27. Oktober 2017 > Botanikperlen der Schweiz 2017; Paul Hürlimann

Bei der Pflanze im Bild unten handelt es sich um den Ysopblätterigen Weiderich / Lythrum hyssopifolia. Die Toprarität hat Paul dieses Jahr auf der Thuner Allmend gefunden und fotografiert. Es ist eine der Botanikperlen die Paul, zum Teil nach jahrelangem Suchen, im 2017 in der Schweiz gefunden hat. Die meisten der abgebildeten Arten sind selten, einige davon nur von 2-3 Standorten bekannt. Für den angefressenen Botanik Fan muss die Liste beeindruckend sein. Paul könnte sich vorstellen, dass noch andere Pflanzen Freaks solche Jahreslisten führen würden. Feedbacks über diese Seite werde ich gerne an Paul weiterleiten. > Link Botanikperlen der Schweiz 2017

26. Oktober 2017 > Flora der Insel Elba im Herbst 2017

Paul Hürlimann zieht es auf die Inseln. Nach Kreta im Vorfrühling, war nun im Herbst die Insel Elba das botanische Ziel. Die hier vorgestellte Auslese ist wiederum von hoher Qualität und für Botanikinteressierte vielleicht der Anstoss, selber mal die Flora von Elba zu erkunden. 

 

 

 

> Link Elba Herbst 2017

23. Oktober 2017 > Schwarzstörche auf dem Weg ins Winterquartier..

Nachlese aus den Herbstferien in Andalusien.

Während ich voller Begeisterung Gänsegeieraufnahmen mache, mischen hoch über mir plötzlich Schwarzstörche den Geier-Hype auf. Ein beglückender Anblick! Sechsundzwanzig Schwarzstörche in einer Gruppe! Sie kreisen kurz über meinem Standort, bevor sie Richtung Tarifa abfliegen.

Wo sie wohl überwintern werden? Wieviele kehren im Frühling zurück?

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild aus Wikipedia zeigt die Zugrouten und Ueberwinterungsgebiete des Schwarzstorches. Während die Westzieher primär über die Meerenge von Gibraltar ihr Ueberwinterungsgebiet in Westafrika erreichen, überqueren die Ostzieher den Bosporus, um den Küsten der Türkei und Libanons zu folgen, die Sinaihalbinsel zu queren, um dem Afrikanischen Graben folgend Ost- und Zentralafrikanische Gebiete zu erreichen. 

15. Oktober 2017 > Besuch bei den Alpenschneehühnern..

3. - 10. Oktober 2017 > Meeres- und Strandvögel vor Conil de La Frontera..

Unsere Zugvögel haben einen zwingenderen Grund im Herbst südwärts zu ziehen. Wir hatten das gleiche Ziel, aber basierend auf dem Wunsch, in Südspanien noch etwas den Sommer zu verlängern. Conil de la Frontera, ein weisses schmuckes Städtchen zwischen Tarifa und Cadiz war unser Stützpunkt. Familienferien sind jeweils Mixt-Ferien, aber Andalusien ohne Birdwatching ist für mich definitiv nicht denkbar. Weniger ist aber oft mehr, also habe ich mich Zuhause auf ein Projekt besonders vorbereitet: Gänsegeier!

Die Felsen der Cueva del Moro, westlich von Tarifa an der Küste gelegen, sind Brutplatz einer Gänsegeierkolonie. Diese imposanten Vögel, mit einer Flügelspannweite von 2.70 m halbe Segelflugzeuge, standen also zuoberst auf meiner Wunschliste. Und was mir dort geboten wurde, war mehr als ich mir erhofft hatte; eine beeindruckende Flugschau!

Der kilometerlange Sandstrand vor Conil de la Frontera lädt nicht nur zum Baden ein. Mit Badehose, Fernglas, schwerem Fotorucksack und Stativ entspreche ich allerdings nicht ganz dem durchschnittlichen Strandwanderer. Aber die Möglichkeit, vielleicht Korallenmöwen vor die Linse zu bekommen, lassen kein anderes Outfit zu..

Die Rohmarschen und das angrenzende Weide- und Ackerland nordöstlich von Conil de La Frostera sind während den Zugszeiten interessante Beobachtungsgebiete. Stellvertretend je zwei Fotos von Schwarzkehlchen und Zistensänger.

14. Oktober 2017 > Geierland Andalusien..

Während die Zugvögel Richtung Süden ziehen, bereiten sich Arten wie das Alpenschneehuhn auf den harten Winter vor. Dazu gehört auch der Wechsel vom bräunlich gesprenkelten Tarnkleid des Sommers zum weissen Winterkleid. Gemäss Prognosen der Wissenschafter wird der Klimawandel die Nullgradgrenze weiter nach oben verschieben. Man rechnet damit, dass dies auch massiv negative Auswirkungen auf den Bestand des Alpenschneehuhns haben wird. 

Ein Besuch der Schneehühner des Hohgantgebietes gehört auch deshalb bei uns zur Liste der traditionellen Herbstwanderungen. Der gestrige Tag war in jeder Hinsicht ein kaum zu übertreffender Traumwandertag. Logisch, dass man an solchen Tagen nicht alleine unterwegs ist! Ich war deshalb gespannt, ob sich die Schneehühner dem Trubel entzogen hätten und war dann doch überrascht, sie im gleichen Gebiet wie immer anzutreffen. Ich suchte eine Sitz- und Tarngelegenheit mit dem Licht im Rücken und verfolgte vorerst mit dem Fernglas die Aktivitäten der Vögel. Ganz offensichtlich liessen sie sich vom regen Wanderbetrieb nicht gross stören. Zu Fuss stellten sie jeweils die für sie akzeptable Fluchtdistanz wieder her, um sich wieder der Nahrungssuche zuzuwenden. Mich hatten sie vermutlich auch immer im Augenwinkel, aber mit dem Einsatz des 2-fach Konverters hatte ich genug Brennweite um die faszinierenden Vögel ohne zu stören fotografieren zu können.