27. Oktober 2019 > Das fleissige Bienchen..

Am 29. August erstellte ich den letzten Blog-Eintrag. Noch nie ergab sich eine so grosse zeitliche Lücke. Das ist zwar schnell erklärt. Unsere zweite Reise nach Namibia hat viel Zeit an Vorbereitung beansprucht. Dann die Reise selber! Und nun die Nachbearbeitung. Tausende an Fotos wollen gesichtet und sotiert werden. Es brennt mir unter den Nägeln; ich muss mich aber gedulden. Ein Karminspint im Header - im warmen Abendlicht leuchtet er noch farbiger - soll Lust auf mehr erzeugen.. :-)

 

Da ist Paul Hürlimann doch schon viel weiter. Seine Botanik-Perlen 2019 sind bereit zum Hochladen. Ich freue mich, diese beeindruckende Sammlung an Raritäten wieder veröffentlichen zu dürfen! 

> Link Gastbeiträge Paul Hürlimann; Botanik Perlen 2019

29. August 2019 > Fischers Fritz fischt frische Fische..

Wer kennt ihn nicht, den Spruch von Fischers Fritz? Ein Zungenbrecher der die meisten Kinder mal sprachlich herausgefordert hat.

Fischers Fritz - sollte tatsächlich ein Fischer gleichen Namens existieren - und seine Kollegen, hätten vermutlich nicht grosse Freude an meinen Aufnahmen dieses Haubentauchers mit Beute. Wenn Luchs und Wolf einen Teil der Jägerschaft in Rage bringt, so schaffen das Kormoran, Graureiher und Haubentaucher bei einem Teil der Fischer. Fischräuber werden die fischfressenden Vögel genannt. Raub ist ja strafbar, also wird schnell mal ein Abschuss gefordert!

 

Die Aufnahmen stammen vom Inkwilersee, beim Warten auf den Zwergdommel-Topshot. Auf der Holzbank neben mir sitzt ein Fischer. Gut möglich, dass er Fritz heisst. Seine Untensilien hat er auf der Bank ausgebreitet, zwei Ruten sind installiert, die Angeln sind ausgeworfen. Das primäre Interesse des Fischers gilt nur den roten Zäpfchen. Da, ein Zäpfchen bewegt sich leicht. Gespannt warte auch ich, ob sich da ein Fang anbahnen würde. "Es süggelet eine" meint der Fischer. Ausser einem kurz erwiderten Gruss bei meiner Ankunft, hat sich noch kein Gespräch ergeben; er beobachtet seine Zäpfchen und ich den Schilfgürtel. So verbringen wir, einvernehmlich schweigend, die nächsten Stunden. Er stumm den Fischen gleich, ich schweigsam, weil das die Zwergdommeln stören könnte. Ein friedliches Nebeneinander, trotz unterschiedlicher Interessen. Koexistenz nennt sich das, ein Fischer und ein Ornithologe sinnbildlich im selben "Boot".

Der Erfolg liess auf sich warten. Im mit Wasser gefüllten Eimer konnte ich noch keinen Fisch feststellen, der Kescher lag aber griffbereit  neben der Bank. Meine Zwergdommeln liessen mich ab und zu auf den Auslöser drücken, aber die erhofften Aufnahmen waren noch nicht auf der Speicherkarte. Fischer 0 Punkte, ich auch nicht viel mehr..:-)

 

In den Teichrosenblättern tauchte ein Haubentaucher nach Beute. Gebannt wartete ich jedesmal auf sein Auftauchen. Wenn sich die Zwergdommeln so rar machten, wäre ein Haubentaucher mit Fisch im Schnabel auch ein attraktives Sujet! Der Fischer beobachtete seine Zäpfchen, ich den Taucher. Fischen mit oder ohne Rute heisst offensichtlich Geduld haben. Nach mehreren Tauchgängen liess mich der Haubentaucher nicht ohne Bild zurück. Ich hatte ein paar schöne Sequenzen eingefangen und im Eimer des Fischers hörte ich Zappelgeräusche. Ende gut, alles gut? Für den Haubentaucher sicher, für den Fotografen auch, für Fischers Fritz? Wohl kaum für den Fisch!

> Link Haubentaucher

> Link Haubentaucher Vogelwarte

19. August 2019 > Punkt 2016 ist besetzt..

Die Landschaft ist wild und urchig, die Aussicht phänomenal! Die Rede ist vom Gebiet oberhalb Boltigen. Auf unserer letzten Exkursion vom 14. August galt unser Interesse nicht primär den Geiern, sondern einer Vogelart die in den letzten Jahren vermehrt auch in diesem Gebiet beobachtet wurde; gemeint ist der Schlangenadler.

Die zahlreichen Meldungen im Umkreis der Alp Walop in diesem Jahr, liess Gedanken an eine mögliche Brut aufkommen. Paul Hürlimann und ich wollten uns deshalb mal die Waldpartien in den steilen Südhängen unterhalb des "Garte" von oben anschauen. Entlang des Weidezaunes stiegen wir vom Rohrboden Richtung Alp Oberi Luchere hoch, suchten an verschiedenen Stellen die unterhalb liegenden, felsdurchmischten Waldpartien ab. Es liess sich aber leider kein Schlangenadler blicken.

 

Unser Ziel war wiederum Punkt 2016, von wo man praktisch einen 360° Rundblick geniessen kann. Noch war ein letztes kurzes Wegstück bis zur Alphütte zu bewältigen. Ein Blick von Paul hinauf zum Ziel brachte schnell etwas Hektik; auf einem Pfahl sass ein Greifvogel. Schnell war klar, die Ueberraschung war perfekt, Punkt 2016 war bereits besetzt!

Als hätte er uns erwartet, sass zuoberst auf dem Hügel auf einem Zaunpfahl tatsächlich ein Schlangenadler. Dreimal wow! Was für ein toller Anblick durch das Fernglas! In Deckung der Alphütte machte ich mal erste Aufnahmen, wohlwissend, dass da kaum brauchbare Fotos zu erwarten waren. Also musste ich unbedingt etwas näher ran. Auf allen Vieren, in Geländemulden und hinter Hügelchen Deckung suchend, robbte ich mich vorwärts. Jeder Meter versprach etwas mehr Abbildungsqualität. Sonne wo bleibst du?

Fotografisch reichte es leider nur für Belegbilder. Die (zu) grosse Distanz, das genau in dieser Situation fehlende Sonnenlicht und der letztlich abfliegende Greif machten dem sich anschleichenden Fotografen einen Strich durch die Rechnung. Aber was solls, das gehört dazu! 

> Link Schlangenadler Vogelwarte

> Link Schlangenadler

Aufstieg von Rohrboden mit Blick auf Punkt 2016..
Aufstieg von Rohrboden mit Blick auf Punkt 2016..

09. August 2019 > Mit den Kiesbrütern gehts bergab..

Link "Mit den Kiesbrütern gehts bergab.." Diese negative Analyse der Vogelwarte gilt leider auch für die Region Thun. Für das Kanderdelta, ein geeigneter Lebensraum für den  Flussregenpfeifer, gilt diese Einschätzung leider auch. Die beiden Hauptgründe sind im Bericht der Vogelwarte aufgeführt; Hochwasser und Störungen durch Freizeitaktivitäten des Menschen.

Während Gelegeverluste durch Hochwasser kaum zu vermeiden sind - Paul Hürlimann hat eine solche Tragödie fotografisch dokumentiert - zeigen die durch den Menschen verursachten Störungen das Dilemma von vielen Naturschutzgebieten auf. Das  legitime Bedürfnis des Städters nach Natur - raus aus der monotonen Siedlungsumgebung, Feuern und Bräteln mit Kind und Kegel inkl. Hund der sich auch mal richtig austoben will - kollidiert mit dem Ziel, dem raren Brutvogel ein Brüten zu ermöglichen. Die grossen Anstrengungen der Naturschutzverantwortlichen, mit besserer Beschilderung, mit Aufklärung und Information die Situation zu verbessern, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die Interessenskonflikte zwischen Natur, Mensch und Kiesabbau in einem flächenmässig kleinen Gebiet sind aber das Resultat des Planungskompromisses und da hat der kleine Flussregenpfeifer halt die schlechtesten Karten.

01. August 2019 > Geierland Schweiz..?

Erkennen sie den schneebedeckten Berg? Richtig geraten, es ist der Mont Blanc. Mit 4'810m ist er der höchste Berg der Alpen. Zwischen dem Aufnahmeort "Garte" Alp Rohrboden oberhalb Jaunpass und dem majestätischen Berg liegen rund 100 km Distanz! Für französische Gänsegeier ist das eine Halbtagesstrecke.

Nun, das Tagesziel von Paul Hürlimann und mir war nicht der Mont Blanc, aber dem prachtvollen Bergpanorama konnten wir uns natürlich nicht verschliessen! Von Ost bis West eine lange Zahnreihe von Bergspitzen.

Bei unserem Aufstieg von Rohrboden über "Garte" bis zum "Rotechaste" suchten wir nach einem Beobachtungsort mit möglichst viel Rundsicht. Dort wollten wir uns einrichten und mal geduldig abwarten ob sich was tut in der Luft. Gänsegeier sollten eigentlich noch anwesend sein, obschon der zahlenmässige Peak überschritten schien. 

Die Bäuerin auf der Alp Rohrboden kann sich noch gut an das Erlebnis im Jahr 2012 erinnern, als sie zum ersten Mal Gänsegeier über ihrer Alp gesehen hat. Seither gehören die Geier zu den wiederkehrenden Sommergästen im Gebiet Boltigen - Jaun - Kaiseregg. Die Zahlen sind eindrücklich! Die  Gänsegeier, mit bis zu 2.70 m Flügelspannweite, sind excellente Flieger, die mühelos und schnell grosse Distanzen zurücklegen können. Es sind Geier aus französischen Populationen die wir jeden Sommer bewundern dürfen. Eine spannende Geschichte!

Für Interessierte, die ihr Geier-Glück mal selber testen möchten ist der Kartenausschnitt gedacht. Ein Fernglas ist natürlich ein Muss! 

Auf einen möglichen Beobachtungserfolg kann dann in der gemütlichen Gaststube auf der Alp Rohrboden angestossen werden. :-)

> Link Keine Feier ohne Geier > Vogelwarte

> Link Gänsegeier

15. Juli 2019 > Zwergdommel, unsere kleinste Reiherart..

Die Zwergdommel ist eine versteckt lebende Art und deshalb auch nicht einfach zu fotografieren. Zeit und Geduld sind die Grundlage eines Erfolgs. Im Schilfgürtel des Inkwilersees, einem kleinen See im Grenzbereich der Kantone Bern und Solothurn brüten wohl jedes Jahr 1-2 Paare dieser attraktiven Vogelart.

> Link Zwergdommel Vogelwarte

> Link Zwergdommel

Junge Zwergdommeln warten geduldig bis ein Altvogel Futter bringt..

Das Männchen auf Fischfang. Durch das Gefieder gut getarnt, nähert es sich in Zeitlupentempo einer Beute, um dann mit Schnelligkeit und Präzision zuzuschlagen.

Das Männchen hat sich für die Futterübergabe einen Baumstrunk ausgesucht. Die Jungvögel sind schnell zur Stelle, aber nur einer wird belohnt.

Kaum ist das Weibchen ins Schgilf eingeflogen, geht die Post ab. Wer zuerst kommt, wird mit Futter belohnt.

Nach der Fütterung ist vor der Fütterung. Die Altvögel sind gefordert, die hungrige Jungschar mit genügend Nahrung zu versorgen. Die Zwergdommeln sind wahre Kletterkünstler. Das Männchen schaut sich nach einem erfolgsversprechenden Jagdgrund um.

03. Juli 2019 > Pieperland..

Im Gebiet Gurnigel / Wasserscheide sind alle drei heimischen Pieperarten während der Brutzeit zu beobachten. Bergpieper, Wiesenpieper und Baumpieper. Wie etliche andere Vogelarten ist auch der Baumpieper aus dem Mittelland verschwunden. Mein Ausflug ins Gantrischgebiet galt explizit dem Baumpieper, hatte ich doch noch keine einzige Aufnahme dieser Art im Archiv. Dass sich die Suche dann so einfach gestalten würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Auf einer Tannenspitze, mitten in den frischgrünen Trieben sass der gesuchte Vogel und liess seine Artgenossen mit Gesang wissen, das ist mein Revier. Erfreut konnte ich feststellen, dass ihm zwei Artgenossen, einer unterhalb der Skiliftbeiz und ein zweiter Sänger oberhalb des Parkplatzes die gleiche Botschaft mitteilten. Also Stativ bereit machen, Kamera montieren, im steilen Gelände einen sicheren Standplatz suchen und dann konnte es losgehen mit der Fotosession. 

> Link Baumpieper Vogelwarte

28. Juni 2019 > Steinrötel und Steinhuhn besiedeln den gleichen Lebensraum..

Steinrötel und Steinhuhn besiedeln praktisch den gleichen Lebensraum und trotzdem konnte ich dieses Jahr im besuchten Steinhuhngebiet noch keine Steinrötel feststellen. So muss ich mich mit früheren Aufnahmen begnügen, habe diese aber noch einmal neu bearbeitet und hochgeladen. Was nicht ist, kann ja aber noch werden..

> Link Steinrötel

24. Juni 2019 > Die Ringelnattern des Kanderdeltas..

Das Ringelnatterweibchen mit dem bläulichen Auge steht kurz vor der Häutung. Sie ist eines von insgesamt 5 Exemplaren, die ich letzten Freitag im Kanderdelta gefunden habe. Meine Befürchtung, dass die im Winter vorgenommene Kiesüberschüttung der Blockwurfsteine am Westufer der Kander, sich negativ auf die Ringelnatterpopulation ausgewirkt haben könnte, scheint glücklicherweise unbegründet zu sein.

Wer Schlangen mehr als ein paar Sekunden beobachten will, muss sich sehr behutsam und auf leisen Sohlen anschleichen. Dabei ist Wissen und Erfahrung, wo sich Reptilien aufhalten natürlich von Vorteil. Ein Männchen und ein Weibchen hatten ihren Sonnenplatz auf einem Asthaufen, wo sie bei geringster Gefahr schnell und einfach im Astgewirr verschwinden konnten, während eine Dreiergruppe mit einem Männchen und zwei Weibchen einen Platz am Kanderufer gefunden hatte. Erst als die Nattern, ausgelöst durch eine ungeschickte Bewegung von mir, auf mich aufmerksam wurden und sich in den Hohlraum unter Blockwurfsteinen verzogen, löste sich der Knäuel an Schlangenleibern zu drei Individuen auf.

> Link Barrenringelnatter Karch

Der Schlangenknäuel besteht aus einem einheitlich grauen Weibchen mit blauem Auge, einem Weibchen mit sandfarbenen Schuppen mit schwärzlichen Flecken und einem kleineren Männchen unten rechts.

Dieses dunkle Männchen wurde offensichtlich von blutsaugenden Mücken belästigt. Direkt am Auge ist ein Insekt zu erkennen dessen Hinterleib mit Blut vollgesogen ist. Auf dem Schlangenleib links sind zwei weitere Mücken zu erkennen. Auch Schlangen können von Parasiten wie Zecken und Milben befallen sein; bezüglich Stechmücken habe ich im Web keine Infos gefunden.

21. Juni 2019 > Steinhuhnfieber..

Die erfolgreiche Steinhuhnexkursion von anfangs Juni hat mich gedanklich nicht mehr losgelassen. Ich musste nochmals hinauf, die Chance auf ein zweites Steinhuhn-Shooting kommt vielleicht nicht so schnell wieder! Als dann Wetter und Zeitfenster passten, gab es kein Zögern mehr. 

Bei der Sennhütte angekommen, suchte ich zuerst mit dem Fernglas das Gelände nach einem möglichen Versteck ab. Am idealsten wäre eine Jungtannengruppe in deren Schatten ich mich verstecken könnte. Auf Schleichwegen durch den lockeren Wald stieg ich zur ausgewählten Baumgruppe hoch. Vor Ort angekommen zeigte sich, dass das Versteck, mit gutem Rundblick, meinen Wünschen entsprach, wenn nur nicht das heftige Gezetter einer Ringdrossel die ganze Sache in Frage gestellt hätte. Schnell war mir klar, im Astgewirr über mir hatte ein Ringdrosselpaar ihr Nest mit bettelnden Jungen. Hier konnte ich nicht bleiben, da kommt kein Steinhuhn vorbei. Also schloss ich mit den Ringdrosseln einen gut schweizerischen Kompromiss; ich verschob mich ein paar Meter unter eine nächstgelegene Baumgruppe und die Drosseln hielten dafür ihren Schnabel. Und siehe da, es funktionierte. Nicht lange danach gingen die beiden wieder auf Futtersuche. Was macht ein Fotograf in dieser Situation? Logisch, er fotografiert Ringdrosseln. Durchaus ein attraktives Fotomotiv!

 

Ich wusste es brauchte Glück und Geduld, ob, wann und wo sich die Steinhühner zeigen würden. Ich hoffte natürlich, dass ich meine Glücksportion nicht schon beim ersten Mal vollständig aufgebraucht hatte. Dem war dann offensichtlich nicht so. Die Warterei, mit zunehmend steifen Gliedern, wurde letztlich reich belohnt. Beim wiederkehrenden Absuchen der steinigen Umgebung mit dem Fernglas entdeckte ich zwei Steinhühner, ca. 30m oberhalb meines Standortes. Ich versuchte die beiden mit der Kamera zu erfassen, aber statt Steinhühner zeigten sich nur herabhängende Tannäste auf dem Display. Ich musste mich umdisponieren. Während das eine Huhn, vermutlich das Weibchen aus dem Blickfeld entschwunden war, hatte sich das zweite Huhn hinter einem Felsblock versteckt, nur der Kopf war noch sichtbar. Ich wagte kaum zu atmen. Er, es war der Hahn, verliess dann sein Versteck um ein paar Meter weiter rechts einen andern Felsblock zu besteigen, um von dort sein Revier und mich mit seinem wetzenden Gesang zu beglücken. Adenalinkick pur! 

19. Juni 2019 > Ein Gesang der kaum zu überhören ist..

Vom Bonstettenpark führt der Weg ein kurzes Stück dem Gwattlischenmoos entlang. Der Gesang eines Drosselrohrsängers lässt sich kaum überhören. So tönte es vorgestern laut und knarrend "karre kit, karre kit" aus dem Schilfgürtel vor dem Beobachtungsturm. Für mich ein guter Grund zu einem Besuch des Turms. Der Schlüssel zum Schutzgebiet kann an der Reception des Gwatt Delta Parks ausgeliehen werden. Gesagt, getan und es hat sich gelohnt! Der am Thunersee doch eher rare Sänger suchte mit Unterbrüchen immer wieder einen aus dem Schilf ragenden Busch auf und liess von dort seinen charakteristischen Gesang ertönen. 

15. Juni 2019 > Die hohe Zeit der Erdkröte..

Die Erdkröten des Mittellandes nutzen milde Regennächte der Monate März / April um aus ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern zu wandern. Die jedes Jahr von freiwilligen Helfern aufgestellten Amphibienzäune retten dabei viele Tiere vor dem sicheren Strassentod.

An höher gelegenen Bergseen, von wo die geladenen Aufnahmen stammen, verschiebt sich die Hochzeit der Erdkröten in die Monate Mai / Juni. Nicht jedes Weibchen hat das Glück, sich mit einem Männchen auf dem Rücken, ungestört der Laichablage widmen zu können. Die Männchen sind weit in der Ueberzahl und ihr Ringkampf, um ein Weibchen zu ergattern, lässt solche Krötenknäuel entstehen.

Ich habe dem Treiben eine Weile zugeschaut und mich dabei gefragt, ob das betroffene Weibchen diese Situation lebend überstehen wird?

> Link Erdkröte > Karch

06. Juni 2019 > Eine sandige Sache..

Früher in den Steilufern der unbegradigten Flüsse brütend, besiedeln Uferschwalben heute vorwiegend Kiesgruben. Auch die Uferschwalbe gehört zu den Arten des Artenförderprogramms von Birdlife Schweiz. Eine der grössten Kolonien der Schweiz befindet sich im Seeland. Eine Vielzahl an Löchern ziert die eindrückliche Sandwand. Mal ist der Himmel voller Schwalben, dann sind sie plötzlich verschwunden, um kurz darauf wieder die Wand anzufliegen. Einzelne landen auf vorstehenden Sandsimsen, andere sind am Löcher buddeln oder streiten sich mit dem direkten Nachbarn. Eine spannende Sache, dem Treiben durch das Spektiv zuzuschauen. Wir halten Abstand um die Kolonie nicht zu stören. Dank hochwertigem Teleobjektiv plus 2-fach Konverter plus digitaler Nachbearbeitung und Ausschnittvergrösserung mit Photoshop sind auch aus Distanz solche Aufnahmen möglich.

05. Juni 2019 > Eine steinharte Sache..

Die Alpen sind noch nicht mit Vieh bestückt, das Gras noch zu kurz und an vielen Stellen zeugen noch Schneeflecken vom kaum vergangenen Winter. Genau die richtige Zeit, um auf Steinhuhnpirsch zu gehen. Das hört sich einfacher an als es ist. Dem an sich schon schweren Fotorucksack habe ich mit dem Spektiv noch ein Kilogramm mehr angehängt. Steinhühner sind im Gelände sehr schwer zu entdecken, ein Spektiv deshalb fast ein Muss. 

 

Im Schatten einer Sennhütte bezog ich meinen Beobachtungsplatz. An sich wäre mir der wärmende Sonnenplatz um die Hausecke lieber gewesen, aber ich wollte mich ja möglichst "unsichtbar" machen. Fotoausrüstung kontrollieren und bereitlegen, Spektiv auf dem Tripod montieren, die Balance auf dem Mini-Faltstuhl finden und die Suche nach der "Stecknadel im Steinhaufen" konnte beginnen.

 

Und tatsächlich, irgendwo da vorne im felsigen Gelände liess ein Steinhuhn-Hahn seine wetzenden Laute vernehmen. Aber wo suchen? Ist der Rufer eher nah, oder doch etwas weiter weg, oder ruft er vielleicht aus einem Grasband oben in der steil aufsteigenden Felswand?

Wie schon oft erlebt, ist die Ortung eines rufenden Steinhuhns in den Bergen nicht einfach. Also abwarten, gduldig das Gelände weiter beobachten, die Stille geniessen.

 

Irgendwann konnte ich dem mitgebrachten Sandwich nicht mehr widerstehen. Durst löschen, Zeit checken.

Und dann? Dann passierte genau das, worauf ich immer gehofft habe, genau das was mich für all die Steinhuhn-Kraxeleien in den letzten Jahren motiviert hatte. Ein Steinhuhn im Frühling, im Brutkleid, bei gutem Licht, auf Nahdistanz vor die Linse zu kriegen war das Ziel. Wow! Da hatte sich dieser Hahn für mich etwas Besonderes ausgedacht. Was für eine Nummer! Ich drückte auf den Auslöser...

 

 

21. Mai 2019 > Im Gebiet des Schreiadlers..

Das absolute Highlight unserer diesjährigen Kurzreise, diesmal ins Basse Vallée du Doubs, bescherte uns auf der Rückreise der Halt am Lac de l'Entonnoir in der Region Frasne. Hier hat ein Schreiadlerpaar über Jahre gebrütet. Das Gebiet wollten wir, einfach so und ohne jegliche Erwartung, uns mal anschauen. Und dann diese Ueberraschung!

 

Gerne zitiere ich die originale Zusammenfassung unseres Artenlistenführers, Reisekassiers, Foodmanagers, Kartenleser, Tom-Tom-Experten und Freund Jürg Hostettler:

 

< Seit 2003 ist im Gebiet Frasne ein Männchen des Schreiadlers anwesend. Ein Weibchen folgte und aus dieser Liebschaft gab es über mehrere Jahre Nachwuchs. Nachdem das Weibchen starb, folgten für den Mann zwei Jahre Enthaltsamkeit. Darauf schnappte er sich eine neue Braut und führte diese an den alten Brutplatz. Es wurde ein neues Nest gebaut und es folgten wieder Jahre mit erfolgreichen Bruten. Welch Wunder, das Paar ist auch im 2019 wieder aus Afrika an den Lac de l'Entonnoir zurückgekehrt! >

 

Was für ein Erlebnis! Während unserer zweistündigen Anwesenheit zeigte sich das Männchen mehrmals sehr schön, aber immer im starken Wind "stehend" leider ohne zu kreisen, nur von der Hinterseite. Resultat: nur viele Belegfotos..

17. Mai 2019 > Eine Oase in der ausgeräumten Landschaft..

In meiner Schulzeit war der Gartenrotschwanz ein verbreiteter Bewohner der kleinstrukturierten bäuerlichen Landschaft mit Hochstammbäumen, privaten Gärten und Pflanzland. Mit dem Umbruch in der Landwirtschaft und der Entwicklung zur heutigen industriellen Agrarwirtschaft, sowie der lebensfeindlichen Umgebung vieler Wohnüberbauungen, verlor der Gartenrotschwanz immer mehr an Lebensraum und ist heute im Mitteland nur noch als wenig häufiger Brutvogel anzutreffen. Die Art gehört zu den Arten die man mit gezielten Massnahmen fördern will. Wenn der Lebensraum stimmt, bestehen durchaus Chancen, dass dies gelingt. Beste Beispiele sind zwei grosse städtische Friedhofareale in der Stadt Bern, die seit Jahrzehnten nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet und gepflegt werden. Einer der beiden, der Bremgartenfriedhof ist nicht nur die letzte Ruhestätte prominenter Verstorbener, sie ist auch eine wunderschöne, öffentliche Grünanlage, eine Oase mitten in der Stadt, in der sich ein Verweilen aus verscheidenen Gründen lohnt. Mein Hauptinteresse galt natürlich dem Gartenrotschwanz, der dort in einer Dichte zu finden ist, die ihresgleichen sucht. Und tatsächlich, es gib sie noch die kleinen Wunder! 

Link Gartenrotschwanz Vogelwarte

Link Artenförderung BirdLife Schweiz

06. Mai 2019 > Ein seltener Gast..

Das Kanderdelta hat schon etliche Raritäten hervorgebracht. Meistens handelt es sich aber nur um Kurzbesuche. Oft halten sie sich zudem in einem nicht einsehbaren Teil des Deltas auf und werden deshalb nicht entdeckt. Jedenfalls ist es immer auch eine Glücksache, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nach dem telefonischen Tipp von Paul Hürlimann habe ich mich Richtung Kanderdelta aufgemacht. Balzende Flussuferläufer begrüssten mich mit ihren Trillern und die von Paul erwähnten zwei Stelzenläufer waren auch schnell gefunden. Für eine Aufnahme waren die beiden allerdings zu weit entfernt. Mein Interesse galt aber primär dem von Paul "versprochenen" :-) Rallenreiher. Ich suchte die ganze Lagune und das ganze Delta ab; kein Reiher zu sehen. Ich blieb eine Weile, setzte mich auf einen Baumstrunk und versuchte Rauchschwalben über dem Wasser im Flug zu fotografieren. Aber auch diesem Unterfangen blieb der Erfolg verwehrt. So ist das halt manchmal. Genau in dem Moment flog ein kleiner weisser Reiher mit karamelfarbener Brust über mich hinweg Richtung Lagune und verschwand schnell aus dem Blickfeld. Mehr als ein paar Beleg-Schnappschüsse hat er mir nicht zugestanden. Aber trotzdem eine schöne Beobachtung. Merci Paul!

02. Mai 2019 > Eine fotografische Herausforderung..

Alle Jahre um diese Jahreszeit können im unteren Thuner Seebecken Baumfalken bei der Jagd nach Subimagos der Eintagsfliegen beobachtet werden. Für mich ist es jedesmal eine Freude, diesen geschickten Flugjägern zuzuschauen und gleichzeitig eine besondere fotografische Herausforderung ein paar gelungene Aufnahmen nach Hause zu bringen. 

27. April 2019 > Weissbürzel-Singhabicht..

Southern Pale Chanting Goshawk ist der englische Namen dieses feingliedrigen Greifvogels. Warum der Name Singhabicht ist mir nicht klar, unterscheiden sich doch die Rufe dieses Greifvogels nicht gross von den Rufen unseres Habichts und dem würden wir kaum Gesangstalent zugestehen. Wie auch immer, die überraschende Begegnung auf Nahdistanz mit diesem Prachtsvogel war ein besonderes Erlebnis. Der Greif war intensiv damit beschäftigt, ein nicht sichtbares Beutetier aus dem dichten Pflanzengewirr hervorzuholen. Die ganze Szenerie dauerte sicher eine Vierstelstunde und gespannt warteten wir darauf, ob und was letztlich zum Vorschein kommen würde. Die Aussicht auf etwas Fressbares war vermutlich auch ausschlaggebend, dass er unsere Anwesenheit tolerierte und in seinen Bemühungen nicht nachliess, bis er der Beute, eine Echse wars, endlich habhaft wurde, diese umgehend verschlang und dann das Weite suchte.

27. April 2019 > Fotoshooting an der Wasserstelle..

Die kleine Wasserstelle direkt vor dem Restaurant der Kalahari Red Dunes Lodge wirkte wie ein Magnet auf die Kleinvogelwelt der näheren Umgebung. Ein stetes Kommen und Gehen, immer auf der Hut vor möglichen Feinden. Wasser aufnehmen und dann gleich wieder weg. Im Schatten des Gebäudes machte ich es mir gemütlich, wartete bis sich Vögel auch auf der näheren Seite der Pfütze niederliessen, um dann ruhig auf den Auslöser zu drücken, z.B. bei diesen Kapsperlingen. Easy und trotzdem spannend! 

27. April 2019 > Black-chested Prinia oder Brustbandprinie..

Warum dieses Vögelchen diesen Namen erhalten hat, ist anhand der Aufnahmen nicht ganz nachvollziehbar. Wo soll denn da ein schwarzes Brustband zu sehen sein? Die Erklärung ist relativ einfach. Unsere Besuchszeit in Namibia fiel in die namibischen Wintermonate Juli und August, d.h. in dieser Zeit ist kein Brustband zu sehen. Dieses ist nur in der Brutzeit November - Januar vorhanden. Auch ohne Brustband ist das zierliche Vögelchen ein attraktives Fotosujet, insbesondere mit gestelztem Schwanz.

26. April 2019 > Ground Scraper Trush oder Akaziendrossel..

Common heisst bei dieser Art nicht Schritt auf Tritt. Jedenfalls habe ich diese aparte Drossel in Namibia nur im Camp Halali in der Etosha angetrofffen. In der Parkanlage des Camps waren vor unserem Bungalow zwei Drosseln auf Insektenjagd. Schnell gesellte sich ein weiterer Jäger dazu; einer auf Drossel-Fotojagd. Dabei war von Jagen natürlich keine Rede. Nach kurzer Zeit hatten sich die beiden soweit an mich gewöhnt, dass ein paar Nahaufnahmen möglich wurden.

25. April 2019 > Seidenfein geschmückt..!

Dieser Vogel dient mir seit langem als Desktop-Hintergrund. Jedesmal wenn ich den Compi starte, bin ich mit dieser Aufnahme gedanklich in Namibia, sehe den Busch mit der sitzenden Racke vor mir, erinnere mich an den Adrenalinschub beim Fotografieren, gedanklich murmelnd "bleib, bleib, bleib noch sitzen, bitte"! Diese Farben! Unglaublich! Ich konnte mich nicht für eine Auswahl entscheiden, also habe ich die vier Serien hochgeladen. Verschiedene Aufnahmeorte, unterschiedliche Aufnahmedistanz, Tageszeit und  Sonnenstand ergeben immer etwas andere Farben. 

Meine Favoriten..

13. April 2019 > Nachlese Namibia. Würden Kori Bustards Gummibärchen fressen..?

Natürlich nicht! Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, Eidechsen, Schlangen, Jungvögel, Nagetiere, Gräser, Samen, Beeren usw. Zum "und so weiter" gehört aber offenbar "etwas", dem die Trappen kaum widerstehen können, wenn sie es finden. Und dieses "etwas" hat durchaus einen Bezug zu Gummibärchen.. :-)

Als wir im Etosha Nationalpark auf diese Dreiergruppe Kori Bustards oder Riesentrappen trafen, fiel uns sofort auf, dass die Vögel mehrmals die gleiche Buschgruppe aufsuchten, um nach einem bernsteinfarbenen Klümpchen zu picken. Die offensichtlich klebrige Masse war zwar nicht ganz so einfach zu schlucken, aber das hielt die Trappen nicht davon ab, reinen Tisch zu machen. Ich versuchte, die Szene mit Film- und Fotoaufnahmen zu dokumentieren, um dann des Rätsels Lösung Zuhause anzugehen. 

 

Das habe ich nun endlich gemacht und die Recherchen waren spannend, überraschend und lehrreich. Es war ja noch nie so einfach wie heute, im Web nach Antworten zu suchen. Vorbei die Zeiten mit Wühlarbeit in schweren Lexikas und Enzyklopädien. Die im vordigitalen Zeitalter angeschafften Bände "Grzimeks Tierleben" fristen in unserem Büchergestell ein Leben im Dauerschlaf. 

 

Nun zu den Gummibärchen. "Roberts Bird Guide", in dem fast 1'000 Vogelarten des südlichen Afrikas abgebildet und beschrieben sind, ist einer der besten Feldführer für dieses riesige Gebiet. Nebst dem englischen und dem wissenschaftlichen Namen ist bei jeder Art auch der Name in Afrikaans aufgeführt. Afrikaans ist in Südafrika eine Amtssprache und in Namibia eine anerkannte Minderheitensprache. In dem erwähnten Field Guide heissen die Riesentrappen in Afrikaans Gompou, was gemäss Google Uebersetzer offenbar Harztrappe bedeutet. Ich war auf der richtigen Spur. 

Dass es sich bei der Buschgruppe um Akazien handelte, war mir schon vor Ort klar und dass die klebrige Masse Harz sein könnte, auch. Dass Kori Bustards aber dieses Harz lieben und fressen, das wusste ich nicht. Ich googelte weiter nach Akazienharz, stiess dann auf Gummi arabicum und dessen Verwendung u.a. auch  als Lebensmittelzusatzstoff, z.B. in Gummibärchen und Coca-ColaDer Sudan gilt als Hauptlieferant von Gummi arabicum und wie wichtig dieses Akazienharz sein kann, zeigten mir die weiteren Informationen im Web. Während etlichen Jahren belegte die USA den Sudan mit einem Handelsembargo. Davon ausgenommen war ein Produkt, eben Gummi arabicum. Grund: Die Coca-Cola Produktion sollte nicht gefährdet werden...

> Gummi arabicum Wikipedia

06. April 2019 > Nachlese Namibia; Grossmutters Sonntagsbluse..

Die Evolution hat unzählige Farben und Formen hervorgebracht. Die Reaktion des Menschen auf diese Vielfalt kann am besten in einem Zoo beobachtet und mitgehört werden. Was da alles aufgeschnappt werden kann! Damit meine ich jetzt nicht das verbreitete Halb- oder Unwissen bezüglich der Tierart selber, sondern die oft zu hörende Einteilung in schön oder hässlich, herzig oder grauslich, jööhh oder wäähh.. usw. Das Verhältnis Mensch-Tier ist vermutlich so widersprüchlich wie der Mensch in sich selbst!? 

 

Die Fokussierung unserer heutigen Gesellschaft auf Schönheit wird bewusst oder unbewusst auch auf das Tier übertragen. Das arme Helmperlhuhn, in Afrika weit verbreitet, ist so ein Tier, das den Schönheitskriterien des durchschnittlichen Zoobesuchers kaum entsprechen kann. Der auffällig gefärbte Kopf wäre ja noch zu akzeptieren, etwas ausgefallen zwar, aber dieser hässliche Hornaufsatz macht nun wirklich alles kaputt. Da führt selbst das fein gesprenkelte Federkleid zu keinem andern Urteil. Ist dem so? Muss das sein?

Nein würde ich aus meiner Erfahrung sagen. Es braucht einen Zugang zur Natur, es braucht einen Erfahrungsschatz, ein Fundament. Wer selber malt, hat einen besseren Zugang zur Malerei. Wer selber Musik macht, hat einen besseren Zugang zu dieser Kunst. Wer die Natur durchstreift, innehält, beobachtet, sie physisch und emotional erfährt, wird die Tierwelt anders sehen können. Darum mein Votum für das arme Helmperlhuhn! :-)

05. April 2019 > Nachlese Namibia. Wenn sich Tauben schmücken..

"Wow"! Ein bewunderndes Raunen allfälliger Beobachter ist jedem Pfauenhahn sicher, wenn er im vollen Sonnenlicht sein Prachtkleid zur Schau trägt und als Höhepunkt der Balz, sein "Rad schlägt". Etwas bescheidener kommt da das Bronzeflecktäubchen daher. Ein paar unauffällige Federn im Flügel zeigen aber den gleichen Effekt. Wenn sich das Sonnenlicht im richtigen Winkel auf diesen Federn bricht, verwandeln sie sich in einen intensiv grün-blau schillernden Federschmuck. Selbst ein Goldschmid könnte das nicht kopieren! Verständlich, dass ich mehrfach versucht habe, genau dann abzudrücken, wenn sich ein Täubchen genau richtig im Sonnenlicht präsentierte. Die beiden Fotos zeigen den Unterschied mit und ohne direkte Sonneneinstrahlung.

04. April 2019 > Nachlese Namibia. Hoch auf den Beinen..

Rennvögel gehören zu meinen Lieblingsarten. Zierlich, fragil und mit keckem Blick, lassen sie den Beobachter nicht aus den Augen. Der Doppelband-Rennvogel ist eine verbreitete Art des südlichen Afrikas. Die Aufnahme aus dem Etosha Nationalpark zeigt ein sehr helles Exemplar. Solch helle Individuen sind typisch für nord-westliche Regionen. 

02. April 2019 > Nachlese Namibia. Ein urtümliches Tier..

Meine Schulter ist leider noch nicht so weit, um wieder mit schwerem Fotorucksack auf Pirsch zu gehen. :-(

Das macht wenigstens Zeit frei, um Dinge anzugehen, die schon lange auf der Pendenzenliste stehen, zum Beispiel "alte" Dateien aufzuarbeiten. 

 

Bald sind es zwei Jahre her, seit ich mit Tausenden von Fotos aus Namibia zurückgekehrt bin. Die obligaten Fotobücher sind längstens gemacht und liegen stets griffbereit, um sich beim Durchblättern daran zu erfreuen.

Aber was mach ich mit dem riesigen Rest an Fotos, die auf einem externen 4 TB Netzwerkspeicher auf einen Mausklick warten, um entweder im digitalen Nirwana zu landen oder allenfalls als gut genug eingestuft, doch noch ein Plätzchen in einem Ordner zu finden? Das wollte ich nun unbedingt angehen. Und zwar bevor wir in diesem Jahr nochmals nach Namibia reisen werden! 

 

Das Problem Speicherplatz hatte ich mit der Anschaffung und der Installation eines Netzwerkspeichers (NAS) an sich gut gelöst, aber eben nur halbwegs. Die Bearbeitung und Zwischenspeicherung von  Foto-Dateien im RAW und TIFF Format erfordert nicht nur genügend Speicherplatz, sondern vor allem Arbeitsgeschwindigkeit! Ein schneller Compi und ein schnelles WLAN war gefragt. Glücklich, wer seit Jahren in solchen Fällen, einen kompetenten IT- Berater zur Seite weiss!

 

Lösung Hardware: Ausbau der Festplatte im 7-jährigen Mac Book Pro und Einbau einer 2 TB SSD. Resultat: Mein altes Mac Book läuft schneller denn je und das zu einem Drittel des Preises eines neuen Labtops! 

Lösung WLAN: Neuverhandlung des Kombi-Abos mit IT / TV / Festnetz und Smartphone mit Swisscom. Resultat: Gleicher Abo-Preis für mehr Leistung bezüglich Handy und insbesondere maximaler  IT-Geschwindigkeit ab Glasfaseranschluss! 

Fazit: Toplösung! Die unumgängliche Arbeit am Compi macht wieder Spass!

 

Zurück zu Namibia. Die Sichtung, Löschung oder Weiterbearbeitung der Namibia-Dateien schreitet voran. Einige Serien werde ich in den nächsten Monaten  im Blog hochladen. Die urtümliche Agame macht den Start und im Header werde ich jeweils eine zum letzten Beitrag passende Aufnahme hochladen.

01. April 2019 > Paul Hürlimann; Vorfrühling in der Cinque Terra..

Paul Hütlimann und Annette Wyttenbach sind im März dem Frühling ein wenig entgegengereist. Die Cinque Terre, Weltkulturerbe der UNESCO war ihr Ziel. Ihre Souvenirs sind Pflanzenfotos dieser Naturlandschaft. Ich freue mich, einen weiteren Gastbeitrag von Paul hochladen zu dürfen!

 

 

 

 

 

 

 

 

> Link Gastbeitrag Cinque Terre

05. März 2019 > Die "Raubritter" von Runde..

Die Durchsicht der vielen Fotodateien bringt Liegengelassenes, Vergessenes und Uebersehenes zu Tage und wird mich noch viele Stunden beschäftigen. Ich mache das Beste aus meiner Rekonvaleszenz und nutze die Zeit für solche Tätigkeiten. Die Blog-Beiträge werden sich deshalb auf unbestimmte Zeit mit Vergangenem begnügen müssen.

 

Grossen Raubmöwen Stercorarius skua oder kurz Skua genannt, bin ich zum ersten Mal vor ca. dreissig Jahren auf der Schottischen Insel Handa begegnet. Gut erinnern kann ich mich an die Junge führende Moorschneehuhnhenne, die versuchte, ihren Nachwuchs unter dem durch das Moor führenden Holzsteg vor den Skuas in Deckung zu bringen. Unsere Sorge und Anteilnahme lag zu hundert Prozent bei der Moorschneehuhnfamilie.

 

Auf unserer Norwegenreise im Sommer 2016 besuchten wir auch die Vogelinsel Runde. Auf Runde brüten mehrere Dutzend Paare Skuas. Das Brutareal der Kolonie liegt auf der flach geneigten Seite der Insel. Beim  Aufstieg zu den steil abfallenden Klippen auf der Westseite sind die Vögel nicht zu übersehen. Klar, dass ich mir diese Fotogelegenheit nicht entgehen liess. Nun ist die Art auch in der Galerie eingestellt.

> Link Grosse Raubmöwe / Skua

> Link Insel Runde Wikipedia

01. März 2019 > Nachlese aus Marokkos Wüste..

Vom arktischen Winter in die Wüste von Marokko. Der Wüstensperling stand als Zielart zuoberst auf meiner Wunschliste. Ich muss gestehen, ich liebe Landschaften die sich durch natürliche Kargheit und Weite auszeichnen. Bewohner von solchen Gebieten, ob Mensch oder Tier, müssen sich an Extreme anpassen. Die Naturgewalten sind allgegenwärtig auch physisch spürbar, sei es durch extreme Hitze oder durch klirrende Kälte. 

Die Suche nach dem Wüstensperling gestaltete sich auf unserer Marokkoreise im Februar 2017 nicht ganz einfach. Erst am dritten Ort konnten wir den Wüstenvogel sehr schön beobachten. Die Fotodistanz war allerdings recht gross und ehrlich gesagt war ich Zuhause etwas enttäuscht über die scheinbar magere Fotoausbeute. Aber was lange währt, kommt doch noch gut. Die gestrige Sichtung, Auslese und die anschliessende Neubearbeitung brachte doch noch die erhofften Bilder. Learning by doing!

> Link Wüstensperling

> Link Wüstensperling Wikipedia

01. März 2019 > Nachlese "Arktischer Winter in Varanger"; März 2015

Die Liberty Bird Reise in den arktischen Winter im nördlichsten Teil Norwegens bleibt für mich unvergessen. Schneesturm, Sonne, Nebel, Kälte, Wind, Glatteis, Graupelschauer, Nordlichter.. Das Birden in dieser  grossartigen, im März noch tief verschneiten  Landschaft, war ein ganz spezielles Erlebnis.

Hunderte von Fotos sind unbearbeitet "liegen geblieben." Es ist an der Zeit, dass ich mal in der Schatzkiste Ordnung schaffe. 

Ein erste Serie gilt einem wunderschön gefärbten nordischen Vogel, der fast in jedem Winter, im einen Jahr nur sehr spärlich, in andern Jahren aber auch in ansehnlichen Zahlen in die Schweiz einfliegen kann. 

> Link Seidenschwanz

> Link Seidenschwanz Vogelwarte

26. Februar 2019 > "Das schaff ich mit links..!?

"Das schaff ich mit links..!" ist ein allgemein bekannter Spruch, der ausdrücken soll, dass man etwas besonders gut kann, eben auch mit der ungeübten linken Hand. Soweit so gut. Nun sitze ich am Compi und versuche den Spruch der aktuell realen Situation anzupssen, effektiv nur die linke Hand als Arbeitsgerät zur Verfügung zu haben. Die drei Tage auf den Skis vor meinem ersten Heliflug waren in jeder Hinsicht toll. Nun ist Geduld gefragt bis ich die schwere Kamera wieder stemmen kann. 

Als Nachlese zu meinem Ausflug vom 7. Februar auf die Gemmi habe ich nun auch ein paar Föteli der Alpenbraunelle hochgeladen.

> Link Alpenbraunelle 

14. Februar 2019 > Not easy, dieser quirlige Mariskenrohrsänger

Nach Terekwasserläufer und Schachwürger im 2018 ist seit ein paar Wochen ein Mariskenrohrsänger in der Grangette der Star der Fotografen- und Orniszene. Der Tag war zu schön um ihn hinter dem Compi zu verbringen. Also wollte ich, zusammen mit Paul Hürlimann, mein Glück am Genfersee ebenfalls mal testen.

Glück, Geduld und die bis zuletzt aufmerksamen Augen von Paul brachten letztlich die erhofften Pics. Für einen ganz kurzen Moment zeigte sich der Vogel bei unserem Eintreffen, um sich dann, einfach so, für zweieinhalb Stunden unsichtbar zu machen. Buchstäblich "fünf vor zwölf" entdeckte ihn Paul am andern Ufer des Grand Canal, wo er sich hüpfend, flatternd und flink durch das Schilfgewirr bewegte, bevor er wie erhofft, den Schilfsaum auf unserer Seite anflog und uns doch noch mit einer Fotosession beglückte. Wow, was für eine tolle Show!

Ich kann mich, obschon dies Jahrzehnte zurückliegt, noch gut an meine erste Beobachtung eines Mariskenrohrsängers in der Schweiz erinnern. Anfangs der 60-er Jahre, genau genommen 1963, weilte ich mit zwei Jugendfreunden eine Woche auf einem Campingplatz am Sempachersee. Der älteste von uns drei Jungornis war 18 geworden und hatte sich bei der Vogelwarte für die Beringerprüfung angemeldet.

Der Bescheid kam schnell, es sei gut, wir müssten aber vor der Prüfung im kleinen Vogelwartereservat ein paar Tage Vögel fangen und beringen. Gesagt getan. Am Bahnhof Sempach Station mieteten wir ein Velo, auf dem wir zwischen Reservat und Vogelwarte hin- und her pendelten. Einer trat auf dem Fahrrad in die Pedale, der zweite sass vorne auf der Lenkstange und der dritte hinten auf dem Gepäckträger. Am Verbindungsrohr des Rahmens baumelten jeweils die Stoffsäckchen mit den Fänglingen.

Auf einer dieser Fahrten transportierten wir in einem der Säckchen ein ganz spezielles Vögelchen. Schilfrohr- oder Mariskenrohrsänger war die erste Diagnose. In der Vogelwarte ging es dann ans Bestimmen. Wir waren uns eigentlich schlüssig, die Handschwingenprojektion und andere Merkmale deuteten auf Mariskenrohrsänger. Um ganz sicher zu gehen, suchten wir eine Bestätigung durch eine Fachperson der Vogelwarte. Dass kurz darauf Professor U. Gutz von Blotzheim seinen Kopf rein streckte war Zufall. Sein pragmatischer Befund: Mariskenrohrsänger mit abweichender Handschwingenprojektion. Das traurige Ende ist schnell erzählt. Der Vogel starb für die Wissenschaft in einer Ovo-Büchse. Wir fuhren ins Reservat zurück und zogen für den Rest des Tages die Netze auf Halbmast...

07. Februar 2019 > Projekt Schneesperling..

Schneesperlinge sind ausgesprochene Hochgebirgsvögel und deshalb nicht einfach vor die Linse zu bekommen. Im  Winter sind die Möglichkeiten schon wesentlich besser, wenn die Vögel die Nähe zu touristischen Einrichtungen suchen. Die Gemmmi, oberhalb Leukerbad ist ein bekannter Platz um Bartgeier beobachten und fotografieren zu können. Ein easy Trip. Mit der Bahn gehts hoch, dann noch 100m weiterlaufen bis zum Grat östlich der Bergstation und die "Exkursion" ist bereits zu Ende. Dann ein Plätzchen zwischen den andern Fotografen suchen und warten.. Ich gehe davon aus, dass im Februar kaum ein Tag vergeht, ohne dass Fotografen an diesem Ort auf den Bartgeier-Topshot warten.

Mein bisher einziger Besuch dieses Hotspots war im 2014 und bezüglich Bartgeier ein voller Erfolg. Mit tollen Eindrücken und einer gefüllten Speicherkarte bin ich damals nach Hause zurückgekehrt. 

> Link Bartgeier

Der Wetterbericht versprach am vergangenen Dienstag einen Sonnentag in den Bergen. Warum nicht wieder mal auf die Gemmi? Dabei dachte ich nicht primär an Bartgeier, meine Zielart waren Schneesperlinge. Fazit des Tages: Schneesperlinge top, Bartgeier flop!

> Link Schneesperling Vogelwarte

04. Februar 2019 > Reiherenten; treue Wintergäste..

Die kleine Seebucht beim Yachtclub Thun ist der beliebteste Ruheplatz für überwinternde Tauchenten im unteren Seebecken. Enten zu fotografieren scheint auf den ersten Blick easy zu sein. Würde man jedenfalls meinen, wenn man den oder die Vögel einfach mal abbilden will. Aber oft fehlt der Aufnahme das Besondere. Aufnahmen, aus liegender Position des Fotografen, in flachem Winkel über den Wasserspiegel geknipst, sind ein bevorzugtes Stilmittel für attraktive Aufnahmen von Wassergeflügel. Würde gerne solche Aufnahmen machen, wenn sich da meine Glieder nicht dagegen sträuben würden.. :-(

> Link Reiherente Vogelwarte

01. Februar 2019 > Der Spatzenjäger..

Dichtgedrängt und aufgeplustert sitzen sie im Buchsstrauch des Gartens. Die Haussperlinge der nahen Umgebung haben sich wieder ihr Futterplätzchen gesichert. Ein paar Meter trennen sie von meiner Futterstelle. Der erste fliegt hinab, der zweite folgt sogleich, die andern wagen es auch.

Aber aufgepasst; lieber fliegt der ganze Trupp sofort wieder in Deckung, wenn einer von ihnen Gefahr ausgemacht hat. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig heisst die offensichtliche Devise. Es sind die Quartierkatzen, die die Futterstelle zum interessantesten Ort der Siedlung erkoren haben. In solchen Momenten haben die Spatzen die volle Unterstützung unseres Hundes Skip der sich jaulend in den Garten stürzt und auf der Katzenjagd seinen Genen freien Lauf lässt. Da ist aber auch noch ein anderer Feind des Spatzenvölkchens, einer der schnell und überraschend aus der Luft angreift. Fast täglich lässt sich ein Sperber im Quartier beobachten. Auf seinen Suchflügen hat er Kleinvögel im Visier. Als gewandter Jäger kurft er um Häuserecken, um dann zuzuschlagen. Längst nicht jeder Versuch verläuft erfolgreich und (zu) oft beendet eine grosse Glasscheibe die Jagd.

28. Januar 2019 > Winter am Strandweg..

Die Winterzeit, die dichte Ufervegetation liegt braun am Boden, ist die Zeit, wo sich auch Teichhühner aus der Deckung wagen. Das Teichhuhn ist trotz dem Namen kein Huhn, sondern gehört zur Familie der Teichrallen, aus der Gattung Rallen. Dieser Altvogel, bereits im Brutkleid, zeigte sich wenig scheu auf seiner Suche nach etwas Fressbarem. Sobald es wieder wärmer wird und die Vegetation zu neuem Leben erwacht, wird sich der Vogel wieder dorthin zurückziehen. 

> Link Teichhuhn Vogelwarte

10. Januar 2019 > Fotoshooting Erlenzeisig..

Eigentlich war ich am gestrigen grauen Wintertag auf der Suche nach zwei sehr seltenen Wintergästen am See. Die beiden Ohrentaucher hatte ich bereits vor ein paar Tagen, auf der Höhe des Yachtclubs gesehen, aber nur ein paar miserable Belegfotos nach Hause gebracht. Also wollte ich gestern mein Glück erneut versuchen. Gefunden habe ich die beiden Taucher wiederum sehr schnell, aber die Bedingungen waren noch schlechter als beim Yachtclub. Es lohnte sich jedenfalls nicht, die Kamera auszupacken. Na gut, schön dass sie noch da waren, vielleicht ergibt sich ja noch eine weitere Gelegenheit.

Der fotografische Höhepunkt waren dann halt nicht Ohrentaucher, sondern Erlenzeisige, die sich an den Samen zweier Erlen vor dem Campingplatz gütlich taten. Dezember / Januar ist die Zeit wo kleinere und grössere Schwärme dieser zierlichen Vogelart auch im Siedlungsgebiet anzutreffen sind. Diese Gelegenheit liess ich mir nicht entgehen. Allerdings gestaltete sich das Fotoshooting nicht ganz so einfach, wie zuerst gedacht. Erstens waren die Vögel bei der Nahrungssuche dauernd in Bewegung, zweitens flog der Schwarm, aufgeschreckt durch Passanten, immer wieder weg, um nach meist kurzer Zeit die beiden Erlen wieder überfallartig in Besitz zu nehmen. Jedesmal hiess das für mich darauf zu warten, dass sich einzelne Zeisige auch in die unteren Bereiche der Erlen vorwagten, idealerweise möglichst an einem einzelnen Zweig hängend, ohne störendes Astgewirr. Zwei Stunden Fun!

08. Januar 2019 > Der Mauerläufer an der Kirche Meiringen..

Mauerläufer sind im Winter im Tiefland nicht nur an Felswänden anzutreffen. Sie können auch markante Gebäude, z.B. Sandsteinbauten, Brücken und dergleichen nach Fressbarem absuchen. Je  mehr Löcher und Ritzen eine Gebäudefassade aufweist, desto attraktiver kann sie für den Mauerläufer sein. Dort sucht er nach kleinen Insekten wie Spinnen, Weberknechten usw. Wenn das Gebäude dann noch in der Nähe von Felswänden, dem primären Lebensraum des Mauerläufers steht, ist es naheliegend, dass er auch solche Nahrungsgründe aufsucht. Dies ist auch bei der Kirche von Meiringen der Fall, wo die Fotos entstanden sind. Nicht jede Suche nach dem quirligen Fassadenkletterer ist erfolgreich, aber wer Zeit, Geduld und ein bisschen Glück hat, ist die Kirche Meiringen zweifellos ein idealer Beobachtungsort für Interessierte, die diesem wunderschönen Vogel einmal begegnen möchten.

06. Januar 2019 > Der Eisvogel mag kein Eis..

Es beginnen jeweils harte Zeiten für den Eisvogel, wenn eisige Temperaturen die Nahrungsgründe langsam zufrieren lassen. Zum Glück ist es heute wieder etwas wärmer geworden, also noch keine Alarmstufe für das schillernde Juwel!

> Link Eisvogel

> Link Eisvogel Vogelwarte

1. Januar 2019 > Ein faszinierender Wintergast..

Der Raubwürger ist in der Schweiz leider seit über dreissig Jahren nur noch ein rarer Wintergast. Extensiv bewirtschaftete Flächen, wie die von der Armee genutzte Thuner Allmend, bieten dem Würger offenbar genügend Nahrung um den Winter zu überstehen. Das Gebiet um das Rubiger Hechtenloch scheint den Anforderungen eines Raubwürgers ebenfalls zu genügen. Die Meldung, dass ein Raubwürger dort offenbar sein Winterquartier gefunden habe, hat mich zu einem Ausflug nach Münsingen animiert. Oberhalb des Hechtenlochs, in der Tägermatt trifft der Wanderer auf eine hoch eingezäunte Weide mit ganz speziell imposanten Tieren, einer Herde Bisons. Die Herde gehört zur Stiftung Bächtelen. Ich hatte Glück, musste ich doch nicht lange suchen. Mit dem Fernglas suchte ich den Weidezaun ab und wurde überraschend schnell fündig. Die Westecke der Bisonweide schien mir ein guter Standplatz, dort wollte ich mich installieren. Was sich beim ersten Absuchen noch so einfach gestaltete, war dann aber doch nicht ganz so easy; der Würger hatte sich unsichtbar gemacht. Kommt Zeit, kommt Rat. Das geduldige Warten hat sich aber letztlich gelohnt.

> Link Raubwürger

> Link Raubwürger Vogelwarte

23. Dezember 2018 > Happy New Year and all the best!

Das Jahr ist im Fluge vorbeigegangen; wer kann das besser beurteilen als ein Ornithologe!?

Mich dünkt als würde das neue das alte Jahr fast nahtlos ablösen, der Übergang habe an Kontur verloren, Januar und Februar hätten sich dem November und dem Dezember des gleichen Jahres angenähert. Dazwischen läge nur ein kurzes Vogelzwitschern und weg sind sie schon wieder, meine Sommervögel, die Mauersegler. Der Herbst als Vorbote des Winters meldet sich, die letzten Zilpzalpe turnen nach dem ersten Schneefall durch den Apfelbaum, am Compi ist viel Arbeit liegengeblieben, ich sollte wieder Vogelfutter kaufen!

 

Schon wieder Vogelfutter? Hab ich solches nicht erst vor kurzem im Garten ausgestreut? Haben die Gedanken vielleicht damit zu tun, dass meine Ideen zu meinen Blog-Beiträgen nicht durch DIN-Wochen, sondern durch den jahreszeitlichen Bezug zur Natur gesteuert werden? Der Winter mir nicht als Winter erscheint weil es Januar ist, sondern weil sich in jeder Jahreszeit in meinem Kopf die verschiedensten Projekte melden? Sei es z.B. an den Felswänden des Thunersees wiederum nach dem Mauerläufer zu suchen um die ultimative Aufnahme nach Hause zu bringen? Oder in höheren Lagen endlich mal schöne Aufnahmen des winterweissen Alpenschneehuhns auf den Chip zu bannen? Und wenn die Wünsche dann noch Fantasiesprünge machen, könnten es ja Aufnahmen im Schneegestöber sein, wenn sich die Schneeflocken Ton in Ton mit dem weissen Huhn, oder noch besser, mit den weissen Hühnern zur Einheit verschmelzen, um die harte Winterzeit noch hervorzuheben. Sind das Tag- oder Wachträume während dem täglichen Powernapping?

 

Natürlich sind wir immer noch im Jahr 2018, aber das 2019 ist bereit zu übernehmen. Der richtige Zeitpunkt, um allen mir bekannten und unbekannten Besucherinnen und Besucher, die ab und zu in meine Website reinschauen, besinnliche Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr zu wünschen! Goodbirding!