29. Mai 2017 > Flugkünstler über dem Teich..

Das Schulreservat "Gwattmösli" von Pro Natura grenzt direkt an eine Gewerbezone. Als sogenannt "wertloses Land" wurde das Feuchtgebiet in den 80-iger Jahren als Gewerbezone zur Überbauung freigegeben. Es galt zu retten, was zu retten war. Ein bescheidener Rest konnte glücklicherweise als Schutzgebiet erhalten werden.

Die Tümpel und Teiche sind für mich ideale Orte, um sich in der Libellen-Fotografie zu versuchen. Die Flugkünstler machen es dem Fotografen allerdings nicht leicht bei diesem Unterfangen. Insbesondere die Grosslibellen sind, je nach Art nicht einfach abzulichten. Aber die Herausforderung macht Spass!

> Link zu Libellenfotos als Bestimmungshilfe

> Link Libellen

Männchen der Keilfleck-Mosaikjungfer Gwattmösli Thun Switzerland Mai 2017
Männchen der Keilfleck-Mosaikjungfer Gwattmösli Thun Switzerland Mai 2017

27. Mai 2017 > Stress auf der Insel..

Das Kanderdelta beherbergt zwei seltene Brutvogelarten. Flussregenpfeifer und Flussuferläufer sind Arten, die auf der Roten Liste geführt werden. Während der Flussuferläufer sein Nest gut versteckt in der Krautschicht des Uferbereichs oder auf Inseln anlegt, vertraut der Flussregenpfeifer darauf, dass sein Gelege, bestehend aus vier Eiern, im Kies gut genug getarnt ist, um nicht entdeckt zu werden.

Das birgt Risiko. Sobald im Frühling die Temperatur sommerliche Werte erreicht, wird das Delta auch für Freizeitkapitäne und Badelustige attraktiv. Für den Flussregenpfeifer bedeutet das an solchen Tagen Stress pur. Es hilft ihm auch nicht viel, dass er seine Nestmulde innerhalb des Schutzgebietes angelegt hat. Nicht alle Besucher halten sich an die Schutzbestimmungen und gefährden mit ihrem Eindringen in den Schutzperimeter die Brut. Eine weitere Gefahr sind jeweils die im Juni auftretenden Gewitter, die die Kander innert kurzer Zeit so anschwellen lassen, dass das Hochwasser das Gelege fortschwemmt.

Er hat es nicht leicht, der kleine Regenpfeifer!

> Link Flussregenpfeifer

Brütender Flussregenpfeifer Kanderdelta Switzerland Mai 2017
Brütender Flussregenpfeifer Kanderdelta Switzerland Mai 2017

25. Mai 2017 > Spuren im Bergwald > Selten und höchst gefährdet..

Hasel- und Auerhuhn bevorzugen einen sehr ähnlichen Lebensraum, wobei das Auerhuhn noch höhere Ansprüche an seine Umgebung stellt. Beide Arten sind äusserst scheu und störungsempfindlich. Sichtbeobachtungen beschränken sich deshalb meistens auf überraschend auf- und wegfliegende Vögel.

Das Auerhuhn ist eine stark vom Rückgang betroffene und in seinem Bestand stark gefährdete Art. In den letzten Jahren wurde deshalb viel zum Schutz dieser Art unternommen, sei es mit gezielter Waldbewirtschaftung zu Gunsten der Hühner, oder der Schaffung von Schutzgebieten usw. Dazu wurde von den involvierten Fachstellen der Aktionsplan Auerhuhn geschaffen.

> Link Aktionsplan Auerhuhn

Auerhuhnschutzgebiete sind oft jahreszeitlich beschränkt begehbar, wobei Kernzonen meistens mit einem ganzjährigen Betretungsverbot belegt sind. Die Anwesenheit des Auerhuhns lässt sich in möglichen Lebensräumen ausserhalb von Schutzgebieten, anhand von Kot- und Federfunden, oder Spuren im Schnee feststellen. Die Nachweise die wir gefunden haben, stammen aus einem Gebiet, das nicht als Schutzgebiet ausgeschieden ist und von Wanderwegen und Schneeschuhtrails durchquert wird. Erfreulich, dass sich die Art dort offenbar halten kann. 

 

Im Winter ernähren sich Auerhühner fast nur von Fichten- und Kiefernnadeln und entsprechend hölzig sieht die Losung aus. Solche Ansammlungen von Losung finden sich vor allem unter Schlafbäumen.

Im Frühling wird der Speisezettel dann wieder wesentlich vielfältiger. Interessant sind auf Bild 2 und 3 die weissen Einschlüsse im Kot. Sie stammen von Blüten des Wollgrases.

21. Mai 2017 > Spuren im Bergwald > Wer war denn das..?

Flecken mit Restschnee in schattigen Mulden verraten oft, wer ausser uns auch noch in diesem Gebiet unterwegs war. Die Tiere hinterlassen mit ihren Trittsiegeln im Schnee unbewusst ihre Visitenkarte. Man bleibt unweigerlich stehen und versucht zu analysieren, wer hier durchgelaufen ist, was sich möglicherweise abgespielt hat. Man verfolgt die Spur vielleicht bis zum Punkt wo sie auf dem Waldboden wieder unsichtbar wird. Spannend allemal, für Erwachsene und für Kinder!

Hochspannend wurde es auf dieser Exkursion, als Paul und ich auf eine Spur stiessen, die für uns neu und unbekannt war. Wow! Was ist denn das? Wer war denn da der Spurenleger? Wenn man etwas (noch) nicht kennt, ist das Ausschlussverfahren eine gute Methode. Was kommt aus welchen Gründen nicht in Frage? Letztlich kamen Paul und ich auf das gleiche Ergebnis. Das muss die Spur eines Luchses sein!?

Zuhause entschloss ich mich, der Fachstelle KORA unsere Beobachtung zu melden (inkl. Beilage von Bild 1 und 3)

> Link KORA Raubtierökologie und Wildtiermanagement

> Link zu Merkblatt Luchsspur

F. Kunz von der KORA konnte - für mich verständlich - anhand der beiden Bilder keine klare Bestimmung vornehmen. Die Trittsiegel waren zum Teil durch Abschmelzung leider nicht mehr ganz deutlich in den Konturen vorhanden. Im Nachhinein hätte ich jedes einzelne Trittsiegel fotografieren sollen. Die Aufnahmen können unsere Eindrücke vor Ort aber ohnehin nicht vollwertig ersetzen. 

 

Unsere Analyse

1. Die Spur verlief auf der ganzen Länge in einer geraden Linie. Es sind, wie Bild 1 zeigt, auf der ganzen Länge nur "Löcher" zu sehen. Das bestätigt, die in der Fachliteratur gefundenen Bestimmungsmerkmale zum Verlauf einer Luchsspur..

Der Luchs setzt beim Laufen mit der Hinterpfote fast am gleichen Ort auf, wie kurz vorher die Vorderpfote. Das heisst, die Trittsiegel von Vorder- und Hinterpfote überlagern sich.

Hundespuren verlaufen anders. Hunde laufen meistens zick-zack, schnuppern links, schnuppern rechts, laufen vor und wieder zurück. Dies ergibt ein ganz anderes Bild der Spur.

2. Bei keinem der Trittsiegel liessen sich Abdrücke von Krallen finden. Dies haben wir vor Ort bei allen Trittsiegeln festgestellt. Auch dies ein Bestimmungsmerkmal der Fachliteratur.

Luchse ziehen ihre Krallen ein. Hunde und Füchse können das nicht; deren Krallen sind deshalb im Trittsiegel sichtbar.

3. Die Trittsiegel zeigten alle eine oval-rundliche Form. 

Dies entspricht den gefundenen Angaben im Internet zur Grösse der Trittsiegel. eines Luchses. 

4. Bei einzelnen Trittsiegeln liess sich eine asymmetrische Anordnung der Zehen erkennen. Siehe Bild 4

Die nicht parallele Anordnung der Zehenballen ist laut Fachliteratur ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu Hund und Fuchs.

21. Mai 2017 Spuren im Bergwald > Ringelbäume..

Dem aufmerksamen Beobachter sind vielleicht schon solche Ringe an Fichten und Föhren, insbesondere im Bergwald, aufgefallen. Oft sieht man Bäume, die fast über die ganze Stammhöhe Ringelnarben aufweisen. Selbst am rindenlosen Totholz bleiben die hervorstehenden Narben bis zum Zerfall des Baumes sichtbar.

Wer die Antwort (noch) nicht kennt wird sich fragen, wie kommt denn das? Wie entstehen diese Ringe? Wer steckt da dahinter? Wer ist der Täter? Eines will ich verraten, der Förster war es nicht! Also, es darf gerätselt werden..

> Link zur Auflösung 

18. Mai 2017 > Unser kleinstes Vögelchen..

Während ich darauf wartete, bis sich das prächtig gefärbte Männchen der Mauereidechse wieder auf dem Stamm einer umgekippten Föhre sonnen würde, suchte ein Pärchen Wintergoldhähnchen die umliegenden Fichten nach Nahrung ab. Was lag näher, als die Kamera mal nach oben zu schwenken um ein paar Fotos von diesem lebhaften, 4 - 8 Gramm leichten Winzling zu schiessen. 

> Link Wintergoldhähnchen

Wintergoldhähnchen Einigen Mai 2017
Wintergoldhähnchen Einigen Mai 2017

17. Mai 2017 > Eidechsen zum Dritten..

Das war eine richtige Eidechsenwoche. Interessant, spannend und lehrreich! Nach den Mauereidechsen wollte ich unbedingt mal eine Waldeidechse finden. "Wer sucht, der findet.." ist ein Spruch, der nicht immer sofort in Erfüllung geht. Jedenfalls wurde meine Suche in möglichen Habitaten nicht belohnt. Einen Tag später war ich in einem Hochmoor unterwegs und machte an einer überschwemmten Moorsenke halt um zu schauen, ob sich irgendwas entdecken liesse. Da floh plötzlich vor meinen Füssen eine kleine Eidechse in eine nahe Wasserrinne und verschwand unter Wasser im Gewirr abgestorbener Halme; nur der Schwanz ragte noch hervor. Nach 2 - 3 Minuten hat sie sich dann gedreht, streckte den Kopf aus dem Wasser, wohl um zu kontrollieren, ob der gefährliche Zweibeiner verschwunden sei. Ich war mir sicher, das konnte nur eine Waldeidechse (Mooreidechse) sein. Ich machte ein paar Fotos aus der Distanz und liess sie in Ruhe.

Waldeidechse Zootoca vivipara; Habkern Mai 2017
Waldeidechse Zootoca vivipara; Habkern Mai 2017

17. Mai 2017 > Eidechsen zum Zweiten..

Mauereidechsen können laut Literatur verschiedenste Farbzeichnungen sowohl auf dem Rücken, wie auf der Unterseite aufweisen. Das kann bei der Bestimmung des einzelnen Tieres, etwas verwirrend sein. In der Schweiz gibt es 4 Arten, die zu den echten Eidechsen gehören. Dies sind Mauereidechse, Zauneidechse, Waldeidechse und die westliche Smaragdeidechse. Bei einer meiner Aufnahmen war ich nicht sicher, ob es sich bei dem Tier möglicherweise um eine Waldeidechse handeln könnte? Ich habe deshalb die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz der Schweiz "karch" kontaktiert.

 

Hier die interessanten Infos die ich von Andreas Meyer, der zuständigen Fachperson der Kordinationsstelle erhalten habe.

 

< Es handelt sich bei allen Tieren um Mauereidechsen (Podarcis muralis), auf den ersten beiden Bildern um Männchen, auf dem dritten um ein Weibchen. Es dürfte sich um Tiere aus Mittelitalien oder allenfalls Hybriden mit heimischen Mauereidechsen handeln, wie die grünliche Rückenfärbung der Männchen vermuten lässt. Es wurden (und werden) via Lötschberglinie wohl immer wieder Mauereidechsen aus Italien in die Region Thun verschleppt, und vielerorts können sich die Tiere halten, und in den letzten Jahren sogar enorm ausbreiten. >

 

Wer mehr über diese interessanten Tieren wissen möchte, findet unter der Webadresse der Koordinationsstelle umfassende Infos zu den Amphibien und Reptilien der Schweiz.

> Link karch

> Link Reptilien

Männchen der Mauereidechse; Einigen Mai 2017 Switzerland
Männchen der Mauereidechse; Einigen Mai 2017 Switzerland

15. Mai 2017 > Eidechsen fotografieren macht Spass..!

Mauereidechsen sind recht zutrauliche Tiere. Flink verschwinden sie zwar in der nächsten Deckung, sobald man sich ihnen zu stark nähert. Meistens tauchen sie aber nach kurzer Zeit an einer anderen Stelle wieder auf, um die Situation zu begutachten. Wenn man mal ruhig stehen bleibt, lassen sich die Tiere bei ihren Aktivitäten sehr schön beobachten. Auch ich bin immer wieder fasziniert von diesen urtümlichen Tieren. Wenn mir - wie vergangene Woche - ein besonders schön gefärbtes Exemplar über den Weg läuft, kann ich der Versuchung nicht widerstehen, ein paar Aufnahmen zu machen. Die Tiere sind auch für Anfänger geeignete fotografische Uebungsobjekte! Man hat Zeit für Kameraeinstellungen, für die Bildkontrolle, hat Möglichkeiten verschiedene Einstellungen auszuprobieren, die Resultate zu vergleichen usw. Versuchen sie doch auch einmal! 

 

Männchen der Mauereidechse; Einigen Mai 2017 Switzerland
Männchen der Mauereidechse; Einigen Mai 2017 Switzerland

10. Mai 2017 > Sommergast in der Weissenau..

Die Weissenau ist ein Naturschutzgebiet am oberen Ende des Thunersees. Schilfflächen, Riedwiesen, Auenwälder und Hecken prägen das Bild. Die Bucht ist u.a. Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz für Wasservögel. Es gibt immer wieder einzelne Wintergäste, die bei uns übersommern. Dies ist bei einem Rothalstaucher der Fall. Der Vogel ist seit mehreren Jahren Sommergast auf dem Brienzer- und Thunersee. An diesem Tag zeigte er sich für kurze Zeit im Gegenlicht in der Lagune; Gelegenheit für ein paar Aufnahmen.

 

 

Im Brutkleid lässt sich der Rothalstaucher mit seinem rotbraunen Hals und dem schwarzen Schnabel mit dem gelben "Mundwinkel" gut vom heimischen Haubentaucher unterscheiden. Im Schlichtkleid ist es dann nicht mehr so einfach.

> Link Lappentaucher 

8. Mai 2017 > 4 Baumfalken und 1 Rotfussfalke auf Insektenjagd..

Auch heute waren vor dem Bonstettenpark wieder mindestens 4 Baumfalken auf Eintagsfliegenjagd. Darunter erfreulicherweise auch 1 Rotfussfalken Männchen. Plus Purpurreiher und Seidenreiher.

Die grosse Distanz und die schlechten Lichtverhältnisse verunmöglichten leider bessere Aufnahmen. 

Belegaufnahmen Rotfussfalke Männchen 8. Mai 2017 Gwatt Switzerland
Belegaufnahmen Rotfussfalke Männchen 8. Mai 2017 Gwatt Switzerland

8. Mai 2017 > Wer liest schon gerne Gebrauchsanleitungen?

Girlitz; Gwatt April 2017 Switzerland
Girlitz; Gwatt April 2017 Switzerland

Meine allererste Kamera - kann mich nicht mehr erinnern was für eine Marke es war - kaufte ich mir in meiner Jugendzeit. Ich wollte unbedingt Vögel fotografieren. Auspacken, Film einlegen und ab auf die Objektsuche, nichts konnte mich halten, auch nicht eine banale Gebrauchsanleitung! 

Der erste Dia-Film war schnell belichtet. Ich hatte aber noch einen zweiten Film mit dabei. Also versuchte ich mit dem Drehknopf den belichteten Film wieder in die Filmrolle zurück zu spulen. Gedacht, getan, aber der Drehknopf zeigte sich sich nicht sehr drehfreudig. Was für ein Murks fragte ich mich und verstärkte meine Drehbewegung. Und siehe da, es ging vorwärts, wenn auch harzig. Ein ruckartiges Nachlassen des Widerstandes zeigte mir an, dass das Filmende wohl dort angekommen war, wo es hin sollte. Also Deckel auf und was sah ich da? Der Film war tatsächlich in der Spule verschwunden, aber mein Kraftakt hatte beidseitig die ganze Perforierung ausgerissen; kleine Filmkonfettis fielen auf den Boden...

Ich habe den Film dann trotzdem zu Kodak geschickt und ihn auch entwickelt, aber verständlicherweise ohne Dia-Rähmchen zurückerhalten. Die ersten Aufnahmen zeigten das Nest eines Girlitzpaares auf Nachbars Apfelbaum. 

> Link Girlitz

4. Mai 2017 > Hochzeitsflug der Eintagsfliegen..

Zu Tausenden sieht man in diesen Tagen Subimagos der Eintagsfliegen aus dem See aufsteigen. Diese Hochzeitsflüge der Eintagsfliegen zieht jedes Jahr auch Baumfalken an, die im Flug Jagd auf die Insekten machen. Der Tisch ist reich gedeckt.

Am 4. Mai waren bei regnerischem Wetter bis 6 Baumfalken vor dem Bonstettenpark bei ihren akrobatischen Flügen zu beobachten. Wäre schön, wenn sich in den nächsten Tagen auch noch ein, oder wie auch schon, mehrere Rotfussfalken auf ihrem Durchzug unter die Insektenjäger mischen würden.

> Link Baumfalke

4. Mai 2017 > Ein Leben voller Dornen..

Die Dorngrasmücke, ebenfalls eine Art deren Rückgang primär auf den Verlust des Lebensraumes zurückzuführen ist.

> Link Dorngrasmücke

Aufnahme 30. April 2017 Felder Witzwil
Aufnahme 30. April 2017 Felder Witzwil

4. Mai 2017 > Nicht zu überhören, nicht zu übersehen..

Drei Arten der Roten Liste am gleichen Ort. Braunkehlchen in den Rapsfeldern auf dem Durchzug, Dorngrasmücke und Grauammer in einer schmalen Brache entlang eines Flurweges.  Die wenigen letztjährigen Kardengruppen und die solitären Büsche der Hundsrose sind wie Oasen in einer naturfernen Umgebung. Dazu im Dornengewirr der singende Feldschwirl. Ringsum nur riesige Felder, Monokulturen verschiedenster Art. Das Missverhältnis Natur - Intensivlandwirtschaft ist erdrückend.

> Link Grauammer

Aufnahme 30. April 2017 Felder Witzwil
Aufnahme 30. April 2017 Felder Witzwil

2. Mai 2017 > Der Film "Vogelschau" im neuen Besucherzentrum der Vogelwarte

Wer schon mal im neuen Besucherzentrum der Vogelwarte war, hat sich den Film von Marc Tschudin bestimmt nicht entgehen lassen. Ein wunderbarer Film, der aus meiner Sicht in jeder Beziehung gelungen ist, Gross und Klein fasziniert und begeistert. Der Film allein ist eine Reise nach Sempach wert!

Ein Vogel der im Film seine Triller zum Besten gibt, ist der Flussuferläufer. Wie (zu) viele, ebenfalls eine Art der Roten Liste. In den Jahren 2003 - 2006 wurde der Brutbestand auf ca. 75 - 120 Paare geschätzt.

Erfreulicherweise ist er bei uns im Berner Oberland an einigen Stellen noch als Brutvogel anwesend. Warum ich das erwähne? Ein kleines "Geheimnis" sei an dieser Stelle verraten. Der trillernde Flussuferläufer im Film ist nicht - wie aus den Begleitbildern vermutet werden könnte - ein Vogel der Rheinauen, sondern ein Vogel des Berner Oberlands.

Marc Tschudin hat mich im Frühling 2014 bezüglich Sperlingskauzaufnahmen kontaktiert. Ich hatte dann die einmalige Gelegenheit den professionellen Filmer  einen Tag lang bei den Filmaufnahmen zu begleiten. Das Sperlingskauz - Shooting ist dann leider dem Wetter zum Opfer gefallen. Plan B mit dem Flussuferläufer hat dann aber - wie der Film beweist - erfreulich hingehauen. Auch wenn sich nichts erzwingen lässt, ist mir damals doch ein Stein vom Herzen gefallen.

> Link Flussuferläufer

Aufnahme vom 27. April 2017 / Berner Oberland
Aufnahme vom 27. April 2017 / Berner Oberland