Willkommen auf meinem News - Blog..

07. Juli 2022 > Fotoshooting am Vogelbad..

Markus Mosimann hat mich mit seinen Fotos inspiriert und animiert, wieder mal den Bremgartenfriedhof in Bern aufzusuchen. Ein kleiner rechteckiger Brunnen aus Naturstein, gedacht als Vogelbad, war das Ziel. Ein Fotoshooting der bequemen Art war geplant, Stühle und Bänke hat es ja genug in dieser Stadtoase. Ich hatte allerdings keine Ahnung in welcher Ecke des Friedhofs ich den Brunnen suchen musste. Nicht ganz einfach bei der Grösse dieser Anlage. Zuerst mal gerade aus, dann schon die zweite Entscheidung, links oder rechts abbiegen, oder mal hinter dieser Hecke schauen? Ich durchstreifte das Friedhofgelände mehrmals in alle Richtungen; der Friedhof verwandelte sich langsam in einen Irrgarten. Nach einer halben Stunde entscheid ich mich, nicht mehr den Brunnen zu suchen, sondern schaute mich nach einem Friedhofangestellten um. Ein guter Entscheid, ein glückliches Ende. Ein sehr hilfsbereiter Friedhofgärtner führte mich zielgenau hinter die nächstliegende Hecke und da lag er vor mir, der verwunschene Vogelbadbrunnen.  

26. Juni 2022 > Der Fel (s) herr..

Die Warnrufe sind trotz dem gurgelnden Rauschen des Bergbachs gut hörbar. Ich schaue mich um, suche mit dem Ferngals die umliegenden Felsblöcke ab und da sitzt er, der hübsche Steinschmätzer in seinem gräulichen Prachtkleid. Seine aufgeregtes Warnen gilt einerseits mir als Störefried und vermutlich auch dem brütenden Weibchen in seinem gut versteckten Nest. Ich gehe auf dem Wanderweg weiter, die Aufregung wird aber nicht kleiner, vermutlich bin ich nah am Neststandort. Ein paar Fotos muss mir das Vögelchen doch noch zugestehen, dann gehe ich weiter. 

> Link Steinschmätzer

> Link Steinschmätzer Vogelwarte

> Link Steinschmätzer Wikipedia

26. Juni 2022 > Verletzlich..

Auf der Roten Liste wird das Braunkehlchen als verletzlich geführt, die Gründe sind bekannt. Auf meiner Wanderung in einem Seitental des Wallis konnte ich 5 Sänger auf einer Strecke von ca. 2 Kilometern beobachten. Eine äusserst erfreuliche Begegnung.

> Link Braunkehlchen

> Link Braunkehlchen Vogelwarte 

> Link Artenförderungsprogramm Braunkehlchen Birdlife Schweiz

15. Juni 2022 > Flügel, Schwingen, Feder..

Fliegen können, fliegen wie ein Vogel, ein Wunsch der tief in die Geschichte der Menschheit zurückreicht.

Die jahrhundertalte Faszination des Menschen für Vögel, hat vermutlich einen emotionalen Bezug zum Vogelflug. Fliegen wohin der Vogel will, über Grenzen, über Berge, über Meere, scheinbar ohne jegliches Hindernis. 

Mit dem Urvogel Archaeopteryx begann vor ca. 150 Mio Jahren die Geschichte des Vogelfluges, die Geschichte von "Flügel, Schwingen, Feder".

Erst Ende des 19. Jahrhunderts, gelangen Otto von Lilienthal, als erstem Menschen, mit Hilfe von nachgebauten "Vogelflügeln" vogelähnliche Gleitflüge. Die Zeichnung mit dem Beschrieb des Vogelflugs stammt aus den Studien von Lilienthal. 

Nachfolgend zwei Links die Spannung, Wissen und Unterhaltung versprechen..:-) 

Link Archaeopteryx Wikipedia

Link Otto von Lilienthal Wikipedia

Link Silberreiher

Der Silberreiher flog so tief, dass etwas unkonventionelle Nahaufnahmen entstanden, die aber sehr schön die grazile Architektur und feine Struktur des Vogelflügels zeigen. 

10. Juni 2022 > Sie glänzen mit Farbe und sind am blauen Himmel trotzdem schlecht zu orten..

Mittagszeit, die Sonne steht hoch und wirft gleissendes Licht auf alle reflektierenden Flächen. Da wird selbst ein dunkler Schnabel eines Bienenfressers zum Reflektor. Nicht ideal, aber was solls, ein Versuch ist es allemal wert und schliesslich bin ich ja auch wegen diesen fliegenden Farbtupfer ins Wallis gefahren. Es sind weniger Vögel als in früheren Jahren und die Brutwand scheint mir nicht optimal unterhalten zu werden.

Die Suche nach den richtigen Kameraeinstelleungen im Feld, finden ihre Fortsetzung bei der Fotobearbeitung. Da kratzt man sich ab und zu am Kopf. Der Bienenfresser auf der Aufnahme unten macht es vor. :-)

> Link Bienenfresser

Bienenfresser Leukerfeld 10. Juni 2022
Bienenfresser Leukerfeld 10. Juni 2022

10. Juni 2022 > Mit einer "Kanone" auf "Spatzen" schiessen..

In einem Artikel eines amerikanischen Fotografen, mit Tipps zur Naturfotografie, empfahl dieser, immer nur mit einer Kamera und einem Objektiv auf Fotopirsch zu gehen!? Dabei gehe er immer davon aus, dass er etwas Bestimmtes fotografieren wolle; z.B. Kakteen in der Wüste Arizonas. Warum denn nur mit einem Objektiv? Seine Meinung: Erstens würden viele Fotografen unnötig Gewicht mit sich rumschleppen, zweitens würde die Wahl des Objektives und der Objektivwechsel vom Wesentlichen, dem Fotografieren ablenken und drittens verhindere das kreative Experimente, z.B. mit einem Makroobjektiv Vögel im Flug zu fotografieren.

Mich haben seine Argumente überzeugt. Die drei Aufnahmen der beiden Schwärmer, dem Taubenschwänzchen und dem Linienschwärmer, sind mit einer Canon r5C und dem Canon EF 400 mm 2.8 IS USM III Objektiv mit montiertem 2-fach Konverter entstanden, also mit einer Brennweite von 800 mm oder einer 16-fachen Vergrösserung. Eigentlich schon bereit um allfällig auftauchende Bienenfresser im Flug zu fotografieren. Sollte mich jemand in Turtmann dabei beobachtet haben, wie ich mit meiner getarnten Tüte auf einen Blumentopf zielte, hat sich der/die Beobachtende sicher gefragt, was denn mit dem Typen da los wäre.. :-)

> Link Taubenschwänzchen

08. Juni 2022 > Fliegende Edelsteine..

Fliegen können sie noch nicht perfekt, die drei flügge gewordenen Eisvögel, Tauchen gehört aber schon zum Repertoire. Eine ganze Weile habe ich ihnen Gesellschaft geleistet. Ab und zu liessen mich die wippenden Bewegungen und die "Zick"-Rufe der Jungvögel darauf hoffen, dass ein Altvogel mit einem Fischchen auftauchen würde. Das war dann auch mehrmals der Fall, aber die Fütterung fand in sicherer Distanz statt und für mich nicht einsehbar. Alles andere als bequem, halb auf dem Rücken liegend, mit einem spitzen Stein im Rücken, mit ISO, Verschlusszeit, Schärfentiefe und zitternden Armen kämpfend, musste ich die Fotosession dann doch mal beenden. War aber ganz grosses Kino!

Uebrigens sieht man auf den Fotos zwei Bestimmungsmerkmale, helle Schnabelspitzen und dunkle Füsse, die nur junge Eisvögel haben.

> Link Eisvogel

> Link Eisvogel Wikipedia

> Link Eisvogel Vogelwarte

Eisvogel Jungvogel, Thunersee 08. Juni 2022
Eisvogel Jungvogel, Thunersee 08. Juni 2022

05. Juni 2022 > Erstens ist es anders und zweitens als man denkt..

Der bekannte Spruch in etwas abgeänderter Form.:-)

Es scheint, dass ich in den vergangenen zwei Jahren in den falschen Viertelstunden den Schlossberg aufgesucht habe, um nach Alpenseglern Ausschau zu halten. Mein Blog-Eintrag vom 28. April hat sich schon am nächsten Tag als Fake News erwiesen, Sechs Alpensegler kurvten um den Kirchturm und zwei Vögel flogen Einfluglöcher zu den Nistkasten an um darin zu verschwanden. Das sieht ja gut aus, endlich scheint es zu klappen. Was doch etliche Jahre Geduld erforderte, wird hoffentlich zum Erfolg. Meine Nachfrage beim Kirchensigristen brachte die Bestätigung. Offenbar haben Alpensegler schon im 2021 und vermutlich auch im 2020 gebrütet. Nun wird auch die Stadt der Alpen mit dem passenden Vogel beehrt.

21. Mai 2022 > Ein Vögelchen mit göttlichem Namen..

Das Thorshühnchen trägt, wie sein Verwandter das Odinshühnchen, eine nordische Gottheit in seinem Namen. Das zierliche Vögelchen brütet in den hocharktischen Tundrenzonen und überwintert im südlichen Afrika, ist also ein Langstreckenzieher. Dass ein Thorshühnchen einen Halt im unteren Thunerseebecken macht(e), ist ein seltenes Ereignis. Logisch, dass sich eine solche Beobachtung unter Ornis schnell herumspricht. Das sich bei der Jagd nach Insekten quirrlig im Wasser drehende Vögelchen zeigte sich wenig scheu und liess sich bei der Nahrungssuche        kaum stören. So bequem lässt sich selten ein Wildvogel fotografieren.

> Link Thorshühnchen Vogelwarte

> Link Thorshühnchen Wikipedia

> Link Thorshühnchen > Wassertreter

Thorshühnchen Männchen Gwatt 21. Mai 2022
Thorshühnchen Männchen Gwatt 21. Mai 2022

11. Mai 2022 > Singt oft zuoberst in der Baumkrone..

Der kleine Singvogel mit dem zitronengelben Outfit ist in unserem Quartier nicht wegzudenken. Die nahe Esche in Nachbars Garten dient im als Singplatz. Von dort startet er seine schmetterlingsartigen Singflüge. 

> Link Girlitz

> Link Girlitz Wikipedia

> Link Girlitz Vogelwarte

09. Mai 2022 > Alle Jahre wieder..

Ende April kehren die Baumfalken aus ihrem afrikanischen Winterquartier zurück nach Europa. Die aus dem Wasser aufsgteigenden Subimagos der Eintagsfliegen scheinen für die Falken eine wichtige Nahrungsquelle zu sein. In den letzten Tagen konnte ich im Gebiet Gwattlischenmoos - Bonstettenpark bis zu 14 jagende Baumfalken beobachten. Die Baumgruppe auf der vorgelagerten kleinen Insel dient ihnen als Ruheplatz, bis sie zur nächsten Jagdrunde starten.

Und sollten sich dann auch noch durchziehende Rotfussfalken unter die Gruppe mischen, ist das Erlebnis nicht mehr zu toppen. :-)

Baumfalken auf ihrer Jagd nach den aus dem Wasser aufsteigenden Imagos der Eintagsfliegen zu fotografieren ist eine Challenge die Spass macht. Viel Ausschuss gehört dazu, aber auch  Aufnahmen wie diese. :-)
Baumfalken auf ihrer Jagd nach den aus dem Wasser aufsteigenden Imagos der Eintagsfliegen zu fotografieren ist eine Challenge die Spass macht. Viel Ausschuss gehört dazu, aber auch Aufnahmen wie diese. :-)

01. Mai 2022 > Am Tag der Arbeit wird gearbeitet..

Was im vergangenen Jahr begann, wird nun fertiggestellt. Ein Elsterpaar hat sich doch für den Nistplatz mit schönster Aussicht auf die Stadt Thun entschieden. Die Blätterkrone eines Mehlbeerbaumes dient den beiden als Bauplatz für ihr Baumhaus. Mit Fleiss und Geschick fädeln sie dünne Äste zu einem Geflecht, das den typischen Elster Kobel ausmacht. Das Astgerüst der Nestmulde scheint offenbar bereits soweit erstellt, dass die Vögel dieses mit nasser lehmiger Erde auskleistern können. Einen bequemeren Hide kann es für mich kaum geben, die Aktivitäten lassen sich vom Wohnzimmersessel beobachten und die Fotodistanz ist ideal. Bin gespannt wie die Geschichte weiter geht.


Nachtrag 11. Juni 2022 Die Elstern haben aus mir unbekannten Gründen die Brut aufgegeben. Ich gehe davon aus, dass die Eier oder noch kleinen Jungvögel Marder oder Rabenkrähen zum Opfer gefallen sind. Schade, hätte das Familienleben der Elstern noch gerne begleitet.

> Link Elster

> Link Elster Vogelwarte

> Link Elster Wikipedia

28. April 2022 > Was haben Bern, Fribourg, Solothurn, Burgdorf, Langenthal etc. was Thun nicht hat?

Im Frühling ist Segler-Fotosession angesagt! In den nächsten Tagen werden die Mauersegler bei uns eintreffen, über die Dächer der Altstadt sausen, um dann nach kurzer Brutzeit, eine neue Generation Segler auf dem Weg nach Afrika zu begleiten.

Der grössere Segler, der Alpensegler ist schon da. Für mich jedesmal eine Herausforderung, zu versuchen, die pfeilschnellen Vögel auf den Chip zu bannen. Während in vielen Städten der Schweiz der Alpensegler zum Stadtbild gehört, haben sich die majestätischen Vögel, trotz perfekten Nistgelegenheiten am Kirchturm der Stadtkirche, in der „Stadt der Alpen“ leider noch nicht definitiv angesiedelt. 

> Link Alpensegler Vogelwarte

24. April 2022 > Weit verbreitet und doch nicht allgemein bekannt..

Der Gartenbaumläufer ist in jeder Parkanlage mit entsprechendem Baumbestand anzutreffen. Bäume mit borkiger Rinde liebt er besonders, sucht in deren Ritzen und Spalten nach Insekten, Käfern, Spinnen und Larven. Er ist nicht ganz einfach zu fotografieren, ist er doch ständig in Bewegung und dies meistens auf der vom Fotografen abgewandten Seite des Stammes. Habe dem Krummschnäbler wieder mal Zeit gewidmet um eine neue Kamera zu testen.

> Link Gartenbaumläufer Wikipedia

> Link Gartenbaumläufer Vogelwarte

21. April 2022 > Spezielle Untermieter der SBB..

Die typischen giag, giag oder kjack Rufe der Dohlen im Areal des Bahnhofs Thun weckten schon letztes Jahr meine Neugier. Ich habe es dann aber unterlassen, der Sache näher auf den Grund zu gehen. Als ich vor zwei Wochen Dohlen beim Abbrechen von kleinen Zweigen im Baumbestand entlang der Seestrasse beobachtete, war mit etwas Geduld des Rätsels Lösung schnell erbracht. Die Dohlen flogen zwei massive Stahlträger über den Bahngeleisen an und verschwanden mit dem Nistmaterial im beidseitig offenen Ende des Trägers. Zwei Stahlträger mit zwei Enden gleich vier Nistplätze. Ob alle vier Höhlen besetzt sind, konnte ich bei meiner Fotosession nicht sicher bestätigen. Mindestens  zwei Paaren dieser hübschen Rabenvogelart scheint der Nistplatz aber zu gefallen. Mal schauen wie sich das Brutgeschäft weiter entwickelt.

> Link Dohle Vogelwarte

> Link Dohle Wikipedia

28. März 2022 > Er kündet den Frühling an..

Der Kleiber ist nicht nur ein hübscher Geselle, er ist  auch ein Vogel mit speziellen Eigenarten, klettert er doch kopfvoran den Baumstamm hinunter und kleistert die Bruthöhle mit Lehm zu, wenn das Höhlenloch zu gross ist. Er ist für mich der Frühlingsbote schlechthin, aktiv und ruffreudig meldet er seinen Anspruch an sein Revier. 

> Link Kleiber Vogelwarte

> Link Kleiber Wilipedia

28. März 2022 > Keiner trommelt so schnell wie er..

Wenn unser kleinster Specht sich nicht nicht durch Rufe oder durch Trommeln bemerkbar macht, wird er oft übersehen. Meistens sucht der Kleinspecht hoch oben in den Kronen von Laubbäumen nach Fressbarem. Für den suchenden Beobachter sind Nackenschmerzen fast vorprogrammiert. Der Auenwald im Kanderdelta weist einen hohen Anteil an Laubbäumen mit Totholz auf, ein Habitat das dem Anspruch des Kleinspechts entspricht. Bin gespannt, ob auch dieses Jahr ein Paar zusammenfindet.

> Link Kleinspecht Wikipeia

17. März 2022 > Von wo hat die Tafelente ihren Namen..?

Die Tafelente Aythya ferina muss offenbar in früheren Zeiten, ihres schmackhaften Fleisches wegen, als Speiseente (Tafel..) geschätzt worden sein. 

> Link Tafelente Wikipedia

Da sehe ich die schöne Ente doch lieber als Wintergast schwimmend auf dem Thunersee. 

> Link Tafelente Vogelwarte

11. März 2021 > So schön präsentieren sie sich nur im März..

Die Frühlingssonne lässt die Farben leuchten. Kolbenenten sind im unteren Thunerseebecken aktuell vermehrt anzutreffen. Die Männchen der Kolben- und Reiherenten zeigen sich im März von ihrer schönsten Seite. Die eine Art in schwarz - gold - rot, die andere in schwarz - weiss und schillernd violett. Ein Hingucker!

> Link Kolbenente Wikipedia

> Link Kolbenente Vogelwarte

> Link Reiherente Wikipedia

> Link Reiherente Vogelwarte

10. März 2022 > Wahrlich ein Prachtskleid..

Noch vor kurzem zeigten sich die Haubentaucher im untereen Seebecken im winterlichen Schlichtkleid, unscheinbar und eher etwas bieder. Mit der Märzensonne scheint bei den ersten Haubentaucherpaaren der Bruttrieb "über Nacht" erwacht zu sein. Was für eine Verwandlung! Ob der Spruch "Kleider machen Leute" auch bei den Haubentauchern gilt? Okay, nobody is perfect, bei der Vergabe der Stimme ist er in den hinteren Reihen angestanden.

> Haubentaucher Wikipedia

> Link Haubentaucher Vogelwarte

06. Februar 2022 > Winterstimmung am Thunersee..

Die Schwäne im unteren Seebecken des Thunersees scheinen zwischendurch zu Schlafen. Wobei ein Tiefschlaf scheint es mir nicht zu sein, eher ein Ruhen im Daunenschlafsack. Bald wird die Gruppe dies nicht mehr so friedlich geniessen können, die Männchen der dominaten Brutpaare werden jeden Eindringling unmissverständlich aus ihrem Revier vertreiben. 

> Link Höckerschwan Wikipedia

02. Februar 2022 > Tischlein deck dich, Entenschmaus..

Der Thunersee wird periodisch stark abgesenkt, um in den Uferbereichen Unterhaltsarbeiten durchführen zu können. Das ist auch in diesem Winter wieder der Fall. Dadurch wird das untere Seebecken auch für Gründelenten interessant. Durch den tieferen Wasserstand werden für Arten wie Schnatter- Krick- Spiess- und Löffelenten neue Nahrungsgründe freigelegt.

01. Janaur 2022 > Zwei von der schwarzen Fraktion..

Schlau, aufmerksam und erfinderisch sind Eigenschaften die die Rabenkrähe auszeichnen. Als Allesfresser sind die schwarzen Gesellen auch am Seeufer auf Nahrungssuche. Was genau die beiden Krähen im seichten Schlamm gesucht haben, ist mir allerdings nicht klar geworden. Mit montiertem zweifach Konverter ergaben sich etwas spezielle Aufnahmen.

> Link Rabenkrähe Wikipedia

31. Januar 2022 > Sie hat mir noch gefehlt im Archiv..

Pfeifenten sind bei uns vor allem als Wintergäste anzutreffen, aktuell z.B. in grösserer Zahl im Fanel am Neuenburgersee und eher spärlich auch ab und zu im unteren Becken des Thunersees. 

> Link Pfeifente Vogelwarte

25. Januar 2022 > Zitröneler..

Mein Dank geht an Paul, der Tip samt Koordinatenangaben kam von ihm! :-)

Paul Hürlimann hat, im Gegensatz zu mir, schon etliche tolle Aufnahmen des Zitronenzeisigs nach Hause gebracht. So auch am vergangenen Sonntag von seinem Ausflug in die Region Raron - St. German. In einer Ackerfläche mit verdorrten Beifussstauden traf er auf eine grössere Gruppe Zitronenzeisige, die sich an den Beifuss-Samen gütlich taten. 

Ohne Garantie auf Erfolg, packte ich gestern die Chance, um mich im Wallis auf die Suche nach den zitronenfarbigen Vögelchen zu machen. Natürlich wusste ich, dass sich Vögel nicht  nach Koordinaten richten. Zeit und Glück waren also so oder so gefragt.

 

Das Glück von Skip, unserem Hund der mich begleiten "musste", bestand primär darin, dass er genau wusste, was ich im Fotorucksack zusätzlich eingepackt hatte. Picknick war sein Stichwort. Natürlich hatte ich auch Gudelis mit dabei, aber die lässt er schnöde links liegen, wenn ein Olivenbrot-Butter-Prosciutto-Hobelfleisch-Sandwich ihm in die Nase sticht. Das kennt er aus unseren vielen gemeinsamen Bergwanderungen zu Dritt. Anhalten, Rucksack ablegen und Absitzen bedeutet für ihn Picknick, jetzt gibt es was zu Essen, das ist bei ihm fix gespeichert.

 

Ein Hund kann erstaunlich viel speichern. Den Unterschied zwischen Vogelfotopirsch und normaler Bergwanderung will er aber partout nicht kennen. Behutsam und still den Fotorucksack ablegen und Kamera bereit machen, geduckt in Stellung gehen, sich anschleichen, das heisst doch in diesem Fall, dass ein Fotoobjekt gesichtet wurde, das davonfliegen könnte und sicher nicht, es gibt jetzt was zu fressen! :-)

 

Nach ca. zwei Stunden erfolgloser Suche beschliesse ich durch die unterhalb von St. German liegenden Rebberge abzusteigen, um das Gebiet auch noch von dieser Seite zu erkunden. Und siehe da! Right time, right place.. zwei Zitronenzeisige in ca. 15 Meter Distanz in einem Beifuss-Feld. Jetzt nur keine Hektik. Rucksack ablegen, Hundleine am Rucksack befestigen, Kamera bereit machen, Hund beruhigen bis er sich nach anfänglichem Quengeln neben dem Rucksack in die Sonne legt.

Die beiden Vögel waren noch da, jetzt standen dem Fotoshooting nur noch die üblichen Schwierigkeiten im Wege. Mein Standort war bezüglich Sicht auf die Zitröneler nicht ideal, alle Aufnahmen musste ich aus freier Hand machen, die Vögel waren meistens von Beifussstauden verdeckt, hatten den Kopf oft hinter der Staude, wechselten den Standort und wurden zu all dem von der Seite beleuchtet. Der langen Ausführung kurzer Sinn? Hundertachtzig Shots, davon "nur" ein halbes Dutzend brauchbar. Kein Problem, das reicht ja!

Anmerkung: Nach der Fotosession setzte ich mich zu Skip an die Sonne und liess ihn mit einem grosszügig bemessenen Bissen am zweiten Sandwich teilhaben. Er hatte sich das verdient!

> Link Beifuss Wikipedia

> Link Zironenzeisig Wikipedia

17. Januar 2022 > Tischlein deck dich, ein Knospenschmaus..

Wir essen ja auch nicht jeden Tag nur Karotten..

Das Gimpelmännchen hat Abwechslung im Menueplan gesucht und sich den frischen Knospen des Schwarzdorns gewidmet. Moral der Geschichte? Bepflanze den Garten mit einheimischen Sträuchern und du wirst dich an solchem Besuch erfreuen können!

10. Januar 2022 > Sturmmöwen gesucht und gefunden..

Sturmmöwen sind nicht so zutraulich wie Lachmöwen, sitzen meist etwas weiter draussen auf Kiesinselchen und sind entsprechend schwieriger zu fotografieren. So musste ich geduldsam vorgehen, mich ihnen ganz langsam nähern, bis dann nach einigen Anläufen doch ein paar Aufnahmen dieser schönen Möwenart im Kasten waren. 

> Link Sturmmöwe

> Link Sturmmöwe Vogelwarte

10. Januar 2022 > Tischlein deck dich, ein Beerenschmaus..

Ein Gimpelpärchen hat in unserem Garten die Beeren des Gemeinen Schneeballs entdeckt. Immer wieder eine schöne Beobachtung! Das hiess Kamera bereitstellen und im richtigen Moment durch die Glasscheibe hindurch abdrücken. Ich weiss, die Fenstergläser hätten wieder mal eine Reinigung nötig..:-)

> Link Gimpel

> Link Gimpel Vogelwarte

07. Januar 2022 > Genève Plage im Winter..

Am vergangenen Samstag wollten wir eine beliebige Stadt besuchen. Warum nicht Genf? Das versprach erstens eine gemütliche Fahrt mit dem Zug und zweitens war die Stadt für uns Neuland. Mal durch die Gassen schlendern, Neues entdecken.

Das nasskalte Wetter lässt uns schnell mal Ausschau nach einem gemütlichen Beizli halten. Vor einem Libanesischen Restaurant bleiben wir stehen, studieren die Speisekarte, sieht verlockend aus. Sind es Gelüste die sich melden? Kurz entschlossen versorgen wir den Regenschirm und hinein gehts an die Wärme. Im Raum duftet es nach Minze! Aus dem geplanten kleinen Imbiss wird letztlich eine längere Tafelrunde, für uns Abendesser eher ungewöhnlich. Die Speisekarte hält was sie verspricht, die leckeren orientalischen Speisen lassen uns das unfreundliche Wetter völlig vergessen. Von den Nachbartischen mischen sich verschiedene Sprachen zu einem faszinierenden Mix. Irgendwie kommt Ferienstimmung auf.

Mit dabei war auch der schwere Fotorucksack. In den windgeschützen Hafenanlagen überwinternde Enten waren mein fotografisches Ziel. Genf ist ein erfolgsversprechender Platz um im Winter Moorenten beobachten zu können. Wir waren beim Libanesen etwas zu lange sitzen geblieben, eine kurze Regen-Exkursion musste aber doch noch sein. Im Unterschied zum Besuch im Januar 2018 waren die Zugänge zu den Hafenanlagen am Samstag leider geschlossen und die anwesenden Kolben- und Moorenten somit nicht in fotografischer Reichweite. Drei Löffelenten, zwei Männchen und ein Weibchen retteten aber auch diesen Teil unseres Trips. 

> Link Moorente

> Link Kolbenente

04. Januar 2022 > Ein orientalischer Gast im Garten..

Zierlich und feingliedrig, ein Täubchen das aus dem Hut eines Zauberers entflogen sein könnte.

In meiner Jugendzeit war die Türkentaube in der Schweiz  noch ein seltener Brutvogel der aber rasch neue Gebiete besiedelte. Ihren Namen hat sie aus der Türkei "mitgebracht." Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet reichte aber von der Europäischen Türkei bis nach Japan. 

> Link Türkentaube Vogelwarte

> Link Türkentaube Wikipedia