19. August 2023 > Endlich! Der Reisebericht Namibia 2023 ist fertig..

Geschafft!!!

Der Reisebericht Namibia 2023 ist online. Das Eine oder Andere wird noch angepasst werden.

Als Einstimmung in das Africa-Feeling habe ich das Video hochgeladen. Solisten sind die Mitarbeitenden des Hoanib Valley Camp. 

 

Link > Reisebericht Namibia 2023



Willkommen auf meinem News-Blog

23. Mai 2024 > Baumfalken; zweiter Versuch..

Bei der Kontrolle der Fotos auf dem Kameradisplay hatte ich am Montag nicht das beste Gefühl bezüglich der erwünschten Qualität. Auch wenn das Display der Canon R7 bezüglich Auflösung nicht das Glanzstück der Kamera ist und dieses durch den Kontakt mit dem Gesicht des Fotografen schnell fleckig wird, so ganz überzeugt vom Resultat war ich nicht. Die Fotosichtung auf dem Computer bestätigte meinen Eindruck; die Falken zu weit weg, fehlendes Licht, hohe ISO-Zahlen usw.

Was solls? Kurzentschlossen "musste" ich gestern nochmals auf den Gwattturm. Das Wetter war zwar in etwa gleich unsicher wie am Montag. Also nahm ich diesmal mein lichtstarkes Objektiv 400mm 2.8 mit. Es ist ein riesiger Unterschied ob man mit Offenblende 2.8 oder 7.1 fotografieren kann. Der Objektivwechsel hat letztlich das gebracht, was ich mir davon erhofft habe.

 

Während bei meiner Ankunft auf dem Turm die Sonne sich nur noch sporadisch zwischen grauen Wolken zeigte, war unschwer zu erkennen, dass sich die Regenwolken durchsetzen werden. Gleich darauf begann es zu Regnen. Nun gut ich hatte ja ein Dach über dem Kopf, aber werden die Baumfalken aktiv auf Insektenjagd gehen? Noch war nur ein einzelner Baumfalke im Umfeld der kleinen Insel vor dem Bonstettenpark auszumachen. 

Aber plötzlich waren sie da. Mindestens sechs Baumfalken waren trotz Regen offensichtlich erfolgreich auf Beutejagd. Nun wurde es auch für mich kurzweilig. Das Fotoshooting konnte beginnen. Die Resultate auf dem Kameradisplay machten Freude.

20. Mai 2024 > Bild des Tages..

Alle Jahre wieder ein Erlebnis! Baumfalken auf der Jagd nach aus dem Wasser aufsteigenden Subimagos der Eintagsfliege.. 

Baumfalke
Baumfalke

16. Mai 2024 > Ein Specht Revival..

Da sassen wir, angelehnt an einen Stapel Buchenspälten und warteten darauf, dass ein Altvogel die Bruthöhle mit Futter anfliegt. Die Rufe der Altvögel aus der nahen Umgebung bestätigten ihre Anwesenheit. Waren das Kontaktrufe, oder waren es allenfalls Warnrufe wegen uns Fremdlingen? Wir hatten Zeit und warteten. Noch war in der dunklen Höhle nur ein helles Blinken zu sehen. Das musste das helle Augenlid eines Jungvogels sein, das beim Schliessen und Öffnen dieses Blinken verursachte. Vorerst tat sich weiterhin nichts. Zeit zum Talken. Weisch no? Damals im Salwydeli, die Story mit unserer gemeinsamen Erstbeobachtung eines Dreizehenspechts? Eigentlich war das keine ernsthafte Frage von Jürg, unser Ansitz vor einer Schwarzspechthöhle liess aber Erinnerungen an das damalige Erlebnis aufkommen. Jürg Hostettler und ich hatten uns für ein Ornithologen-Weekend angemeldet. Die Mittagspause nutzten wir zwei für eine kleine Privatexkursion. Wir wussten, hier im Salwydeli musste es Dreizehenspechte geben. Doch wo genau suchen? Keine Rufe, kein Trommeln, nichts das nach Specht tönte war zu hören. Intuitiv und mehr spasseshalber nahm ich einen abgebrochenen Ast auf, suchte zwei nahe beieinander liegende Baumstämme und versuchte, mit dem Aststück etwas Ähnliches wie ein Trommeln eines Spechtes zu imitieren. Nach ein paar Wiederholungen traf das völlig Unerwartete, ja eigentlich nicht mal Erhoffte ein; ein paar Meter vor uns zeigte uns ein heftig warnendes Dreizehenspechtmännchen was es von meinen Trommelkünsten hielt! Offensichtlich so viel, dass es mich als Rivale einstufte. Was für ein Ding! Was für eine Story! Unglaublich! 


Bei den Schwarzspechten tat sich zwischenzeitlich etwas. Die beiden Jungvögel, ein Männchen und ein Weibchen, streckten plötzlich die Köpfe aus der Höhle, bettelten ausgiebig und fordernd in die Richtung aus der ein rufender Altvogel zu hören war. "Jürg, du sagst mir wenn er anfliegt, ich halte drauf!" Bingo, das Resultat ist unten hochgeladen. Teamwork unter Freunden; fast wie vor vierzig Jahren im Salwydeli!

> Link Schwarzspecht Vogelwarte

> Link Schwarzspecht Wikipedia

Die beiden fast flüggen Jungvögel, oben ein Männchen und unten ein Weibchen, warten bettelnd auf Futter..
Die beiden fast flüggen Jungvögel, oben ein Männchen und unten ein Weibchen, warten bettelnd auf Futter..

12. Mai 2024 > Er frisst Bienen, Wespen, Hummeln, Hornissen, Liebellen u.a. mehr..

Welcher Vogel frisst Bienen? Die Frage ist nicht schwer zu beantworten, logisch, der Bienenfresser! Diese äusserst schmucken Vögel ziehen die Vogelfotografen an wie das  Licht die Motten. Jedenfalls war ich nicht der Einzige mit der Idee, mal das Gebiet Kaiserstuhl zu erkunden. Ich wusste, dass wir am 10. Mai noch nicht sicher auf Bienenfresser hoffen konnten. Diese treffen relativ genau Mitte Mai dort ein. Dem war auch so, jedenfalls beschränkte sich die Beobachtung des ersten Tages auf ein halbes Dutzend fliegende Vögel. Am zweiten Tag sah es an einer Brutwand schon vielversprechender aus. Ueber und vor der Wand zeigten sich schon mögliche Bruthöhlenkandidaten. Am dritten Tag trieben mich dann schon am frühen Morgen anhaltende Rufe einer Gruppe Beinenfresser aus dem Bett. Was blieb auch anderes übrig, als mal nachzuschauen.

Diese Morgenexkursion in den Rebbergen hinter dem Hotel war denn auch ein krönender Abschluss unseres Kurztrips. Ein rufender Wiedehopf, singende Dorngrasmücken, Schwarzkehlchen und Wendehälse begleiteten mich auf meinem Aufstieg bis auf die oberste Rebterrasse. Die dürren Aeste in der Krone eines grösseren Baumes diente einer Gruppe von gegen 30 Bienenfressern als Versammlungs- und den vielstimmigen Rufen zufolge, auch als eine Art „Balzplatz.“ Ich schlich mich durch die Rebzeilen etwas näher an den Baum ran und suchte mir ein mehr oder weniger gemütliches Beobachtungsplätzchen. Von dort konnte ich einen sich wiederholenden Ablauf beobachten. Die Rufe der versammelten Vögel steigerten sich jeweils zu einem aufgeregten Stimmengewirr, bis die ganze Gruppe plötzlich mit weiter anhaltendem Rufen aus der Baumkrone aufflog und im Gruppenverband Kreise ziehend in die Höhe stieg, um sich dann kurze Zeit später wieder zu verteilen und auf Nahrungsflug zu wechseln, bis sie sich auf der Baumkrone zum erneuten Treff versammelten. Spannend, interessant und kurzweilig. Einziger Nachteil: Wieder viel zu viele Fotos geschossen!! 

> Link Bienenfresser Wikipedia

05. Mai 2024 > Ein Monat später.. der Zimmermann war fleissig..

Ein kurzer Kontrollbesuch bei den Kleinspechten bestätigte, dass sie es offenbar ernst meinen. Der Höhleneingang sieht zwar ziemlich fertig aus, aber die Höhle selber scheint mir das noch nicht zu sein. Aber vielleicht ist ja alles ganz anders und das Weibchen sitzt in der Höhle auf einem Gelege..

Kleinspecht M
Kleinspecht M

02. Mai 2024 > Ein einsamer Kiebitz..

Dass ein Kiebitz auf der schmalen Kiesinsel im Gwattlischenmoos eine Ruhepause einlegt ist nicht unbedingt zu erwarten; zu kiesig, zu steinig. Der wird vermutlich nicht lange bleiben, dachte ich mir. Also konzentrierte ich mich auf den erwarteten Abflug des Vogels, ein paar Flugaufnahmen wären doch noch nett. Und siehe da, kurze Zeit später flog er auf, drehte eine Runde über der Lagune und entschwand Richtung Nord-Westen meinen Blicken.

Ich mag das Wort nett nicht besonders. So gesehen sind es tatsächlich nur nette Flugaufnahmen geworden; ohne das im Sonnenlicht metallisch grün bis violett schillernde Federkleid, das den Kiebitz doch so speziell auszeichnet.

Kiebitz ohne Sonnenlicht..
Kiebitz ohne Sonnenlicht..

30. April 2024 > Upupa epops.. Bild des Monats..

Die Grünspechte am Brändlisberg machen es mir nicht einfach. Alle Vorteile liegen bei den Grünröcken, sie können fliegend jede eingezäunte Parzelle überqueren, während ich mit meinem schweren Fotorucksack erst mal den Hang hochkraxeln muss, um wie geplant, mal von oben das Gebiet überblicken zu können. 

Der Blick hinab auf die Stadt Thun und weiter bis zur Stockhornkette ist überwältigend, einfach grossartig! Eindrücklich auch die naturnahe Landschaft. Ein vielfältiges Puzzle mit blühenden Naturwiesen, Weideland, alten Obstbäumen, Rebzeilen, Naturhecken und Bauminseln. Ein Lebensraum mit zwei Bauernhöfen in einer Oase, die kaum kontrastierender zur Landwirtschaft im Mittelland sein könnte. 

Zwei Grünspechte haben sich mit kurzen Strophen bemerkbar gemacht, einer in der nahen Bauminsel vor mir, der andere klang weiter entfernt, weiter ergab sich nichts daraus. Im Kontakt mit der jungen Bauersfrau vom oberen Hof erzählte sie mir, sie hätten vor zwanzig Minuten den Wiedehopf gesehen. Wiedehopf? Da wird jeder Orni hellhörig! Klar, der Lebensrum Brändlisberg ist ja wie geschaffen für den Wiedehopf. Die Grünspechte rückten auf die Warteliste. Ich entschloss mich, auf dem gleichen Weg zu den Schafweiden mit den Obstbäumen abzusteigen, gefühlsmässig sah ich dort die "grösste" der kleinen Chance, auf den Wiedehopf zu treffen. Ich suchte mit dem Fernglas die Schafweide und jeden einzelnen Obstbaum ab. Nichts, nichts hopfiges. Nach einer Weile nochmals eine letzte Suchrunde, angefangen beim nächststehenen Apfelbaum und da sass er, idealer hättte er sich für das folgende Fotoshooting nicht präsentieren können. Wow; einfach Hammer!

> Link Wiedehopf Vogelwarte

Wiedehopf
Wiedehopf

29. April 2024 > Die goldenen Nachbarn von nebenan..

Was den Schwarzkehlchen als Brutort gut genug ist, scheint auch diesem Paar Goldammern recht zu sein. Die Böschungen der Müsche sind nicht besonders reich an Bewuchs. Zusammen mit einzelnen Büschen, einer dornigen Brombeer-Krautschicht und spärlichem Schilfbewuchs sind sie für die beiden Vogelarten offenbar als Brutrevier geeignet. Mich freuts! Ein Aufsteller!

Goldammer W links M rechts
Goldammer W links M rechts

29. April 2024 > Saxicola torquata..

Saxicola torquata ist der wissenschaftliche Name des Schwarzkehlchens. Im Gegensatz zum Braunkehlchen, dessen Brutbestand rückläufig ist, geht es dem Schwarzkehlchen doch etwas besser. Auch wenn beide Arten im gleichen Lebensraum anzutreffen sind, zeigt das Schwarzkehlchen eine wesentlich grössere Anpassungsfähigkeit. Die 2 - 3 Brutpaare im Gürbetal haben in den steilen Böschungen der Müsche, einem begradigten, am Fuss mit Blocksteinen befestigten schmalen Bach offenbar ein ihnen zusagendes Habitat gefunden. Das fotografierte Paar, das Männchen ohne Schwanzfedern.., war offensichtlich am Füttern, beide warnten ausgiebig und hatten sicher nichts dagegen, dass ich nach ein paar Minuten weiter zog. :-)

> Link Schwarzkehlchen Vogelwarte

26. April 2024 > Gestern am Wegrand..

Gestern stand wieder mal ein Ausflug ins Seeland auf dem Programm. Zeit haben, entschleunigen, sich in Geduld üben, warten und lauschen, ob aus einer Hecke, aus dem Röhricht oder aus dem Rapsfeld Rufe oder Gesang zu vernehmen ist. So gesehen sind die Aufnahmen der vier Vogelarten keine Zufallstreffer. Der Gesang hat mich auf sie aufmerksam gemacht. Ein Grund stehen zu bleiben, den Fotorucksack deponieren und mal warten und beobachten, ob sich Aufnahmen ergeben könnten. Vielleicht bleibt die Nachtigall aber im Dunkel des Unterholzes, oder der Rohrschwirl lässt sich nur über die sich bewegenden Schilfhalme orten, bleibt im unteren Teil des Röhrichts oder wird, wenn er mal hoch klettert, von einem Dutzend Schilfhalmen verdeckt. Aber es gibt sie, die Momente, wo das nicht so ist, vielleicht nur ganz kurz, aber lange genug um auf den Auslöser zu drücken.

 

Die genauere Bestimmung der Schafstelze ist noch offen. Der Vogel hat eine gelbe Kehle, Scheitel und Wangen sind dunkel, gegen die gelbe Kehle mit weiss begrenzt, einen undeutlich Teilansatz eines weissen Ueberaugenstreifs.

In welche Richtung die Bestimmung gehen wird, ob thunbergi, feldegg oder die Hybriden "superciliaris" und  "dombrowskii"?  Da braucht es den Experten. Ich werde mal bei Manuel Schweizer, Kurator Ornithologie am Naturhistorischen Museum Bern nachfragen. 

23. April 2024 > Der See als Nahrungsquelle..

Im Frühling, wenn unsere Schwalben und Segler aus dem Winterquartier zurückkommen, sind Schlechtwetterperioden keine Seltenheit. Da werden die aus Fliessgewässern und Seen aufsteigenden Imagos der Eintagsfliegen zur wichtigsten Nahrungsquelle. Der erneute Wintereinbruch der letzten Tage ist der Grund, warum man aktuell auf dem Thunersee viele Rauch- und Felsenschwalben bei ihren Nahrungsflügen beobachten kann. Für mich eine Gelegenheit, zu versuchen die schnellen und wendigen Flieger auf die Speicherkarte zu bannen.

> Link Eintagfliegen Wikipedia

Felsenschwalben..

Im Anflug auf die Eintagsfliege..
Im Anflug auf die Eintagsfliege..

Rauchschwalben..

21. April 2024 > Heute Schneefall..

Nein, diese Aufnahmen sind nicht heute entstanden. Bei diesem garstigen Wetter mit Schneefall und Graupelschauer lässt sich nicht mal ein Kleiber blicken. Zeit um auf dem Compi ältere Ordner nach Vergessenem zu durchforsten.

> Link Kleiber Vogelwarte

11. April 2024 > Rund um die Graugans gibt es viele Geschichten..

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Nils Holgerson mit seinen Wildgänsen? Selbst die Vogelwarte Sempach nimmt darauf Bezug.

Mittlerweile ist die Graugans in verschiedenen Gebieten des Mittellandes regelmässiger Brutvogel. So auch am Hagneckkanal von wo meine Aufnahmen stammen.

> Link Graugans Vogelwarte

> Link Graugans Wikipedia

Graugans Hagneckkanal
Graugans Hagneckkanal

05. April 2024 > Der kleinste Zimmermann..

Klein, fein und nicht alltäglich zu beobachten. Der Kleinspecht liebt hohe Laubbäume mit abgestorbenen Ästen in denen er seine Bruthöhle zimmern kann. Die Ruf- und Trommelfreudigkeit des abgebildeten Vogels lässt die Möglichkeit offen, dass es zu einer Brut kommen könnte. Das Habitat stimmt und geeignete Bruthöhlenäste sind mehrfach vorhanden. Mal schauen ob das etwas wird.

> Link Kleinspecht Vogelwarte

> Link Kleinspecht Wikipedia

04. April 2024 > Bild des Tages; eine fotografische Herausforerung..

Soll ich oder soll ich nicht? Soll ich das Spektiv mitnehmen oder nur das Fernglas? Es gibt immer wieder Situationen wo ein Spektiv einfach sehr dienlich wäre, so wie heute, wo ich nochmals nach dem Sterntaucher im Unteren Seebecken suchen wollte. Mein Ziel war eine Belegaufnahme dieses Nordischen Gastes. 

Ich erinnere mich noch gut an unseren Trip bis in den hohen Norden Schottlands, irgendwann in den Neunzigerjahren. Ein Picknickhalt an einem einsamen Loch, ringsum nur Natur und Stille. Plötzlich hören wir die klagend schönen Rufe eines Sterntaucherpaares. Einfach mystisch! Auch wegen dieser Art ist Island und Norwegen unter den Top Ten auf der Wunschliste.

 

Bei meiner Suche wurde ich dann doch noch fündig. Weit, sehr weit, geschätzte Entfernung 200 m, liess sich im Fernglas ein länglich wirkender Vogel ausmachen. Ab und zu blinkte ein schmaler Streifen der hellen Seite auf. I got him! :-) 


Fotgrafieren auf diese Distanz verspricht höchstens ein Belegbild und läuft unter dem Motto "Kostet ja eh nichts, ein paar Mal auf den Auslöser zu drücken::" Die Kontrolle auf dem Display zeigte das erwartete Resultat. Zuhause mal schauen was der Compi noch herauskitzeln kann. Er hat sich Mühe gegeben!!

> Link Sterntaucher Vogelwarte

> Link Sterntaucher Wikipedia

Sterntaucher 04. April 2024 Unteres Thunerseebecken
Sterntaucher 04. April 2024 Unteres Thunerseebecken

03. April 2024 > City Birdwatching 7.. Grande Finale bei den Wasseramseln..

Ende gut alles gut..! Ein bis zwei junge Wasseramseln sind am Karfreitag ausgeflogen. Die Altvögel flogen nebst dem Nest nun auch andere Schleusentore an, die Bettelrufe beim Anflug des Altvogels bestätigten meine Vermutung. Ich ortete sicher zwei, vermutlich drei Jungvögel.

Am Ostersamstag entdeckte ich dann einen Jungvogel auf der linken Uferseite, wo er sich schön auf einem Stein präsentierte, sich aber auch immer wieder in eine Mauernische zurückzog. Zwischendurch erkundete er ein paar Meter des Uferbereichs, teils schwimmend, teils watend, ab und zu auch mit einem kurzen Flatterflug auf den nächsten Stein.

Waren am Ostersamstag seine Flugkünste noch sehr bescheiden, zeigte er sich am Ostersonntag schon wesentlich sicherer. Am Ostermontag konnte ich dann zwei Jungvögel beobachten, die erfolgreich den Fluss überquerten. Erstaunlich, innert 3-4 Tagen vom Flattern zum Fliegen. Hat Spass gemacht, diesem Start beizuwohnen! Good luck!

26. März 2024 > Die Waldtaube..

In meiner Jugendzeit war die Ringeltaube eine ausgesprochene Waldtaube. Heute besiedelt sie in den Städten selbst kleine Parkanlagen und grüne Wohnquartiere.

Eigentlich war ich auf Pirsch nach den Grünspechten die sich seit Anfangs März oberhalb unserer Siedlung aus dem noch blattlosen Buchenwald mit ihrem "Gesang" bemerkbar machen. Gehört und gesehen habe ich die Grünröcke, bezüglich einer Bruthöhle bin ich aber (noch) nicht fündig geworden.

Auf dem Rückweg konnte ich einem attraktiven Ringeltaubenpaar nicht widerstehen. Entstanden sind Aufnahmen, als hätte sich die eine Taube voller Stolz extra für den Fotografen in Pose geworfen. :-)

> Link Ringeltaube Vogelwarte

> Link Ringeltaube Wikipedia

26. März 2024 > City Birdwatching 6.. Wissen Sie, was ein Dipper ist..?

Im Englischen gibt es zwei Dinge die man als "Dipper" kennt. Bis jetzt war mir nur der englische Namen der Wasseramsel, eben "Dipper" bekannt. Dass auch eine "Schöpfkelle" Dipper genannt wird, wusste ich nicht. Einen Bezug der Wasseramsel zu einer Schöpfkelle kann ich aber auch mit viel Fantasie nicht erkennen. :-) 

Wahr ist aber, dass ich bei meinen Besuchen bei den Wasseramseln an der Unteren Schleuse in Sachen Spannung aus "dem vollen" schöpfen konnte. 

Bezüglich der Aktivitäten hat sich nun einiges geklärt. Die Wasseramseln füttern Junge am Nest. Im Winkel der zusammenlaufenden massiven Holzverstrebung des einen Schleusentores haben sie ihr kugeliges Nest, vorwiegend aus Moos gebaut. 

 

Meine Versuche, Fütterungen zu fotografieren, haben nicht mehr als Belegfotos hervorgebracht, waren aber auch so eine spannende Herausforderung. Die Fütterungen veliefen durchwegs überraschend blitzschnell! Anflug - Futterballen übergeben (nicht sichtbar) - Wegflug. 

Das hiess: Belichtungszeit 1 / 2'500 Sekunde, bei 30 Bildern pro Sekunde, eine Prise Glück und Geduld.

 

Manchmall passierte eine Viertelstunde nichts, dann folgten Fütterungen im Minutentakt, vor allem wenn ein Altvogel nach kurzem Flug ins Strömungswasser unterhalb der Schleuse eintauchte und nach dem Tauchgang mit neuer Beute an die Wasseroberfläche kam. Fotograf und Kamera kamen an ihre Grenzen: :-)

Untere Schleuse; Innere Aare
Untere Schleuse; Innere Aare

20. März 2024 > City Birdwatching 5..

In den Platanen entlang der Inneren Aare im Schwäbisquartier sind die Saatkrähen die dominierenden Bewohner. Eine Saatkrähenkolonie ist eine laute Gesellschaft und die Verkotung des Fussweges hat in den letzten Jahren verschiedenste Versuche die Vögel zu vergrämen ausgelöst. Wie zu erwarten war, sind alle gescheitert.

In den Platanen hat es aber auch "Untermieter" wie Gänsesäger und Dohle, die sich die Naturhöhlen der Platanen streitig machen. Der kleinen Dohlenkolonie, geschätzt 4 - 6 Paare, habe ich mal meine Aufmerkamkeit geschenkt. Spannend und nicht ganz easy im Gegenlicht.

Ein Dohlenpaar besichtigt eine mögliche Bruthöhle.
Ein Dohlenpaar besichtigt eine mögliche Bruthöhle.

16. März 2022 > City Birdwatching 4..

Die Gelegenheit, die Brutaktivitäten eines Wasseramselpaares beobachtend und bildlich festzuhalten ist spannend und noch lange nicht ausgeschöpft. 

Irgendwo habe ich mal als Jungornithologe gelesen, dass ein Wasseramselpaar ca. 800m Bachlauf beanspruche. Ich und meine Jugendfreunde hatten damals den Eindruck, das könnte so stimmen. Interessant war unser Eindruck, dass die Grenze zweier Brutreviere während einer Brutzeit ziemlich genau definiert war. Die beiden Wasseramselpaare kehrten jeweils an der gleichen Stelle wieder um.

Für das Paar an der Unteren Aareschleuse ist offenbar die Schleuse selber das flussaufwärts definierte Ende ihres Reviers. Jedenfalls konnte ich bisher keine Wasseramsel oberhalb der Schleuse beobachten. Das Revierende flussabwärts ist vermutlich das Stauwehr der Aarekraftwerke Thun.

Hier fühlt sich die Wasseramsel wohl..! Sie liebt sauberes und sauerstoffreiches Wasser..!
Hier fühlt sich die Wasseramsel wohl..! Sie liebt sauberes und sauerstoffreiches Wasser..!

Was genau macht sie da?

Die Fotoserie lässt darauf schliessen, dass der Vogel die Wasserinsekten in seinem Schnabel "reinigen" will. Sie tauchte den Nahrungsballen ins Wasser um diesen anschliessend mit schnellen Kopfdrehungen - System Salatschleuder - wieder vom Wasser zu trennen. Mal schauen ob ich das nochmals beobachten kann.

Fliegen, Schwimmen, Tauchen..

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel der fliegen, schwimmen und tauchen kann..

15. März 2024 > City Birdwatching 3..

Es gibt sehr vieles was mir an und in Thun gefällt! Ein Beispiel das mich immer wieder fasziniert ist das ausgesprochen klare Wasser der Aare. Für ausländische Touristen vermutlich vielfach etwas Ungewohntes. Ob Wasseramsel, Gänsesäger oder Gebirgstelze, alle drei porträtierten Vogelarten lieben saubere Seen, Flüsse und Bäche. Die Sauberkeit des Wassers ist entscheidend, ob die drei Arten in diesen Gewässern ihre bevorzugte Nahrung finden. 

Das Männchen der Gebirgsstelze ist im Brutkleid wahrlich eine dezent schöne Erscheinung und damit immer wieder ein beliebtes Fotosujet! 

> Link Gebirgsstelze Vogelwarte

> Link Gebirgsstelze Wikipedia

13. März 2024 > Vogel des Tages..

Ich habe sie noch immer im Ohr, die singenden Feldlerchen, die im gleissenden Licht des Himmels kaum auf Anhieb auszumachen sind. Kein Acker, keine Wiese, keine Brache blieb ohne diesen mehrstimmig jubilierender Gesang. Das war einmal.. meine Schulzeit liegt sieben Jahrzehnte zurück.


Die Feldlerche ist in der heutigen Kulturlandschaft kaum mehr anzutreffen. Mit dem Wandel zur Intensivland-wirtschaft hat sie heute als Bodenbrüter schlechte Karten, erfolgreich eine Brut hochzuziehen. 

Ein Besuch des Gürbetals löst bei mir deshalb immer zwiespältige Gefühle aus. Kaum mehr eine Naturhecke, keine Buntbrache, alle Bäche begradigt, aus jedem Quadratmeter wird durchs Jahr hindurch das Maximum an Ertrag herusgepresst. 

Ich weiss, es gibt durchaus Bauern, denen die Natur am Herzen liegt, im Gürbetal kann ich leider äusserst wenig von einer solche Haltung feststellen. Dabei geht es mir nicht darum, das Rad zurückdrehen zu wollen. Ich vermisse die kulturelle Nähe eines Teils der Bauernschaft zu dem von ihnen bewirtschafteten Boden. Die Folgen sind bekannt.

> Link Lebensraum Kulturland Voglwarte

Der Gesang hat mich auf die kleine Gruppe Feldlerchen aufmerksam gemacht. Wäre schön, wenn ein Paar etwas länger bliebe!

> Link Feldlerche Vogelwarte

Feldlerche
Feldlerche

12. März 2024 > Spiessenten im Gwattlischenmoos.

Seit einigen Tagen lassen sich im Gwattlischenmoos sehr schön zwei Spiessentenmännchen bei der Nahrungssuche beobachten. Die Seeabsenkung hat für Gründelenten neue Nahrungsgründe eröffnet. Die Fotodistanz vom Beobachtungsturm ist allerdings nicht besonders ideal.

Wesentlich länger, nämlich schon ein bis zwei Jahre, ist vor dem Bonstettenpark ein unberingtes, wenig scheues Spiessentenweibchen anzutreffen. Das eine Männchen hat gestern offenbar Gefallen an diesem Weibchen gefunden. Die Gelegenheit für mich, eine Serie von dieser attraktiven Ente zu schiessen. Leider wiederum ohne Sonnenlicht..:-(

> Link Spiessente Vogelwarte

> Link Spiessente Wikipedia

Spiessenten W
Spiessenten W

11. März 2024 > City Birdwatching 2..

Gestern hoffte ich auf besseres Licht und für eine kurze halbe Stunde erfüllte mir die Sonne den Wunsch. Aber die Aufnahmesituation könnte noch besser sein.

Die Aufnahmen zeigen klar, die Wasseramseln unterhalb der Inneren Schleuse sind voll mit dem Brutgeschäft beschäftigt. Nicht ganz schlüssig wurde ich bezüglich dem Insektenballen im übervollen Schnabel. Ist es das brütende Weibchen das vom Männchen gefüttert wird oder hat es schon Nestlinge? Ich tippe auf Ersteres. Fortsetzung folgt..:-)

Link Wasseramsel Wikipedia

09. März 2024 > City Birdwatching 1..

Die Schleusen der Inneren und Äusseren Aare sind nun fast vollständig geschlossen worden. Die Vierjahres-Seeabsenkung ist zu Ende, der Pegel des Thunersees steigt wieder an. Auch mitten in der Innenstadt lassen sich - selbst bei Regenwetter - schöne Vogelbeobachtungen machen. Die Holzschleuse bietet die Vorteile eines Hides und gleichzeitig ein Dach über dem Kopf.

Meine Fotopirsch galt primär Wasseramsel und Gebirgsstelze. Ein Gänsesägerpaar, im Widerwasser des rechten Ufers tauchend, weckte dann mein Interesse. Das Verhalten der beiden deutete schnell mal auf Abflug hin. Ich richtete meine Kamera auf das Männchen, in der Hoffnung, den Start bildlich festhalten zu können. Mit meiner Spekulation lag ich richtig. Die Dynamik abfliegender Gänsesäger begeistert mich immer wieder!