhus, die ausser gelegentlichem Flügelschlagen, immer nur still auf ihrer Warte sitzen, tatsächlich eine echte Gefahr darstellen. Und die unten eingestellten Bilder zeigen es, sie sind zum Schluss gekommen, dass dem nicht so ist und schritten zur Tat. Aktuell sind in der Platanenallee im Schwäbis 2-3 Paare eifrig mit Nistbau beschäftigt und mein erweiterter Kontrollgang in andere Quartiere zeigte das gleiche Bild; auch dort sind wenige Paare mit Nestbau beschäftigt. David gegen Goliath? Fortsetzung folgt..

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8. März 2018 > Waldohreulen überwintern in Wohnquartieren..

Waldohreulen sind bekannt dafür, dass sie, oft über Jahre, sehr ortstreu im gleichen Quartier und in den gleichen Bäumen ihren Wintertagesstand beziehen. Dies trifft auch auf die beiden abgebildeten Waldohreulen zu. Als Tageseinstand dienen ihnen sowohl Birken, wo sie auch gut zu sehen sind, wie auch dichte Nadelbäume in denen sie, gut versteckt den Tag verbringen können. Nur frische Kotflecken unter dem Baum verraten dann den heimlichen Tagesgast.

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8. März 2018 > Haussperlinge, ein interessantes Völkchen..

Vermutlich habe ich die letzte Gelegenheit wahrgenommen, die treuesten Futterstellenbesucher bei winterlichen Verhältnissen abzulichten; der Frühling scheint sich immer mehr durchzusetzen. 

1. März 2018 > Vögel an der Futterstelle..

Vergangene Nacht hat es geschneit; der Garten ist wieder weiss überzuckert. Amseln gehören zu den Stammgästen meiner Futterstelle. Bereits hört man einzelne Amselmännchen singen und einige zeigen schon ein aktives Revierverhalten. Vielleicht gelingen mir heute ein paar Fotos von Amselmännchen im Schnee. Attraktiv wären Szenen mit sich jagenden Männchen. Vorerst aber ein paar Fotos rund um die Futterstelle aus den letzten Tagen.